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Marktkommentar T. Rowe Price „Es wird schwieriger, sich in den Märkten zu bewegen“

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Quantitative Lockerung lässt Volatilität wieder zunehmen

In einer Welt, in der die Kassenbilanz rapide wächst, stehen Haushalte, Unternehmen und Vermögensverwalter ständig vor der Herausforderung, Geld zu reinvestieren und damit den Finanzmarkt zu unterstützen. Nicolaj Schmidt meint: „Die Welt, zu der wir uns entwickeln, wird kein solches endogene Wachstum der Geldmenge aufweisen – dementsprechend gibt es nichts, was Haushalte, Unternehmen und Vermögensverwalter ständig dazu zwingt, Geld zu investieren.

Über die Zeit hinweg wird die Umkehr der quantitativen Lockerung dazu führen, dass die Volatilität wieder zunimmt. Eine weitere Herausforderung für die Fed ist die Tatsache, dass sie Bilanzanpassung gerade jetzt angehen, wo sich das Wachstum außerhalb der USA verlangsamt.“ Eine Straffung der Geldpolitik in einem Umfeld langsameren Wachstums liefert einen fruchtbaren Boden für den einen oder anderen Schluckauf an den Finanzmärkten.

Im Vergleich zur Fed-Sitzung waren die Treffen der anderen G3-Zentralbanken eher informationslos. Sowohl die Bank of Japan (BoJ) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) stuften ihren Wachstumsausblick höher. Die EZB gab zudem bekannt, dass es keine weiteren Einschnitte in der Zinspolitik geben werde.

Während der Sitzung der BoJ verkündete Zentralbankchef Haruhiko Kuroda, dass die Bank ihren gemäßigten Gang beibehalte und Spekulationen über einen möglichen Austritt aus der quantitativen Lockerung als zu früh ansehe. Schmidt schließt: „Der Fakt, dass die Bank of Japan die Asset-Ankäufe bereits reduziert und damit defacto das Tapering eingeleitet hat, wird scheinbar unter den Tisch gekehrt.“