Vermögens-Report Mehr als 100 Billionen Euro in privater Hand

Zürich: Die Schweizer haben das meiste Pro-Kopf-Vermögen weltweit.  | © Paul Golla / Pixelio

Zürich: Die Schweizer haben das meiste Pro-Kopf-Vermögen weltweit. Foto: Paul Golla / Pixelio

Insgesamt 103,3 Billionen Euro befanden sich Ende 2011 in privater Hand. Das geht aus dem Vermögens-Report der Investmentgesellschaft Allianz Global Investors (AGI) hervor. Dabei untersuchten die AGI-Forscher die Entwicklung des Privatvermögens in 52 Ländern.

Im Vergleich zum Vorjahr wuchs das Privatvermögen 2011 um 1,6 Prozent – das ist das schwächste Wachstum seit dem Krisenjahr 2008. Seit 2000 ist das globale Geldvermögen durchschnittlich um 4 Prozent pro Jahr gewachsen.

Im Ländervergleich sind die Vermögen sehr ungleich verteilt. So unterteilten die Forscher die untersuchten Länder in drei Vermögensgruppen: Staaten mit einem hohen Wohlstand (High Wealth Countries; HWC) mit einem durchschnittlichen Netto-Geldvermögen pro Kopf von über 26.800 Euro; Staaten mit mittlerem Wohlstand (Middle Wealth Countries; MWC), mit einem Netto-Geldvermögen pro Kopf zwischen 4.500 und 26.800 Euro und arme Länder (Low Wealth Countries; LWC), wo das Netto-Geldvermögen pro Kopf unter 4.500 Euro liegt. Anschließend stellten sie fest, dass sich 85 Prozent des globalen Netto-Geldvermögens in den Händen der Privathaushalte in den HWC befinden. Dabei leben in diesen Ländern weniger als 20 Prozent der Menschen.

Ein Durchschnitts-Schweizer hat 138.000 Euro, ein Indonesier 467 Euro

Das Gleiche gilt für die Verteilung des Pro-Kopf-Einkommens: Das Netto-Geldvermögen pro Kopf betrug Ende 2011 in den HWC 70.590 Euro und lag damit um ein Vielfaches höher als in den LWC, die nur auf 2.040 Euro pro Kopf kamen. In den MWC verfügten die Menschen durchschnittlich über ein Netto-Geldvermögen von 10.240 Euro.

Der größte Wohlstand herrscht in Nordamerika, Westeuropa und Ozeanien. Die durchschnittlichen Netto-Geldvermögen pro Kopf liegen dort zwischen knapp 32.000 und 87.400 Euro. Besonders reich sind dabei die Schweizer: Ein durchschnittlicher Eidgenosse hat rund 138.000 Euro auf der Bank. Mit rund 93.000 Euro pro Kopf folgen Japaner, vor den US-Amerikanern (rund 90.000 Euro).

Asien, Lateinamerika und Osteuropa hingegen erreichen nur Werte zwischen 2.430 und 6.620 Euro. Besonders arm sind dabei Menschen in Indonesien, die im Schnitt nur 467 Euro pro Kopf zurücklegen konnten, sowie in Kasachstan (539 Euro) und Indien (643 Euro).

Ein Deutscher hat im Schnitt 38.521 Euro


Ein Durchschnitts-Deutscher hat 38.521 Euro netto als Geldvermögen angespart. Insgesamt befinden sich in Deutschland 4,7 Billionen Euro in privater Hand. Das sind 4,6 Prozent des weltweiten Geldvermögens.