Nach dem Ende des Rechtsstreits Übernimmt Vontobel nun die Notenstein Privatbank?

Bald Teil des Bankhauses Vontobel?: Niederlassung der Privatbank Notenstein in St. Gallen

Bald Teil des Bankhauses Vontobel?: Niederlassung der Privatbank Notenstein in St. Gallen

Nach ihrem Sieg vor dem Schiedsgericht will sich die Privatbank Vontobel die Raiffeisen-Tochter Notenstein schnappen, schreibt das Schweizer Blatt „Blick“. Zuvor hatte das Schiedsgericht den Streit um den Kooperationsvertrag zwischen Raiffeisen Bank und Vontobel beendet.

Demnach darf die Notenstein Privatbank, die mittlerweile eine Tochter der Raiffeisen Bank ist bis zum Auslaufen des Kooperationsvertrags Mitte 2017 keine Finanzprodukte an Raiffeisen-Kunden vertreiben. Das ist ein Problem für die Notenstein Privatbank, verwaltet deren Tochter 1741 Asset Management doch rund 12 Milliarden Euro vor allem für institutionelle Kunden. Weiteres Geschäft wäre wegen der hohen Kosten ein Segen. Der Vertrieb über die Raiffeisen Bank bleibt bis Mitte 2017 aber exklusiv Vontobel vorbehalten.

Offiziell will sich das Bankhaus Vontobel nicht zu den Übernahmeplänen äußern. Denkbar wäre laut Schweizer Medien neben der Übernahme der Notenstein Privatbank auch ein Kauf der 1741 Asset Management durch Vontobel. Da dieses Geschäft im vergangenen Jahr in eine eigenständige Firma überführt wurde, könnte es relativ problemlos verkäuft werden.

Reto Giudicetti, Sprecher der Bank Vontobel strich gegenüber der „Blick“ die bei Vontobel geltenden Übernahmekriterien hervor: eine Schweizer Privatbank mit verwalteten Vermögen von bis zu 25 Milliarden Franken sowie einer vergleichbaren Unternehmens- und Risikokultur – alles Bedingungen, die Notenstein erfülle, so die Schweizer Tageszeitung.