Nach Fusion mit Bremer Landesbank So stellt sich die Nord/LB im Private Banking neu auf

Klaus Gebhardt, Bereichsleiter Privat- und Geschäftskunden von der Nord/LB: Er steht künftig dem zusammengelegten Private Banking von Nord/LB und Bremer Landesbank vor. | © Nord/LB

Klaus Gebhardt, Bereichsleiter Privat- und Geschäftskunden von der Nord/LB: Er steht künftig dem zusammengelegten Private Banking von Nord/LB und Bremer Landesbank vor. Foto: Nord/LB

Der frühere Vorstandsvorsitzende der Bremer Landesbank (BLB), Christian Veit, hatte es bereits angedeutet: Bremen wird Sitz des Kompetenzzentrums Private Banking nach der Fusion von Norddeutscher Landesbank, kurz Nord/LB, und BLB.

Mit der Zusammenlegung haben sich auch einige Personalien geklärt: Von Bremen aus wird Klaus Gebhardt das Geschäft mit vermögender Kundschaft steuern. Der bisherige Gesamtleiter Private Banking der Nord/LB wird insgesamt Bereichsleiter für Privat- und Geschäftskunden. Ralf Hellmich, bisher Leiter Private Banking bei der BLB, wird diese Aufgabe künftig für die vereinte Private-Banking-Mannschaft übernehmen. Er berichtet an Gebhardt.

Kein Personalabbau im Private-Banking-Vertrieb

Das Team wächst durch die Fusion auf rund 60 Köpfe an. 40 Private-Banking-Mitarbeiter kommen von der BLB, 20 von der Nord/LB. Zumindest auf der Vertriebsseite soll es zu keinerlei Abbaumaßnahmen kommen, die Teamstärke also erhalten bleiben. Gleiches gilt für die nun vier Private-Banking-Standorte Hannover, Hamburg, Bremen und Oldenburg. Wie zu hören ist, plant man im Konzern das Private-Banking-Angebot ohnehin perspektivisch bundesweit anzubieten.

Zum bisherigen Nord/LB-Konzern gehört zudem die Braunschweiger Landessparkasse, die auch im Private Banking ein gewisses Eigenleben führt. Künftig will man das Dienstleistungs- und Produktangebot im Private Banking einheitlich anbieten. Auf der Organisations- und Vertriebsebene wird deswegen Klaus Gebhardt auch für die Braunschweiger zuständig sein. An ihn wird ein Leiter Private Banking berichten, den der Konzern aber namentlich noch nicht nennt.

Abgänge im Portfoliomanagement

Gleichzeitig gibt es einen Abgang im Portfoliomanagement der Bremer Landesbank. Wie das „private banking magazin“ aus gut informierten Kreisen erfahren hat, hat Thorsten Müller, Leiter Asset- und Portfoliomanagement der BLB, das Institut verlassen. Der 43-Jährige war unter anderem auch Fondsmanager des Multi-Asset-Fonds BLB Global Opportunities, den er zusammen mit Folker Hellmeyer, Chefanalyst der BLB, steuerte. Mit Müller gehen weitere Kollegen aus dem Portfoliomanagement, namentlich Christian Buntrock, Jörg Hanpeter und Maarten Kofoet.

Die Nord/LB bestätigte auf Nachfrage Abgänge im Portfoliomanagement und wies darauf hin, dass man die Posten bereits nachbesetzt hätte. Dazu gehört auch ein namentlich nicht genannter neuer Leiter Portfoliomanagement, der Müllers Posten bis auf weiteres übernimmt.