Menschen mit Behinderung fördern Mapfre Asset Management legt Inklusion-Fonds auf

Antonio Huertas von Mapfre Asset Management | © Mapfre Asset Management

Antonio Huertas von Mapfre Asset Management Foto: Mapfre Asset Management

Mapfre Asset Management legt einen Inklusion-Fonds auf. Der Fokus liegt auf europäische Unternehmen, die aktiv Menschen mit Behinderung einstellen und darin führend sind. Der Fonds Mapfre Inclusión Responsable werde zunächst in Frankreich aufgelegt und soll bis Ende dieses Jahres europaweit vermarktet werden.

Die Methodik zur Auswahl der führenden Unternehmen beim Thema Inklusion basiert auf einem Fragebogen mit 40 Fragen. Entwickelt wurde sie vom Fondsmanager La Financiere Responsable (LFR), dem französischen ESG-Partner des spanischen Asset Manager Mapfre AM. Bisher habe auf diese Weise rund 150 Unternehmen ermittelt, die als führend auf diesem Gebiet gelten oder sich dazu verpflichtet haben, sich aktiver um das Einstellen von Menschen mit Behinderung zu bemühen.

Der Fonds soll empirisch nachweisen, dass die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen rentabel sein kann. Der spanische Asset Manager ist von dieser Investitionsthese überzeugt: Backtesting-Ergebnisse des Asset-Management-Teams von Mapfre AM zeigen, dass das Portfolio aus Unternehmen mit einem Inklusionsschwerpunkt in den vergangenen fünf Jahren viermal profitabler war als der Gesamtmarkt.

„Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass sich Unternehmen, die sich für Menschen mit Behinderungen einsetzen, als rentabel, finanziell stabil und daher nachhaltiger als ihre Wettbewerber erwiesen haben“, sagt Antonio Huertas von Mapfre AM. Investitionen in solche Unternehmen seien demnach nicht nur für Investoren, sondern für die Gesellschaft insgesamt positiv. Inklusion fördern sei eine Politik, die Mapfre selbst aktiv verfolge. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 902 Mitarbeiter mit Behinderungen im Konzern, was 2,5 Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht. Bis 2021 hat sich das Unternehmen öffentlich verpflichtet, dass mindestens 3 Prozent der Belegschaft weltweit Menschen mit Behinderungen sind.