Stiftung Mercator Michael Schwarz verlässt die Geschäftsführung

Michael Schwarz war elf Jahre lang bei der Stiftung Mercator

Michael Schwarz war elf Jahre lang bei der Stiftung Mercator: Der Manager geht auf eigenen Wunsch Foto: Peter Gwiazda/Stiftung Mercator

Michael Schwarz wird nach elf Jahren auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung der Stiftung Mercator ausscheiden. Sein letzter Arbeitstag wird der 28. Februar 2022 sein. Danach wird er die Geschäftsführung der Baden-Badener Unternehmergespräche übernehmen. „Wir sind Michael Schwarz sehr dankbar für seine vielfältigen und klugen Impulse und seinen unermüdlichen Einsatz, die die Entwicklung der Stiftung über eine Dekade mitgeprägt haben“, sagt Johannes Meier, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator. Künftig werden Wolfgang Rohe als Vorsitzender und Markus Piduhn als Kaufmännischer Geschäftsführer eine zweiköpfige Geschäftsführung bilden.

Schwarz hat zunächst als Leiter des Kompetenzzentrums Internationale Verständigung und später als Geschäftsführer den Aufbau der internationalen Arbeit der Stiftung mitgeprägt. In seiner Verantwortung wurde unter anderem die Partnergesellschaften Mercator Institute for China Studies (MERICS) gegründet. Zudem wurden zahlreiche Projekte in den Bereichen Think Tank Förderung, Nachwuchsförderung, Austausch, Dialog und Begegnung wurden von ihm angestoßen. Vor seiner Zeit bei der Stiftung Mercator war Schwarz in verantwortungsvollen Positionen bei der Robert Bosch Stiftung und bei CNC Communications & Network Consulting.


Die Stiftung Mercator ist eine gemeinnützige, private deutsche Stiftung, die nach dem im 16. Jahrhundert lebenden flämischen Mathematiker, Kartographen und Theologen Gerhard Mercator benannt ist. Die Stiftung wurde 1996 von der Handelsfamilie Schmidt-Ruthenbeck aus Duisburg gegründet und hat ihren Hauptsitz in Essen. Weitere Standorte befinden sich in Berlin, Istanbul und Peking. Die Stiftung ist national und international tätig. Laut Jahresbericht 2019 verfügt die Stiftung über ein Kapital von 116,5 Millionen Euro und hat, Stand Dezember 2020, seit ihrer Gründung 1.804 Projekte gefördert. Dafür wurden insgesamt 798 Millionen Euro bewilligt.

Verfolgt werden dabei Ziele, die in einer auf fünf Jahre angelegten Strategie definiert werden. Für den Zeitrum bis Ende 2025 sind die Themenbereiche Digitalisierte Gesellschaft, Europa in der Welt, Klimaschutz sowie Teilhabe und Zusammenhalt im Blickpunkt. In allen Themen spielen Fragen der Transformation des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Zukunft der Demokratie und eines funktionierenden Multilateralismus eine wichtige Rolle.