Steuerforderungen aus Cum-Ex-Geschäften M.M. Warburg & CO verklagt Deutsche Bank und Hanno Berger

Strafjustizgebäude des Landgericht Hamburg am Sievekingplatz 3

Strafjustizgebäude des Landgericht Hamburg am Sievekingplatz 3: Hier hat M.M. Warburg & CO offenbar Klage auf Schadenersatz von Steuerforderungen aus Cum-ex-Geschäften eingereicht gegen die Deutsche Bank, Icap und zwei deutsche Anwälte. Foto: imago images / xim.gs

M.M. Warburg & CO hat Klage eingereicht gegen die Deutsche Bank, Icap und zwei deutsche Anwälte. Dabei gehe es um Kosten für Cum-Ex-Steuerbescheide, wie die „Börsen-Zeitung“ mit Verweis auf „Bloomberg“ berichtet. Die Klage sei beim Landgericht Hamburg eingegangen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Bei einem der beiden verklagten Anwälte soll es sich um Hanno Berger handeln. Der andere Jurist sei unter dem Pseudonym "Benjamin Frey" bekannt, da seine Identität nach deutschem Recht nicht veröffentlicht werden dürfe. Berger äußerte auf Anfrage Unwissenheit und Unverständnis über eine mögliche Klage der Warburg-Bank gegen seine Person. Das Landgericht Hamburg wollte den Eingang der Klage nicht bestätigen. Das passiere erst, wenn den Beklagten die Klageschrift zugestellt worden sei, so ein Gerichtssprecher gegenüber der „Börsen-Zeitung“.

Warburg hatte vergangene Woche bekannt gegeben, Klage auf Schadensersatz gegen die Initiatoren, Abwickler und Profiteure der Geschäfte eingereicht zu haben, wegen der man eine weitere Zahlung von 111 Millionen Euro an den Fiskus geleistet habe. Die Bank nannte aber keine Namen und auch keine Klagesumme. Mit Zahlungen von insgesamt 155 Millionen Euro habe Warburg die vom Finanzamt festgesetzten Steuern der Jahre 2007 bis 2011 vollständig beglichen