Nur noch 4 aus Deutschland Diese 300 Pensionseinrichtungen verwalten das größte Vermögen

Nicolai Tangen, Chef des norwegischen Staatsfonds

Nicolai Tangen, Chef des norwegischen Staatsfonds. Der Fonds verwaltet 2,11 Billionen US-Dollar. Bildquelle: NBIM

Die 300 größten Pensionseinrichtungen der Welt verwalteten Ende 2025 zusammen 27,7 Billionen US-Dollar. Das geht aus dem Report „Global Top 300 Pension Funds“ hervor, den das Thinking Ahead Institute gemeinsam mit der US-Publikation Pensions & Investments erstellt.

Die Vermögen stiegen binnen eines Jahres um 13,4 Prozent – nach 7,9 Prozent im Jahr zuvor und laut Herausgeber der stärkste Jahreszuwachs seit 2017. Die Zahlen der nicht-amerikanischen Einrichtungen beziehen sich auf den 31. Dezember 2025, die der US-Fonds auf den 30. September 2025.

Für Deutschland fällt die Bilanz gegenläufig aus. Nur noch vier Einrichtungen stehen in der Liste, im Vorjahr waren es fünf.

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Herausgefallen ist die Badenwürttembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte (BWVA), die im Vorjahr Platz 283 belegte. Die Schwelle für den Einzug lag diesmal bei 23,1 Milliarden US-Dollar – so viel verwaltet die Pensionseinrichtung von Nestlé auf Platz 300.

Der zweitgrößte deutsche Vertreter ist die VBL mit 82,8 Milliarden US-Dollar auf Platz 73. Im Vorjahresreport standen 39,6 Milliarden US-Dollar und Platz 151 – der Sprung ist überwiegend ein Datenfehler. Auf Anfrage von private banking magazin teilt die VBL mit, ihr Kapitalanlagevermögen habe zum 31. Dezember 2025 bei rund 70,5 Milliarden Euro zum Marktwert gelegen, ein Jahr zuvor bereits bei rund 65,1 Milliarden Euro. Im Report 2025 sei der Wert deutlich niedriger angegeben worden, weil WTW versehentlich auf veraltete Daten oder Buchwerte zurückgegriffen habe. Nach einem Hinweis der VBL sei die Zahl korrigiert worden.

 

Deutschland verliert seit 2020 Plätze

Der Rückgang ist kein Einzeljahr-Effekt. Zwischen 2020 und 2025 verlor Deutschland netto fünf Einrichtungen in der Rangliste – gemeinsam mit Großbritannien der stärkste Rückgang aller erfassten Märkte. Die USA legten im selben Zeitraum netto elf zu und stellen mit 149 Einrichtungen inzwischen fast die Hälfte des Feldes; auf sie entfallen 38,9 Prozent der Vermögen.

Deutschland taucht in der Länderauswertung nicht unter den 15 größten Märkten auf, sondern in der Sammelposition „Andere“. Zum Vergleich: Dänemark ist mit neun Einrichtungen und 2,1 Prozent der Vermögen vertreten, Schweden mit sieben und 2,2 Prozent, die Schweiz mit elf und 1,6 Prozent.

Norwegen vergrößert den Abstand

An der Spitze bleibt der norwegische Government Pension Fund mit 2,11 Billionen US-Dollar und überschreitet damit erstmals die Marke von zwei Billionen. Der japanische Government Pension Investment Fund folgt mit 1,87 Billionen US-Dollar und liegt damit 11,3 Prozent unter dem Spitzenreiter. Auf Platz drei steht der US-amerikanische Federal Retirement Thrift mit 1,06 Billionen US-Dollar, dahinter das südkoreanische National Pension mit gut einer Billion. Einziger Neuling in den Top 20 ist der Australian Retirement Trust.

Innerhalb der Spitzengruppe verschieben sich die Gewichte deutlich. Der Anteil der US-Einrichtungen an den Top 20 sank von 27,5 auf 24,1 Prozent, ihre Vermögen legten nur um 0,4 Prozent zu. Die Fonds aus Asien-Pazifik kamen dagegen auf ein Plus von 22,5 Prozent und erhöhten ihren Anteil von 42,6 auf 45,5 Prozent. Europäische Einrichtungen verzeichneten 16,7 Prozent mehr Vermögen und kommen auf 25,6 Prozent.

Konzentration nimmt weiter zu

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Die 20 größten Einrichtungen verwalten zusammen 11,9 Billionen US-Dollar, ein Plus von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entfallen 42,8 Prozent aller Vermögen auf sie, nach 42,3 Prozent im Vorjahr. Auf die 50 größten Einrichtungen entfallen 59 Prozent. Souveräne und öffentliche Einrichtungen stellen 151 der 300 Fonds und halten 71,1 Prozent der Vermögen; allein die staatlich getragenen kommen auf 31,0 Prozent nach 29,8 Prozent im Vorjahr.