Multi Asset und Fixed Income am beliebtesten Drei von vier Liquid-Alternative-Fonds seit Jahresbeginn im Plus

Michael Busack ist Gründer und Chef des Hamburger Finanz-Analysehauses Absolut Research. | © Absolut Research

Michael Busack ist Gründer und Chef des Hamburger Finanz-Analysehauses Absolut Research. Foto: Absolut Research

In den ersten neun Monaten dieses Jahres entwickelte sich das Segment liquider alternativer Ucits-Fonds dynamisch. Nachdem bereits in den ersten sechs Monaten das Vorjahreswachstum übertroffen wurde, flossen dem Fondssegment nach Abzug von Performance-Effekten auch im dritten Quartal mehr als 12 Milliarden Euro zu (vgl. Abb. 1). Im September kam es allerdings zu leichten Mittelabflüssen.

Geschätzte Mittelzuflüsse 2017 in Millionen Euro

Absolut|alternative, Absolut Research GmbH

Insgesamt stieg das verwaltete Vermögen der Fonds seit Januar um 37 Milliarden Euro auf 386 Milliarden Euro an. Trotz der positiven Entwicklung der Fondsvolumina kam es zu einem Rückgang der am Markt befindlichen Produkte .Aktuell analysiert Absolut Research monatlich mehr als 1.120 Fonds (vgl. Abb. 2). Per Ende September wurden 86 im Jahr 2017 neu aufgelegte Fonds registriert, während 103 Fonds vom Markt verschwanden. Von den am Markt befindlichen Fonds waren allerdings nur circa 700 Fonds auch für den Vertrieb in Deutschland zugelassen. Diese Fonds verwalten aktuell rund 275 Milliarden Euro und verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 26 Milliarden Euro.

Volumen und Fondsanzahl liquider alternativer Ucits-Fonds

Absolut Research GmbH

Besonders nachgefragt waren in diesem Jahr alternative Multi-Asset- (+16 Milliarden Euro) und Fixed-Income-Strategien (+14 Milliarden Euro), mit denen Investoren unterschiedliche Renditequellen erschließen beziehungsweise ihre Portfolios angesichts weiterhin erwarteter Zinsanstiege robuster aufstellen können. Obwohl Equity-Long/Short-Strategien im laufenden Jahr die stärkste Performance zeigten, waren Investoren dem Segment gegenüber etwas verhaltener. Angesichts der lang anhaltenden Hausse liegt der Grund hierfür möglicherweise in einer steigenden Skepsis hinsichtlich der künftigen Performance.