Eckpunkte bereits geklärt Merkur Bank führt Übernahmegespräche mit Bank Schilling

Der Vorstand der Bank Schilling (v.l.n.r): Aloys Tilly, Matthias Busch, Thomas Ulsamer

Der Vorstand der Bank Schilling (v.l.n.r): Aloys Tilly, Matthias Busch, Thomas Ulsamer

Der Inhaber der Bank Schilling & Co hat den Vorstand beauftragt, Gespräche über eine Übernahme wesentlicher Teile des Bankgeschäftes durch die Münchner Merkur Bank aufzunehmen. Über Eckpunkte des Vorhabens haben beide Parteien bereits Einigung erzielt. Mit diesem strategischen Schritt möchte die Bank Schilling nach eigenem Bekunden die Weichen für eine Nachfolgeregelung stellen, bei der die Aufrechterhaltung der eigentümergeführten Tradition im Vordergrund steht. Ziel sei es, den Wachstumskurs fortzusetzen, den beide Bankhäuser seit Jahren erfolgreich eingeschlagen haben. Wie die Bank Schilling ist auch die Merkur Bank in zweiter Generation inhabergeführt und zeichnet sich ebenfalls durch eine unternehmerische Wertekultur aus.

Die Geschäftsbereiche und die regionale Präsenz der beiden Unternehmen ergänzen sich den Angaben zufolge ideal und überschneiden sich nahezu nicht. Von der geplanten Übernahme versprechen sich beide Seiten weitere Wachstumspotenziale: „Wir möchten Gemeinsamkeiten stärken und uns in strategisch wichtigen Geschäftsbereichen ergänzen“, sagt Matthias Busch, Mitglied des Vorstandes der Bank Schilling. „So werden wir die Marktpräsenz weiter ausbauen und damit auch die Arbeitsplätze sichern“.  

Die Bank Schilling ist eine in Familienbesitz befindliche Privatbank mit Sitz im unterfränkischen Hammelburg. Das Haus verfügt inklusive der Geschäftsstelle in Düsseldorf über 16 Filialen und vier Geschäftsstellen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie in Thüringen. Neben der Ausrichtung als Regionalbank in den Filialgebieten ist das Haus auch im Segment verzinsliche Wertpapiere im Euroraum aktiv.

Die Merkur Bank wird in zweiter Generation von  Marcus Lingel als persönlich haftendem Gesellschafter geleitet, beschäftigt rund 190 Mitarbeiter und wies im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Bilanzsumme von 1,35 Milliarden Euro aus. Das Unternehmen hat sich auf die Finanzierung mittelständischer Unternehmen spezialisiert und betreibt ein wachsendes Privatkundengeschäft in der Vermögensanlage.