Nach Gewinnplus Vontobel will im Private Banking zukaufen

Vorstandsvorsitzender von Vontobel: Zeno Staub

Vorstandsvorsitzender von Vontobel: Zeno Staub

Die Schweizer Bank Vontobel hat trotz niedriger Zinsen, hoher Volatilität und Unsicherheiten in den Schwellenländern 2015 mehr verdient als im Vorjahr. Der Gewinn stieg um mehr als ein Drittel auf 180,1 Millionen Franken.

Das gute Ergebnis ist für Zeno Staub, Vorstandsvorsitzender von Vontobel, eine gute Grundlage für Übernahmen: „Wir sind daran interessiert, Vermögenswerte von bis zu 20 bis 25 Milliarden Franken zu kaufen. Wir haben das Management, wir haben die Bilanz, wir haben die Prozesse und wir haben die Technologie, um Übernahmen zu machen und zu integrieren.“

Im Private Banking will Vontobel vor allem im Schweizer Heimmarkt dazu kaufen. Die Kundenvermögen erreichten Ende 2015 rekordhohe 148 Milliarden Franken.

Gutes Konzernergebnis

Den Gewinnanstieg begründet die Bank mit der internationalen Diversifikation ihrer Geschäfte. Der Betriebsertrag erhöhte sich den Angaben nach im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 988,6 Millionen Franken. Der Geschäftsaufwand stieg im gleichen Zeitraum mit einem Plus von 7 Prozent auf 764,7 Millionen Franken.

Der Bank flossen zudem deutlich mehr neue Gelder zu. Bereinigt um Akquisitionen belief sich der Nettoneugeldzufluss auf 8 Milliarden Franken nach 6,2 Milliarden Franken im Jahr 2014. Trotz negativer Währungseffekte von rund 2 Milliarden Franken stiegen die betreuten Kundenvermögen  auf einen neuen Rekordstand von 147,8 Milliarden Franken, nach 123,8 Milliarden Franken im Vorjahr. Rund 40 Prozent der betreuten Vermögen stammen aus dem Heimmarkt Schweiz, Deutschland trägt 6 Prozent dazu bei.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Vontobel mit Wachstum. Die Bank sieht sich weiterhin auf Erfolgskurs. Den Aktionären will die Bank darum eine höhere Dividende bezahlen. Sie sollen 1,85 Franken pro Aktie erhalten. Bisher waren es 1,55 Franken.