Nach Credit-Suisse-Erfolg Auch bei der UBS läuft das Wealth Management

Bei der UBS läuft das Geschäftsfeld „Wealth Management“ zuletzt sehr gut

Bei der UBS läuft das Geschäftsfeld „Wealth Management“ zuletzt sehr gut

Bei der Schweizer Großbank UBS ist der Gewinn im zweiten Quartal um 53 Prozent gestiegen und übertraf die Erwartungen der Analysten. Die Erträge aus der Vermögensverwaltung haben sich mehr als verdoppelt, während die Kosten gesunken sind.

Der Reingewinn legte auf 1,21 Milliarden Franken zu, gegenüber 792 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Das übertraf die Durchschnittsschätzung bei Bloomberg von drei Analysten in Höhe von 915 Millionen Franken.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Quartalsergebnis“, erklärte Vorstandsvorsitzender Sergio Ermotti. „Wir haben unsere Dynamik trotz der anhaltenden Herausforderungen des Marktes aufrechterhalten.” Die Bank veröffentlichte ihre Ergebnisse einen Tag früher, da vorab einige „unkorrekte und irreführende” Informationen in die Öffentlichkeit gelangt waren.

Die UBS, einer der weltweit größten Vermögensverwalter für Wohlhabende, hat diesen Bereich ausgebaut und das Investmentbankengeschäft verkleinert. Der Gewinn im Vorjahresquartal war durch Rückstellungen über 254 Milliarden Franken für Rechtskosten belastet worden.

Der Bereich Wealth Management erzielte nach Angaben der Bank in den drei Monaten von April bis Ende Juni einen Vorsteuergewinn von 756 Millionen Franken und kam auf ausgewiesener Basis auf Nettoneugelder von 1,8 Milliarden Franken. Bei Wealth Management Americas ging der Vorsteuergewinn um 9,5 Prozent zurück auf 191 Millionen Dollar, womit die Erwartung von 243 Millionen Franken verfehlt wurde.

Global Asset Management legte einen Vorsteuergewinn von 130 Millionen Franken vor, was ebenfalls unterhalb der Erwartungen lag. Retail & Corporate kam auf einen Vorsteuergewinn von 397 Millionen Franken. Im Investmentbankengeschäft verdiente die UBS vor Steuern 551 Millionen Franken, wozu das Aktiengeschäft wesentlich beitrug.

Ihre harte Kernkapitalquote CET1 auf der Basis einer vollständigen Umsetzung von Basel III gab die Bank zum Ende des zweiten Quartals mit 14,4 Prozent an, nach 13,7 Prozent Ende des ersten Quartals.

Die vollständig umgesetzte Leverage Ratio für systemrelevante Schweizer Banken stieg auf 4,7 Prozent, was nach Angaben der Bank auf einer Verringerung der Vermögenswerte bei den Non-Core- und Legacy-Portfolios zurückzuführen sei.

Beim Ausblick gab sich die Bank für das dritte Quartal verhalten: „Wie schon in den vergangenen Jahren werden voraussichtlich saisonale Effekte die Erträge und Gewinne im dritten Quartal beeinflussen. Außerdem bleiben viele der zugrunde liegenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und geopolitischen Probleme bestehen und werden in absehbarer Zukunft wahrscheinlich nicht gelöst werden.”

Die Bank will im dritten Quartal eine Tochtergesellschaft aufstellen, die Dienstleistungen für den Konzern erbringt.


Quelle: Bloomberg