Ökoworld-Gründer Alfred Platow „Mit Atomkraft und Gas verliert die EU-Taxonomie ihre Glaubwürdigkeit“

Ökoworld-Gründer Alfred Platow

Ökoworld-Gründer Alfred Platow: „Dieser EU-Brüssel-Taxonomie-Salat ist Wahnsinn.“ Foto: Ökoworld

Die EU-Kommission hat am 2. Februar Investitionen in neue Gas- und Atomkraftwerke trotz massiver Kritik unter bestimmten Auflagen als klimafreundlich eingestuft. Hintergrund ist die sogenannte Taxonomie der Europäischen Union (EU), die Investitionen in klimafreundliche Technologien fördern soll.

Alfred Platow, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Investmentgesellschaft Ökoworld, hat dazu folgendes Statement veröffentlicht:

„Wir gehören zu den geistigen Müttern und Vätern der Anti-Atomkraft-Bewegung. Ökoworld schließt seit über 30 Jahren Atomkraft aus allen Investitionen aus. Die Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 hat uns geprägt, verletzt, gewarnt und erschüttert. Aber auch gelehrt, das Teufelszeug zu hundert Prozent zu meiden. Und nun bleibt trotz deutlicher Kritik und aller Warnsignale aus der Vergangenheit die EU-Kommission dabei, dass Erdgas und Kernkraft in Europa in Zukunft als grüne Energie gelten. Verursacher dieser Einstufung von Gas- und Atomkraftprojekten als nachhaltig ist die sogenannte Taxonomie der EU. Diese soll Bürgerinnen und Bürger, Anlegerinnen und Anleger motivieren, in klimafreundliche Technologien zu investieren. Dieser EU-Brüssel-Taxonomie-Salat ist Wahnsinn! Das ist politisch gesteuertes Greenwashing. Denn mit Atomkraft und Gas verliert die Taxonomie nun gänzlich ihre Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft. Damit ist der Gedanke, Geld eine klimafreundliche Richtung zu geben, von der EU-Politik mutwillig kaputtgemacht worden und verkommt für ernsthaft motivierte Anlegerinnen und Anleger zur Lachnummer, über die man nur heulen und schreien kann.

Alfred Platow, Ökoworld