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Schwellenländer Maximale Freiheit für maximale Rendite

Surfer vor Kapstadt

Surfer vor Kapstadt: Südafrika gehört zu den mehr als 60 Ländern, in denen das Fondsmanagement des BlueBay Emerging Market Unconstrained Bond Fund die besten Anlagechancen sucht. Foto: imago images / imagebroker/puchinger

Anthony Kettle, BlueBay AM

Der Volksmund sagt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Anthony Kettle hingegen würde diesen Satz mit Sicherheit nicht unterschreiben. Er managt bei BlueBay Asset Management den BlueBay Emerging Market Unconstrained Bond Fund. Unconstrained, zu Deutsch uneingeschränkt, weil: Der Schwellenländeranleihe-Fonds ist an keinen Vergleichsindex gebunden, sondern bietet größtmögliche Flexibilität. „Es handelt sich um einen sehr breit gefassten Fonds, der sämtliche Anlagesegmente innerhalb der Schwellenländeranleihen abdeckt“, beschreibt Kettle das Konzept. Dazu gehören sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen in Hart- sowie Lokalwährung.

Die Vorteile des umfassenden Ansatzes liegen für Kettle, der gemeinsam mit Polina Kurdyavko und Brent David federführend für den Fonds verantwortlich ist, auf der Hand: Sei man an eine Benchmark gebunden, könne das zu einer ineffizienten Kapitalallokation führen. „Außerdem gibt es innerhalb der 60 bis 70 Schwellenländer, die wir abdecken, ganz unterschiedliche Investmentchancen.“ Daher wolle man sich nicht einschränken, sondern aus allen Bereichen die Rosinen herauspicken: „Wir wollen in die besten Ideen investieren.“

19 Prozent Rendite im Jahr 2020

Seit der Auflegung des BlueBay Emerging Market Unconstrained Bond Fund im Juli 2010 hat das Fondsmanagement-Team mit diesem Ansatz eine jährliche Rendite von durchschnittlich 6,7 Prozent erzielt. In den vergangenen fünf Jahren lag sie abgesehen von 2018, als die Schwellenländer mit einer Schuldenkrise zu kämpfen hatten und am Ende eine negative Jahresrendite von rund 1 Prozent zu Buche stand, jeweils im zweistelligen Prozentbereich. Das Jahr 2020 schloss der 650 Millionen US-Dollar schwere Fonds mit einem Plus von rund 19 Prozent.

Wie immer bei der Geldanlage geht es aber auch Kettle und seinem Team nicht nur darum, Erträge zu generieren, sondern gleichzeitig auch die Risiken zu kontrollieren. Das ist insbesondere in den Schwellenländern unverzichtbar: „Dort lässt sich auch schnell Geld verlieren“, gibt Kettle zu bedenken und verweist auf Assets in Lokalwährung, die in der Vergangenheit phasenweise hohe Schwankungen zeigten. In solchen Situationen helfe wiederum die hohe Flexibilität: „Wir kommen ohne eine Allokation in Lokalwährung aus, wenn wir das für richtig halten – aber auch andersherum.“ Daneben stehen dem Fondsmanagement Absicherungsinstrumente wie Short-Strategien im Währungsbereich zur Verfügung.  

ESG-Analyse als integraler Bestandteil

Um für ihre Anleger ein chancenreiches Portfolio zusammenzustellen, unterziehen die Experten von BlueBay Asset Management die möglichen Investmentziele einer genauen Analyse. Dabei spielen unter anderem das konjunkturelle Umfeld sowie im Unternehmensbereich Kennzahlen wie Profitabilität, Cashflow und Liquidität eine wichtige Rolle.

Ebenfalls fest in den Investmentprozess integriert ist eine umfassende risikobasierte ESG-Überprüfung. Dafür nutzen die unabhängigen BlueBay-ESG-Analysten ihren hauseigenen Evaluationsmechanismus, ergänzt um Daten externer Anbieter. „Für Investoren in den Schwellenländern ist ESG ein ganz wesentliches Thema“, betont Kettle. „Vor allem aus dem Bereich Governance – also Unternehmensführung – können sich massive Abwärtsrisiken ergeben.“ Diese gelte es zu minimieren – und auch nach vorne blickend aktives Engagement als Investor zu zeigen. Insgesamt rechnet Anthony Kettle für die nahe Zukunft auch mit steigenden Emissionen von nachhaltigen Anleihen in den Schwellenländern.

Umfeld für Schwellenländer scheint intakt

Auf der makroökonomischen Ebene haben zuletzt die Entwicklungen in der Türkei für Schlagzeilen gesorgt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte nach nur rund sechs Monaten den Chef der türkischen Notenbank Naci Agbal entlassen. Das führte zu einer Flucht aus türkischen Vermögenswerten, die auch andere Schwellenländer in Mitleidenschaft zog und ihre Staatsanleihe-Renditen leicht unter Druck setzte.

Fundamental betrachtet scheint das Umfeld für die aufstrebenden Volkswirtschaften jedoch intakt: Viele von ihnen sind infolge der Corona-Pandemie wirtschaftlich in geringerem Maße unter Druck geraten als die entwickelten Märkte und haben deutlich weniger Schulden aufgebaut. Außerdem verzeichnen die meisten Schwellenländer zum ersten Mal seit 20 Jahren Überschüsse in der Leistungsbilanz – darunter zum Beispiel Indien. Insgesamt sollten sie 2021 von der anziehenden globalen Konjunktur und den damit verbundenen steigenden Rohstoffpreisen profitieren.

„Gegenwind hingegen könnte von einem aufgrund der Zinsentwicklung in den USA steigenden US-Dollar kommen“, nennt Kettle einen Risikofaktor. Nur gut, wenn man darauf ganz flexibel reagieren kann – denn dann ist die Wahl alles andere als eine Qual.