Meag und der spanische Immobilienentwickler Culmia wollen gemeinsam die größte Plattform für bezahlbaren Wohnraum in Spanien aufbauen. Das gesamte Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 400 Millionen Euro.
Zielgröße 2.500 Wohnungen
Die Plattform startet mit 1.782 Wohnungen und soll schrittweise auf insgesamt 2.500 Einheiten anwachsen. Die Mieten werden dabei 20 bis 30 Prozent unter dem jeweiligen Marktniveau liegen. Rund 83 Prozent der Wohnungen entstehen in industrialisierter Bauweise, was Bauzeiten verkürzen und den Ressourcenverbrauch senken soll.
Die Transaktion wird von Munich Re und Oaktree Capital Management unterstützt. Das Portfolio umfasst zunächst Vermögenswerte aus dem Plan Vive II, der Stadtverwaltung Madrid sowie Projekte in Valencia und Benidorm. Geplant ist eine spätere Erweiterung um weitere Lose aus dem Programm Plan Suma der städtischen Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft Madrids.
Die Vermögenswerte sind durch Konzessionen mit einer Laufzeit von 45 bis 75 Jahren sowie inflationsindexierte Mieten abgesichert. Strukturell handelt es sich um öffentlich-private Partnerschaften: Der öffentliche Sektor stellt das Land zur Verfügung, Culmia entwickelt und baut, die Plattform betreibt die Immobilien.
Dominik Damaschke, Head of Illiquid Assets Equity bei Meag sieht Spanien als aussichtsreichen Markt für Infrastrukturinvestitionen: „Spanien bietet attraktive strukturelle Bedingungen für unsere Investitionen in kritische Infrastruktur, insbesondere in bezahlbaren Wohnraum, mit seiner langfristigen Widerstandsfähigkeit. Mit Culmia teilen wir die Vision für Wachstum und das Engagement, die Plattform in Zusammenarbeit mit den Kommunen landesweit auszubauen.“
Meag verwaltet aktuell Vermögenswerte im Wert von rund 363 Milliarden Euro, davon 62 Milliarden Euro für externe Investoren.