Betriebliche Altersversorgung Metzler startet Pensionsfonds für Sozialpartnermodell

Martin Thiesen, Vorstand beim Metzler Sozialpartner Pensionsfonds

Martin Thiesen, Vorstand beim Metzler Sozialpartner Pensionsfonds: Der separate Pensionsfonds soll Unternehmen eine klare Trennung der Bestände ermöglichen. Foto: Metzler

Am 8. Februar 2021 wurde der Metzler Sozialpartner Pensionsfonds von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) zugelassen. Er ergänzt den bereits im August 2014  gegründeten Metzler Pensionsfonds. Beides sind überbetriebliche und nicht versicherungsförmige Pensionsfonds, auf die Unternehmen ihre Versorgungsordnungen auslagern können. Das neue Angebot ist speziell für das Sozialpartnermodell ausgelegt, das 2018 mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz eingeführt wurde.

„Ausschlaggebend für diese strategische Entscheidung war neben dem unterschiedlichen Risikomanagement in den beiden Vehikeln auch der Wunsch nach einer klaren Trennung der Bestände, falls Tarifpartner auch in Beteiligungsgremien in Zusammenhang mit der reinen Beitragszusage vertreten sind“, so Martin Thiesen, der zusammen mit Christian Remke und Steffen Beltz den Vorstand des Metzler Sozialpartner Pensionsfonds bildet. Mit dem Angebot eines zweiten Pensionsfonds soll  vermieden werden, dass Geschäftsinteressen vermischt werden, wie sie bei den Modellen „Ausfinanzierung von Leistungszusagen“ und „Kapitalanlage ohne Garantieversprechen des Arbeitgebers“ bestehen können. Zudem sei durch die Trennung die Zuordnung insbesondere der nicht kapitalanlageabhängigen Kosten eindeutig und für die Sozialpartner besser nachvollziehbar.

Bei dem Pensionsfonds fungiert Metzler Asset Management als Kapitalverwaltungsgesellschaft, die B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA als Verwahrstelle. Es soll eine digitale Plattform oder App angeboten werden, über die sich Unternehmen und Mitarbeiter informieren können und die einen sicheren Austausch von Daten ermöglicht.