Britische Fondsgesellschaft „Modernes Marketing ist keine Dekoration, es ist eine strategische Fähigkeit“

Laura Brown, leitet das globale Marketing von M&G

Laura Brown, Marketingvorstand bei der britischen Fondsgesellschaft M&G Bildquelle: M&G

private banking magazin: Laura Brown, Sie sind Marketingvorstand und Leiterin Kundenerlebnis bei M&G Investment. Wie definieren Sie persönlich heute die Rolle von Marketing in einer Asset-Management-Gesellschaft?

Laura Brown: Ich sehe Marketing in der Vermögensverwaltung in erster Linie als eine Disziplin des Vertrauensaufbaus. Unsere Kunden treffen langfristige Entscheidungen in einer Welt voller Unsicherheit. Da muss Marketing Klarheit schaffen, nicht zusätzliches Rauschen. Bei M&G Investment bedeutet das, unsere Geschichte mit Substanz zu erzählen: wer wir sind, wie wir denken und warum wir investieren, wie wir investieren – statt lediglich Produkte aufzulisten. Kunden sind heute mit Inhalten überflutet, deshalb sind Relevanz und Nutzen deutlich wichtiger als schiere Menge.

 

Gleichzeitig spielt Marketing auch intern eine zentrale Rolle. Es verbindet Investmentkompetenz, Vertrieb und Kundenerlebnis und ist häufig der Ort, an dem Innovation und Kreativität ganz praktisch wirken: Komplexität vereinfachen, das Kundenerlebnis verbessern und Ideen verständlicher kommunizieren.

In diesem Sinne ist modernes Marketing keine Dekoration, sondern eine strategische Fähigkeit, die langfristiges Investmentdenken zugänglich, relevant und glaubwürdig macht.

Gab es in Ihrem eigenen Werdegang einen prägenden Moment, der Sie ins Marketing geführt hat – und nicht in eine andere Funktion innerhalb der Finanzbranche?

Brown: Ich bin nicht im Marketing gestartet. Ich habe bei M&G Investment über das Graduate-Programm begonnen und verschiedene Bereiche des Unternehmens durchlaufen, bevor ich mehrere Jahre im Strategiebereich gearbeitet habe. Das hat mir ein tiefes Verständnis dafür gegeben, wie ein Asset Manager tatsächlich funktioniert und was den kommerziellen Erfolg treibt, wo Komplexität entsteht und wie Entscheidungen wirklich getroffen werden.

Laura Brown "Ich habe bei M&G Investment das Graduate-Programm durchlaufen und dann mehrere Jahre im Strategiebereich gearbeitet." Marketingvorstand M&G Investment

Als dieses Kapitel endete, kehrte ich in den Strategiebereich bei M&G Investment zurück. Als sich Anfang 2023 die Möglichkeit ergab, ins Marketing zu wechseln, fühlte sich das wie ein sehr natürlicher nächster Schritt an. Ich konnte strategisches Denken mit Kreativität verbinden und in einer Phase, in der das Unternehmen seine Identität neu schärfte, einen sehr direkten, greifbaren Beitrag leisten. In vielerlei Hinsicht laufen all diese Erfahrungen heute im Marketing zusammen.

Asset Management wird oft als ein „Produkt, das man nicht anfassen kann“ beschrieben. Was hat Sie gerade an der Vermarktung eines so immateriellen Geschäfts gereizt?

Brown: Gerade diese Unfassbarkeit ist der Reiz. Marketing für aktives Asset Management ist zweifellos herausfordernd. Schließlich verkauft man kein physisches Produkt, sondern Urteilsvermögen, Menschen und langfristiges Denken. Das schafft einen starken Anreiz, Abstraktes zu vermenschlichen und Investmentideen so zu kommunizieren, dass sie glaubwürdig und zugleich ansprechend wirken. Und es eröffnet die Möglichkeit, sich zu differenzieren. Mich hat die Überzeugung gereizt, dass wir uns über Marke, Thought Leadership, Events und Kundenerlebnisse bewusst anders positionieren können als viele Wettbewerber – und damit etwas Eigenständiges im Markt schaffen.

Sie gelten als klare Befürworterin eines markengetriebenen Ansatzes. Warum sollte aus Ihrer Sicht die Marke vor Produkten oder Kampagnen stehen?

Brown:  Ich würde es nicht als „Marke vor Produkten“ beschreiben, sondern als Marke neben Produkten. Im Asset Management muss man beides leisten: langfristig aufbauen und gleichzeitig kurzfristige kommerzielle Prioritäten unterstützen. Was wir jedoch wissen: Starke Marken machen Produktmarketing wirksamer. Zahlreiche Studien, unter anderem vom LinkedIn B2B Institute, zeigen, dass rund 95 Prozent der B2B-Käufer zu einem gegebenen Zeitpunkt nicht aktiv im Markt sind.

Wir sind in einer stark performancegetriebenen Branche unterwegs. Wie überzeugen Sie Führungskräfte und Investmentteams davon, dass langfristiger Markenaufbau ein strategischer Vermögenswert ist und keine „weiche“ Disziplin?

Brown: Bei M&G Investment haben wir das Glück, dass das Top-Management den Wert der Marke bereits versteht. Vor sieben oder acht Jahren verfügte das Unternehmen über eine sehr starke Marke – und deren Nutzen zeigte sich deutlich in Wachstum und Widerstandsfähigkeit über verschiedene Marktzyklen hinweg. In den vergangenen Jahren haben wir intensiv daran gearbeitet, diese Position wieder aufzubauen und zu stärken.

Ist markenorientiertes Denken intern, als Führungs- und Kulturinstrument, wichtiger oder extern als Differenzierungsmerkmal für Kunden?

Brown: Am wirkungsvollsten ist Markenarbeit dann, wenn sie das Innere und das Äußere miteinander verbindet – wenn das, was wir Kunden sagen, wirklich widerspiegelt, wie das Unternehmen arbeitet. Diese Konsistenz schafft Glaubwürdigkeit, intern wie extern.

Die Werbebotschaft verweist auf langjährige Erfahrung und soll Vertrauen aufbauen. | Bildquelle: M&G Investment

Was ist der eigentliche Kern von Marketing im Asset Management, wenn es kein physisches Produkt gibt? Vertrauen, Bildung, Perspektive oder etwas anderes?

Brown: Es ist all das – aber nur, wenn alles im Vertrauen verankert ist. Ohne physisches Produkt besteht der eigentliche Kern von Marketing im Asset Management darin, Vertrauen in Menschen, Prozesse und Urteilsvermögen aufzubauen. Bildung und Perspektive helfen dabei, müssen aber durch Konsistenz, Transparenz und die Bereitschaft ergänzt werden, Entscheidungen auch über längere Zeiträume zu erklären – nicht nur dann, wenn die Performance gut ist. Am Ende hilft das beste Marketing Kunden zu verstehen, wie man denkt – nicht nur, was man anbietet. Dieses Verständnis ist die Grundlage langfristigen Vertrauens.

Wie hat sich die Rolle des Marketings im Asset Management in den vergangenen zehn Jahren verändert? Von reiner Kommunikation hin zu Interpretation und Übersetzung von Expertise.

Brown: Diese Entwicklung ist sehr deutlich. Marketing im Asset Management geht heute weit über reine Kommunikation hinaus und dreht sich zunehmend um Interpretation, Übersetzung und messbare Wirkung. Mit wachsender Komplexität der Branche besteht die Aufgabe nicht mehr darin, Informationen einfach weiterzugeben, sondern Kunden dabei zu helfen, diese Informationen einzuordnen und für Entscheidungen nutzbar zu machen.

Das erfordert Innovation im Umgang mit Daten, im Design von Erlebnissen und in der Vermittlung von Expertise – nicht Kreativität um ihrer selbst willen, sondern Kreativität mit klarer Wirkung. Marketing ist damit zu einer Brücke zwischen Spezialisten und Kunden geworden, die Mehrwert schafft, indem tiefes Investmentwissen zugänglich bleibt, ohne an Substanz zu verlieren.

Stefan Isaacs, Leiter festverzinsliche Wertpapiere von M&G, spricht auf dem Bond Vigilantes Forum über Thought Leadership. | Bildquelle: M&G Investment

M&G Investment produziert mit „Bond Vigilantes“ ein Thought-Leadership-Format, das stark in Ihrer Fixed-Income-Historie verwurzelt ist. Welche Rolle spielt intellektuelle Autorität in Ihrer Marketingstrategie?

Brown: Thought Leadership erfüllt für uns eine sehr spezifische Funktion. Es geht nicht um Reichweite oder Masse, sondern darum zu zeigen, wie wir denken. Gute Thought Leadership baut aus Marketingsicht über Zeit Glaubwürdigkeit auf. Sie stärkt unsere Identität, unterstützt das Vertrauen in unsere Investmentteams und schafft eine tiefere Verbindung als rein produktorientierte Kommunikation. Wenn sie gut gemacht ist, zeigt sie nicht nur, was wir anbieten, sondern welche Qualität an Urteilsvermögen dahintersteht.

 

Mit „Ampersand“ hat M&G Investment ein vielfach ausgezeichnetes Magazin geschaffen, das eher an hochwertigen Journalismus als an klassisches Marketing erinnert. Wie schützen Sie solche Formate vor kurzfristigem kommerziellem Druck?

Brown: Der Schlüssel liegt darin, von Beginn an klarzustellen, dass Formate wie „Ampersand“ unsere Markenziele unterstützen. Natürlich analysieren wir jede Ausgabe, aber Erfolg messen wir an langfristigen Marken-KPIs. „Ampersand“ war von Anfang an als eine Form von „Slow Journalism“ konzipiert – mit dem Anspruch, Lesern Zeit und Raum zu geben, sich mit Ideen auseinanderzusetzen, ähnlich wie bei anderer hochwertiger Lektüre.

Müssen Asset Manager zunehmend wie Medienhäuser denken und handeln, um relevant zu bleiben?

Brown: Asset Manager, oder zumindest ihre Marketingteams, müssen keine Medienhäuser werden, aber sie müssen mehr wie solche denken. Kunden vergleichen unsere Inhalte mit den besten Analysen und Texten, die sie anderswo lesen, nicht nur mit denen von Wettbewerbern. Um relevant zu bleiben, muss Marketing interessanter und eigenständiger werden. Es geht nicht um Quantität, sondern darum, Aufmerksamkeit mit Inhalten zu verdienen, die wirklich relevant sind.

Ihr Team wurde kürzlich für einen Innovationspreis nominiert. Was bedeutet „Innovation“ im Marketing eines Asset Managers für Sie – jenseits neuer Kanäle oder Formate?

Brown: Innovation bedeutet für mich nicht nur neue Technologien oder Kanäle, sondern etwas wirklich anders zu machen. Wir haben eine Kampagne mit dem Titel Not Another Boring Asset Management Video umgesetzt, die bewusst mit den Klischees unserer Branche gespielt hat. Ziel war es, nicht noch mehr Beliebigkeit zu erzeugen, sondern etwas zu schaffen, das auffällt – auch wenn das kreative Risiken bedeutet. Natürlich gehört dazu auch der Einsatz von KI, um unsere Arbeitsweise zu verändern. Aber Kreativität und Originalität bleiben für mich die entscheidenden Differenzierungsfaktoren.

Wie messen Sie persönlich, ob Innovation tatsächlich Wirkung entfaltet – auf Reputation, Kundenbeziehungen oder Unternehmenskultur?

Brown: Extern zeigt sich Wirkung daran, ob sich Wahrnehmung und Erinnerungswert verändern – messbar über Markenkennzahlen, Qualität der Interaktion und Art der Kundengespräche. Bei Kunden geht es weniger um Reichweite als um Tiefe: Verbringen sie Zeit mit den Inhalten? Beziehen sie sich in Meetings darauf? Dienen sie als Gesprächsanlass? Intern ist Innovation relevant, wenn sie Anspruch und Selbstvertrauen hebt – wenn Teams ermutigt werden, anders zu denken und wohlüberlegte Risiken einzugehen.

Die verschiedene Magazine der M&G Investment-Reihe Ampersand sind als „Slow Journalism“ konzipiert.| Bildquelle: M&G Investment

Gibt es ein Projekt bei M&G Investment, das Ihren Glauben an den langfristigen Wert starker Marken besonders gut widerspiegelt?

Brown: Ich würde hier unseren Marken-Relaunch Intelligence Connected nennen, den wir Anfang 2024 umgesetzt haben. Er hat neu formuliert, wie unsere Mitarbeitenden die Marke verstehen und wie wir Verbindungen im Unternehmen und zu unseren Kunden schaffen. Diese Klarheit hat dann konkrete Initiativen ermöglicht – etwa Ampersand, unsere Not Another Boring Asset Manager-Kampagnen oder den 1931 Padel Club. Sie zeigen, wie eine starke Markenplattform zu nachhaltigem Engagement führt und nicht nur zu kurzfristigen Aktionen.

M&G Investment engagiert sich stark in community- und kulturgetriebenen Initiativen – etwa mit dem Padel Club. Was war die strategische Idee dahinter?

Brown: Der Ansatz war sehr bewusst. Der 1931 Padel Club ist kein einzelner Ort, sondern eine Reihe von Partnerschaften mit Padel-Clubs, die in Großbritannien gestartet sind und inzwischen auch in Deutschland und Frankreich bestehen. Wir nutzen sie für Kundenkontakte und Community-Aktivitäten über das ganze Jahr hinweg. So wird die Marke auf eine menschliche, soziale und gemeinschaftliche Weise erlebbar – nicht transaktional.

Wir haben außerdem ein Maskottchen eingeführt, den Padel Man, was man im Asset Management nicht unbedingt erwartet. Studien zeigen jedoch, dass Maskottchen einen überproportionalen Effekt auf Erinnerungswert und Engagement haben können. Für uns ist das ein weiterer Weg, Grenzen zu verschieben und dennoch unserer Identität treu zu bleiben.

Sehen Sie solche Initiativen eher als Kundenbindung, Employer Branding oder Ausdruck einer übergeordneten Unternehmensidentität?

Brown: Ich sehe sie als Ausdruck einer übergeordneten Identität – mit starkem Effekt auf die Kundenbindung. Padel wächst sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland sehr dynamisch. Das macht es zu einer attraktiven Plattform, um Beziehungen in einem sozialen Umfeld aufzubauen und nachhaltige Erlebnisse zu schaffen. Intern bringt es zudem viel Energie – nicht zuletzt, weil wir einige sehr begeisterte Padel-Spieler im Vertrieb haben.

In vielen Traineeprogrammen der Finanzbranche ist das Geschlechterverhältnis ausgewogen. Später wechseln Männer jedoch häufiger ins Portfoliomanagement, Frauen eher ins Marketing. Woran liegt das?

Brown: Das ist ein Thema, über das viel gesprochen wird. In vielen Unternehmen bestehen weiterhin kulturelle und strukturelle Hürden sowie bestimmte Rollenvorstellungen, obwohl der Einstieg oft ausgewogen ist. Ich glaube, der Schlüssel liegt in klaren Entwicklungspfaden, unterstützenden Kulturen und sichtbaren Vorbildern in allen Funktionen. So können Menschen den Weg einschlagen, der wirklich zu ihnen passt – so wie ich es bei M&G Investment erlebt habe.

Haben Sie persönlich Unterschiede in der Wahrnehmung von Einfluss oder Autorität zwischen Investment- und Marketingrollen erlebt?

Brown: Diese Wahrnehmung existiert in manchen Organisationen. Das heißt jedoch nicht, dass Marketing weniger strategisch ist. Die Wirkung ist eine andere und entfaltet sich über andere Zeiträume. Ich glaube aber, dass Marketing zunehmend als zentral für Wachstum, Reputation und Vertrauen verstanden wird.

Welchen Rat würden Sie jungen Frauen geben, die eine Karriere im Asset Management erwägen und unsicher sind, ob Marketing langfristig genauso einflussreich ist wie Investmentrollen?

Brown: Man sollte sich nicht gezwungen fühlen, früh einen festen Weg festzulegen. Meine eigene Karriere hat mich durch verschiedene Bereiche geführt, und genau diese Breite war ein Vorteil. Entscheidend ist, den Weg zu wählen, der zu den eigenen Stärken und Interessen passt. Langfristiger Einfluss entsteht durch Glaubwürdigkeit und Exzellenz – unabhängig von der Funktion.

Brown sieht Technologie und Markenbildung in ihrer Zukunftsvision Asset Management. | Bildquelle: M&G Investment

Was wird aus Ihrer Sicht in fünf Jahren wirklich moderne Asset Manager im Marketing unterscheiden?

Brown: Die wirklich modernen Asset Manager werden nicht versuchen, alles zu sagen. Weniger ist mehr. Sie werden klar sein in dem, wofür sie stehen und wo sie echten Mehrwert liefern. Sie investieren in Marke, setzen Technologie intelligent ein und respektieren die Zeit ihrer Kunden. Vor allem aber werden sie den Mut haben, eigenständig zu sein, in einer Branche, die noch immer stark zur Gleichförmigkeit neigt. Aufmerksamkeit wird in fünf Jahren noch knapper sein. Die Unternehmen, die sie verdienen, werden die Gewinner sein.

Abschließend eine persönliche Frage: Was motiviert Sie heute am meisten und was soll sich bei M&G Investment bis zum Ende dieses Jahrzehnts verändert haben?

Brown: Mich motiviert die Möglichkeit, etwas mit nachhaltigem Wert aufzubauen. Marketing bewegt sich an einer spannenden Schnittstelle zwischen Kreativität, Strategie und Menschen – das begeistert mich.

Bis zum Ende des Jahrzehnts wünsche ich mir, dass wir bei M&G Investment eine Marke geschaffen haben, auf die Mitarbeitende stolz sind und zu der sich Kunden wirklich verbunden fühlen. Wenn wir als relevant, selbstbewusst und eigenständig wahrgenommen werden – und Marketing als verlässlicher strategischer Partner gilt –, dann wäre das großartig.

private banking magazin: You are Chief Marketing Officer and Head of Client Experience at M&G Investment. How do you personally define the role of marketing in an asset-management firm today?

Laura Brown: I see marketing in asset management first and foremost as a trust-building discipline. Our clients make long-term decisions in a world of uncertainty, so marketing has to create clarity, not noise.

At M&G Investment, that means telling our story with substance: explaining who we are, how we think, and why we invest the way we do, rather than simply listing products. Clients are overwhelmed with content, so relevance and usefulness matter far more than volume.

Marketing also plays a critical internal role. It connects investment expertise, distribution and client experience, and it is often where innovation and creativity are applied most practically – finding better ways to simplify complexity, improve client experience and communicate ideas more effectively.

In that sense, modern marketing is not decoration; it is a strategic capability that helps make long-term investment thinking accessible, relevant and credible.

Was there a defining moment in your career that led you into marketing rather than another function within financial services?

Brown: I didn’t start out in marketing. I joined M&G Investment on the graduate scheme and spent time across different parts of the business, before working in strategy for several years. That gave me a deep understanding of how an asset manager really works – what drives commercial success, where complexity creeps in, and how decisions are actually made.

 When that chapter ended, I returned to M&G Investment in strategy. So when the opportunity to step into marketing arose in early 2023, it felt like a natural progression. It allowed me to combine strategic thinking with creativity, and to have a more direct, tangible impact at a time when the business was focused on rebuilding and sharpening its identity.

In many ways, marketing is where all of those experiences now come together.

Asset management is often described as a “product you cannot touch.” What initially attracted you to marketing in such an intangible industry?

Brown: The intangibility is exactly the attraction. Marketing active asset management is a real challenge – you’re not selling a product you can touch, but judgement, people and long-term thinking.

That creates a strong incentive to humanise what can feel abstract and to communicate investment ideas in a way that feels credible and engaging. It also creates an opportunity to stand out.

I was drawn by the belief that we could do things differently from many peers – through our brand, thought leadership, events and client experiences – and create something more distinctive in the market.

You are a strong advocate of a brand-first approach. Why do you believe brand should come before products or campaigns in asset management?

Brown: I wouldn’t describe it as brand before products, but rather brand alongside products. In asset management you have to do both: build for the long term while also supporting near-term commercial priorities.

In a performance-driven industry, how do you convince senior leadership and investment teams that long-term brand building is a strategic asset rather than a soft discipline?

Brown: At M&G Investment, we’re fortunate that senior leadership already understands the value of brand. Seven or eight years ago the business had a very strong brand, and the benefits were evident in both growth and resilience through market cycles.

Would you say brand-first thinking is more important internally – as a leadership and cultural tool – or externally, as a differentiator for clients?

Brown: Brand thinking works best when it connects the internal and the external – when what we say to clients genuinely reflects how the business operates. That consistency is what builds credibility, both inside the firm and in the market.

Without a physical product, what is the true substance of marketing for an asset manager: trust, education, perspective, or something else?

Brown: It’s all of those things – but they only work if they are anchored in trust.

Without a physical product, the true substance of asset management marketing is confidence in people, process and judgement. Education and perspective help create that, but they also need to be reinforced by consistency, transparency and a willingness to explain decisions over time, not just when performance is strong.

Ultimately, the best marketing helps clients understand how you think, not just what you offer. That understanding is what builds long-term trust.

How has the role of marketing in asset management evolved over the past decade – from communication to interpretation and translation of expertise?

Brown: Marketing in asset management has moved well beyond communication and is now increasingly about interpretation, translation and measurable impact.

M&G produces thought-leadership formats such as Bond Vigilantes in the UK, deeply rooted in your fixed-income heritage. What role does intellectual authority play in your marketing strategy?

Brown: Thought leadership plays a very specific role for us. It is not about volume or visibility, but about demonstrating how we think.

From a marketing perspective, good thought leadership builds credibility over time. It reinforces our identity, supports trust in our investment teams and creates a deeper connection than product-led communication alone. When done well, it shows clients not just what we offer, but the quality of judgement behind it.

With Ampersand, M&G Investment has created a multi-award-winning magazine that feels closer to quality journalism than traditional marketing. How do you protect such formats from short-term commercial pressure?

Brown: The key is being very clear from the outset that formats like Ampersand support our brand objectives, not short-term campaigns. While we obviously review the performance of each edition, success is measured against long-term brand KPIs.

From the beginning, Ampersand was designed as a form of slow journalism, giving clients the time and space to engage with ideas in the same way they would with other quality writing.

Do you believe asset managers increasingly need to think and act like media companies to remain relevant?

Brown: Asset managers – or at least their marketing teams – do not need to become media companies, but they do need to think more like them. Clients compare our content with the best writing and analysis they read elsewhere, not just with industry peers.

To remain relevant, marketing has to be more interesting and distinctive. The objective is not volume, but earning attention with insight that is genuinely worth engaging with.

Your team was recently nominated for an Innovation Award. What does “innovation” in asset-management marketing actually mean to you beyond new channels or formats?

Brown: Innovation is not just about new technology or channels – it’s about doing something genuinely different.

We ran a campaign called Not Another Boring Asset Management Video, which deliberately played on industry clichés. The aim was to avoid adding to the noise and instead create something that stood out, even if that meant taking creative risk.

Of course, innovation also includes how marketing can use tools like AI to transform the way we work, but creativity and originality remain the most powerful differentiators.

How do you personally measure whether innovation has real impact – on reputation, client relationships or internal culture?

Brown: Externally, it’s about whether our work changes how we are perceived and remembered. That shows up in brand metrics, engagement quality and the nature of client conversations.

Is there a particular project at M&G Investment that best represents your belief that strong brands create long-term value?

Brown: I would point to our Intelligence Connected brand relaunch in early 2024. It rearticulated how our people think about the brand and the connections we build across the business and with clients.

That clarity led to initiatives such as Ampersand, our Not Another Boring Asset Manager campaigns and the 1931 Padel Club – all examples of how a strong brand platform can translate into meaningful, long-term engagement rather than one-off activity.

M&G Investment has even founded its own Padel Club in London – highly unusual for an asset manager. What was the strategic thinking behind this move?

Brown: The thinking was very deliberate. The 1931 Padel Club is not a single venue, but a series of partnerships with padel clubs, which started in the UK and has since expanded to Germany and France.

It allows us to bring the brand to life in a way that feels human, social and community-driven rather than transactional.

We also introduced a mascot, Padel Man. While unconventional for asset management, evidence shows mascots can have an outsized impact on memorability and engagement. It’s another way of pushing boundaries while remaining true to who we are.

Do you see such initiatives more as client engagement, employer branding or expressions of a broader corporate identity?

Brown: I see them primarily as expressions of a broader corporate identity, while also delivering strong client engagement.

Padel is growing rapidly in the UK and Germany, making it an exciting platform to build relationships in a more social setting and create memorable experiences. Internally, it also generates real energy – helped by the fact that we have some very enthusiastic padel players in our sales teams.

Why do you think many women gravitate towards marketing roles while men more often move into portfolio management later in their careers?

Brown: It’s an issue the industry discusses a lot. Cultural norms, structural barriers and perceptions still play a role, even when graduate intake is balanced.

The solution lies in clearer career paths, supportive cultures and visible role models across all functions, so people feel empowered to pursue the roles they truly want. That has certainly been my experience at M&G Investment.

Have you personally experienced differences in how strategic influence is perceived between investment and marketing roles?

Brown:
That perception does exist in some organisations. But marketing is not less strategic – its impact is simply different and measured over longer time horizons. Increasingly, it is understood as central to growth, reputation and client trust.

What advice would you give to young women considering a career in asset management who may be unsure whether marketing offers long-term influence?

Brown: Don’t feel you have to choose a single, fixed path early on. My own career has spanned multiple functions, and that breadth has been a real advantage.

Choose the path that aligns with your strengths and interests. Long-term influence follows credibility and excellence, whatever the role.

Looking ahead five years, what will distinguish truly modern asset managers in the way they market themselves?

Brown: The most modern asset managers will be comfortable not trying to say everything. Less is more.

They will be clear about who they are, what they stand for and where they genuinely add value. They will invest in brand, use technology intelligently and create marketing that respects clients’ time. Most importantly, they will have the confidence to be distinctive in an industry that still defaults to sameness.

Attention will be even scarcer in five years. The firms that earn it will be the ones that win.

Finally, what still motivates you most in your role – and what do you hope will have changed at M&G Investment by the end of this decade?

Brown: What motivates me most is the opportunity to build something with lasting value. Marketing sits at a fascinating intersection of creativity, strategy and people, which I really enjoy.

By the end of the decade, I hope we will have built a brand at M&G Investment that people feel proud of internally and genuinely connected to externally. If we are known for being relevant, confident and distinctive – and if marketing is seen as a trusted strategic partner to the business – that would be fantastic.

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