Strategen von M&G Investments Das wird bei Anleihen, Privatmärkten und Geldpolitik in nächster Zeit wichtig

Joseph Pinto, Leiter Asset Management (Chief Executive Asset Management) und Andrea Rossi, Geschäftsführer der Gruppe (CEO) von M&G Investments gaben einen Einblick in die wichtigen Themen der nächsten Zeit.

Joseph Pinto, Leiter Asset Management (Chief Executive Asset Management) und Andrea Rossi, Geschäftsführer der Gruppe (CEO) von M&G Investments gaben einen Einblick in die wichtigen Themen der nächsten Zeit. Foto: M&G Investments

M&G Investments hat auf seinem europäischen Medientag einen Ausblick auf die wichtigen Themen an den Kapitalmärkten gewagt – gerade als die EZB den Leitzins gesenkt hat. Zudem kündigte der englische Vermögensverwalter an, sich künftig noch stärker auf Kontinentaleuropa und APAC zu konzentrieren. Die fünf wichtigsten Erkenntnisse im Überblick.

Guter Zeitpunkt für Fixed Income

David Knee, Co-stellvertretender Investmentchef Fixed Income (Co-Deputy CIO Fixed Income), erläuterte, dass es kaum einen besseren Einstiegspunkt gebe. Die Raten würden in nächster Zeit besonders attraktiv für Investoren aussehen. Die Spreads bei Krediten seien eng, es gebe wenige Puffer gegen negative Auswirkungen.

Das Risiko-Rendite-Profil sei gesunken – bei Hochzinsstaatsanleihen seien die Renditen dafür so hoch wie seit 15 Jahren nicht. In den USA lägen diese bei 4,3 Prozent, trotz Zinserhöhungen. Gerade wenn bei Krediten die Spreads zu eng seien, wären Staatsanleihen eine passende Alternative, weil sich aktuell Ertrag und Konvexität kombinieren ließen. „Das ist durchaus ungewöhnlich“, sagt Knee.

 

Daneben können Schwellenländer eine Option sein. Der Ertrag kann bei bis zu 8 oder 9 Prozent liegen, erklärt Claudia Calich, Leiterin Schwellenländerkredite (Head of Emerging Markets Debt). Trotz eines guten Jahres für den US-Dollar hätten auch andere Währungen gut performt, wie brasilianische Real oder chilenische Pesos. Sollte der Dollar wieder schwächer werden, gebe es aber keinen großen Puffer mehr. „In dem Fall sollte man selektiver vorgehen“, rät Calich.