Multi Asset Lösungen für die neue Anlagewelt

Mischfonds bleiben die Anlegerlieblinge. In den ersten fünf Monaten des Jahres zogen sie laut Statistik des deutschen Fondsverbands BVI im Publikumsfondsbereich mehr als 20 Milliarden Euro an. Das ist deutlich mehr als netto in Aktien- und Rentenfonds zusammen geflossen sind. Anleger überlassen die taktische Allokation von Anlageklassen lieber Experten. Die Fondskategorie der Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds ist in den vergangenen Jahren daher stark gewachsen. Sie hat aber nicht nur an Größe zugenommen, sondern auch an Vielfalt.

Familiär: Für jeden das passende Produkt

Ein eher klassischer Ansatz von Fondsgesellschaften ist das Angebot einer Multi-Asset-Fondsfamilie mit Produkten mit unterschiedlichen Risikoprofilen – nach dem Motto: für jeden Anleger den passenden Fonds. Sie besteht typischerweise aus einem defensiven Portfolio mit Anleihefokus, einem ausgewogenen Portfolio und einem dynamischen oder Wachstums-Portfolio mit höherem Aktienanteil.

Auch UBS Global Asset Management bietet eine solche Familie an, allerdings hat diese mehr als drei Mitglieder. In Deutschland zugelassenen sind mittlerweile acht Produkte der UBS Strategy Funds, die zum Teil zu den Aktien und Anleihen auch Hedgefonds-Strategien beimischen. Von ihrer strategischen Asset Allocation können sie taktisch in gewissen Bandbreiten abweichen und so auf das Marktgeschehen reagieren.

Ungebunden: Freiheiten flexibel nutzen

Ein anderer Trend innerhalb der Multi-Asset-Strategien sind so genannte Unconstrained-Ansätze, bei denen die Manager zwanglos und unbeschränkt die Anlagemöglichkeiten der globalen Märkte nutzen können. Eine Benchmark oder auch eine langfristige strategische Asset Allocation spielt hier keine Rolle. Vielmehr gilt es, bestimmte absolute Anlageziele zu erfüllen.

Diese Strategien sollen Lösungen für die veränderten Bedingungen an den Märkten bieten. Einfache Zusammenhänge, wie „Wenn Aktien fallen, steigen Anleihen“, gelten nicht mehr. Gerade in turbulenten Zeiten nehmen die Korrelationen der Anlageklassen zu. Eine weitere Veränderung in den Märkten ist die Rolle von Anleihen. Sie sind nicht mehr die verlässlichen, nahezu risikolosen Ertragslieferanten. Ihre Renditen liegen auf historischen Tiefständen. Selbst deutsche Staatsanleihen bergen heute hohe Kursrisiken, wie Anleger im Frühjahr eindrucksvoll zu spüren bekamen.

Persönlich: Manager wichtiger als Markt

Unconstrained-Strategien, wie die Dynamic Alpha Strategie von UBS Global Asset Management, können auf alle Marktgegebenheiten reagieren. Sie können nicht nur in eine Richtung investieren, sondern dürfen Long- und Short-Positionen aufbauen und können im Bedarfsfall auch hohe Cash-Positionen halten. So können sie auch bei fallenden Aktienmärkten oder bei niedrigen oder steigenden Zinsen Erträge erwirtschaften. Zum Beispiel können marktneutrale Anlagen fehlende Erträge auf der Rentenseite ersetzen.

Da der Anlageerfolg weniger von den Marktentwicklungen abhängig ist, rückt der Fondsmanager stärker in den Vordergrund. Entscheidend ist nicht nur sein breiter Anlagespielraum und seine Flexibilität, sondern auch sein Können. Nicht der Markt, sondern der Manager ist Quelle für Risiko und Chance. Eine langjährige Erfahrung und ein überzeugender Track Record des Managers beziehungsweise des Teams sollten also durchaus bei der Fondsauswahl eine Rolle spielen.