Portfoliobaustein Meag will Infrastruktur-Debt-Portfolio auf 20 Milliarden Euro verdoppeln

Thomas Bayerl, Leiter Illiquide Vermögenswerte & Institutionelle Kunden bei Meag

Thomas Bayerl, Leiter Illiquide Vermögenswerte & Institutionelle Kunden bei Meag Bildquelle: Meag

Der Münchener-Rück-Vermögensverwalter Meag plant, sein Infrastruktur-Debt-Portfolio in den nächsten fünf bis sechs Jahren von rund zehn auf 20 Milliarden Euro auszubauen. Das sagte Thomas Bayerl, Vorstandsmitglied und globaler Leiter Illiquid Assets, im Interview mit Bloomberg.

Seit dem Einstieg in die Infrastrukturfinanzierung 2014 finanziert Meag Projekte wie Windparks, Straßen und Schienenfahrzeuge – für Münchener Rück sowie Drittmandanten. 98 Prozent der Transaktionen werden eigenständig originiert.

 

 

Neben dem typischen Ticketbereich von 100 bis 400 Millionen Euro sollen künftig auch kleinere Projekte adressiert werden, etwa Wind- und Solarparks mit zwei bis drei Millionen Euro Volumen. Kleinere Infrastrukturfinanzierungen seien wegen geringeren Wettbewerbs margenstärker, so Bayerl. Als Renditeziel nennt Meag einen Aufschlag von 100 bis 200 Basispunkten gegenüber liquiden Anlagen.

Wachstumsfelder 

Geografisch erschließt Meag neue Märkte: Zuletzt gewann das Unternehmen ein Mandat eines kanadischen Kunden, der gezielt einen Vermögensverwalter mit starker europäischer Präsenz suchte – auch wegen geopolitischer Unsicherheiten im Verhältnis zu den USA. Als Wachstumsfelder im Infrastruktur-Debt nennt Bayerl Glasfasernetze, den Schienen- und Zugsektor sowie KI-getriebene Rechenzentren.

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