Mit rund 25 Prozent Deutsche Bank beteiligt sich an Finanzplaner-Fintech

Die Brüder Benjamin (l.) und Alexander Michel: Die Dwins-Gründer überzeugten die Deutsche Bank bereits Ende 2016 mit ihrer Finanzplaner-App. Nun hat die Großbank in ihr Fintech investiert. | © Dwins

Die Brüder Benjamin (l.) und Alexander Michel: Die Dwins-Gründer überzeugten die Deutsche Bank bereits Ende 2016 mit ihrer Finanzplaner-App. Nun hat die Großbank in ihr Fintech investiert. Foto: Dwins

Für etwas weniger als eine Million Euro beteiligt sich die Deutsche Bank mit rund 25 Prozent am Fintech Dwins, wie das „Handelsblatt“ (bezahlpflichtig) berichtet. Es ist den Angaben zufolge das erste Investment des neuen Wagniskapitalfonds der Privatkundensparte und sei damit für die Großbank ein neuer strategischer Schritt.

Dwins hat mit der App Finanzguru einen digitalen Finanzplaner entwickelt, mit dem Kunden sämtliche Verträge verwalten und bei Bedarf kündigen, ändern oder verlängern können sollen. Ab Dezember dieses Jahres sollen Deutsche-Bank-Kunden auf die App zugreifen können.

Das Gründer-Brüderpaar Alexander und Benjamin Michel machte erstmals im Oktober 2016 auf sich und seine Anwendung aufmerksam: Mit ihrem digitalen Finanzassistenten gewannen sie laut Bericht den Softwareentwickler-Wettbewerb der Deutschen Bank.

Nach Marktreife des Produkts ging die Deutsche Bank eine Kooperation mit dem Fintech ein. Laut Bericht verfüge das Institut zwar über mehrere solcher Übereinkünfte mit Finanz-Start-ups, jedoch gab es bisher noch keine Beteiligung.

Neben Dwins will sich die Deutsche Bank bei weiteren Fintech-Kooperationen über ihren neuen Digi-Venture-Fonds auch selbst beteiligen: „Wir haben gesehen, dass der Wert vieler Fintechs durch eine Kooperation mit uns steigt“, zitiert das „Handelsblatt“ Markus Pertlwieser, Digitalstrategiechef der Privatkundensparte des Instituts. An dieser Wertschöpfung wolle die Bank teilhaben.

Den weiteren Angaben zufolge verfügt der Wagniskapitalfonds der Privatkundensparte aktuell über einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Über Beteiligungen an strategisch interessanten Fintechs wolle die Deutsche Bank mit Angeboten über das klassische Bankgeschäft hinaus Kunden binden. Mit dieser digitalen Strategie wappnet sich die Großbank laut Bericht gegen Internet-Konkurrenz von unter anderem Apple und Facebook, die ihren Nutzern vermehrt Finanzdienstleistungen anbieten.