Von ChatGPT-Entwickler Morgan Stanley integriert Chatbots im Private Wealth Management

Der Hauptsitz von Morgan Stanley in New York

Der Hauptsitz von Morgan Stanley in New York: Die US-Bank setzt künftig Chatbots im Private Wealth Management ein. Foto: Imago Images/Levine-Roberts

Morgan Stanley will in der Betreuung vermögender Kunden künftig einen Chatbot einsetzen. Wie die US-Großbank mitteilt, wurde der generative Bot mit künstlicher Intelligenz zusammen mit OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT, aufgesetzt. Nach mehrmonatigen Tests mit rund 1.000 Beratern will die Bank noch in diesem Monat mit dem Angebot starten.

Das soll der Chatbot in der Kundenberatung leisten

Mit der Erlaubnis des Kunden soll der Chatbot Zusammenfassungen von Beratungsgesprächen erstellen, eine Folge-E-Mail mit Vorschlägen für die nächsten Schritte senden, die Kundendatenbank der Bank aktualisieren, Folgetermine vereinbaren und lernen, wie man Beratern bei der Verwaltung komplexer Vermögen in Bereichen wie Steuern, Altersvorsorge und Erbschaften helfen kann.

Die Morgan-Stanley-Berater wiederum sollen den virtuellen Assistenten nutzen können, um schneller an relevante Informationen und Dokumente zu gelangen – der Chatbot bietet also eine intelligente Suchfunktion. Die Anlageberatung bleibt indes in den Händen menschlicher Berater, betont Sal Cucchiara, Leiter Informationstechnik im Wealth und Investment Management bei Morgan Stanley, der zu den Initiatoren für den Vorstoß der Bank in KI-Technologien gehörte.

 

Morgan Stanley unterzeichnete bereits im Sommer 2022 eine Vereinbarung mit dem Unternehmen OpenAI über einen bevorzugten Zugang zur Produktentwicklung für die Vermögensverwaltung – mehrere Monate vor der Veröffentlichung von ChatGPT. „Es war schnell klar, dass wir mit ihnen zusammenarbeiten mussten, denn sie waren allen anderen weit voraus“, so Cucchiara.

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