Meilenstein für Anleger Europäische Union schafft neue Nachhaltigkeits-Benchmarks

Jyrki Katainen ist EU-Kommissar für Wachstum und Investitionen.  | © Getty Images

Jyrki Katainen ist EU-Kommissar für Wachstum und Investitionen. Foto: Getty Images

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich in dieser Woche auf eine neue Generation sogenannter CO2-armer Benchmarks geeinigt. Sie sollen ausschließlich Unternehmen enthalten, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben. Die EU-Politiker wollen mit den beiden Benchmarks Investitionen in nachhaltige Projekte und Anlagen fördern. Bei der Umsetzung der Pläne stehen keine großen Hürden mehr im Weg. Das EU-Parlament und der Rat müssen die Regeln nur noch formell genehmigen.

Die Vereinbarung schafft nach Einschätzung der Nachhaltigkeits-Rating-Agentur ISS Oekom zwei neue Kategorien von CO2-armen Benchmarks: eine Klimawandel-Benchmark und eine spezialisierte Benchmark, die die Anlageportfolios mit den Zielen des Pariser Klimavertrags in Einklang bringt. Laut ISS Oekom hatte die EU-Kommission die neuen Benchmarks im Mai 2018 erstmals vorgeschlagen.

Der für den Euro zuständige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis erläutert: „Mit der Vereinbarung profitieren Investoren, die ambitionierte Klimastrategien verfolgen, von zwei verlässlichen Benchmarks.“ Dombrovskis spricht von einem „Meilenstein“ für den Aktionsplan der EU-Kommission, mit dem nachhaltige Investments gefördert werden sollen.

Auch Jyrki Katainen, in der EU-Kommission zuständig für Wachstum und Investitionen, begrüßt die Vereinbarung zwischen dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten. Die EU halte an ihren Plänen fest, Europa zu einem attraktiveren Ort für Investoren und für eine langfristig nachhaltige Investitionspolitik zu machen, so Katainen.

Nachhaltigkeits-Benchmarks haben aus Sicht der Europäischen Union großen Einfluss auf Investitionsströme. Zahlreiche Anleger nutzten sie, etwa bei der Messung der Anlageperformance und beim Einsatz von Anlagestrategien. Die zwei von der EU geplanten Benchmark-Kategorien sind freiwillige Etiketten. Sie sollen Investoren beim Einsatz klimabewusster Anlagestrategien als Orientierung dienen.