Marketing Kommunikation
Marktausblick 2024
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Fonds-Risiken: Achten Sie auf das Währungsrisiko. Die Währung dieses Produkts kann sich von der Währung Ihres Landes unterscheiden. Weitere Risiken: Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Gegenparteirisiko, Risiko der Verwaltungstechniken.
Nach einem alles andere als entspannten Anlagejahr dürften sich die meisten Investoren fragen, womit sie 2024 rechnen müssen und welche Chancen sich möglicherweise im nach wie vor herausfordernden Marktumfeld in den verschiedenen Assetklassen bieten. Dieser Frage geht auch die in Boston ansässige Investmentboutique Loomis Sayles in ihrem aktuellen Marktausblick nach. „Vieles deutet darauf hin, dass der globale Wirtschaftszyklus von einer späten Expansion in einen Abschwung übergehen könnte. Es ist derzeit jedoch sehr schwierig, den Ausgangspunkt des Abschwungs zu bestimmen“, erläutert Craig Burelle, Autor des Marktausblicks und Vizepräsident sowie Senior Makro Strategie-Analyst bei der Investmentgesellschaft, die unter dem Dach des Multi-Boutiquen-Hauses Natixis Investment Managers agiert. So habe sich einerseits das Wachstum der Unternehmensgewinne zwar verlangsamt, aber in den meisten Regionen positiv entwickelt. Auch die Arbeitslosenquote sei trotz der aggressiv gestrafften Geldpolitik und des verlangsamten Wirtschaftswachstums nur geringfügig gestiegen. Unterm Strich sei jedoch zu erwarten, dass die Auswirkungen des Kurswechsels in der Geldpolitik sich verzögert bemerkbar machen werden, so Burelle.
Als Makro-Treiber nennt der Stratege gleich mehrere Punkte: Er geht davon aus, dass der Inflationsdruck die Zentralbanken noch bis in den Sommer hinein beschäftigen und sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die Bank of Japan zur Fortsetzung ihres hawkischen Kurses zwingen wird. „Die US-Notenbank Federal Reserve könnte hingegen im Frühjahr einen weniger restriktiven Kurs einschlagen, falls die Inflation sich weiter rückläufig entwickeln sollte“, erwartet Burelle. Die Engpässe innerhalb der globalen Lieferketten sieht er hingegen als weitestgehend überwunden an, womit ein Haupttreiber der Inflation nun wegfalle. Um die Inflation weltweit in den Griff zu bekommen, bedürfe es eines langsameren Wirtschaftswachstums sowie weniger robuster Arbeitsmärkte. Ein verlangsamtes Beschäftigungswachstum und Entlassungen könnten verhindern, dass die Lohn-Preis-Spirale ihre Wirkung entfaltet, erläutert der Marktkenner und betont: „Das richtige Gleichgewicht zu finden dürfte nicht einfach werden, ein Abschwung könnte unvermeidlich sein. So führt einerseits eine steigende Beschäftigung zu einer höheren Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Beschleunigen sich Entlassungen, kehrt sich diese Kausalkette um – mit der Folge, dass die Unternehmensgewinne sinken. Daher beobachten wir sehr genau, wie die Unternehmen hinsichtlich ihres Einstellungsverhaltens agieren.“
Im Anleihesegment deute das Loomis-Sayles-Risikoprämienmodell für US-Credits derzeit auf solide zugrunde liegende Fundamentaldaten hin. „Konkret gesagt, liegt damit die Möglichkeit, in den kommenden sechs Monaten positive Überrenditen zu erzielen, über dem Median“, kommentiert Burelle die Ergebnisse des Modells. Er vertritt die Ansicht, dass die Verluste aufgrund von Bonitätsherabstufungen bei US-Unternehmensanleihen mit dem Status Investment Grade historisch niedrig bleiben dürften. „Unser High Yield Sector-Team geht davon aus, dass die Ausfallrate für US-Hochzins-Unternehmensanleihen im Falle eines wirtschaftlichen Abschwungs von 1,4 Prozent im Dezember 2022 vermutlich auf 4 Prozent bis Ende dieses Jahres ansteigen wird. Das wäre zwar ein starker Anstieg, gleichwohl läge das Niveau im Vergleich zu früheren Abschwungphasen relativ niedrig“, erläutert der Kapitalmarktstratege.
Er geht davon aus, dass eine sich abschwächende Weltwirtschaft in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres eine erhöhte Volatilität mit sich bringen wird, womit sich für Bottom up-orientierte Investoren Chancen bieten dürften. „Wir erwarten außerdem, dass die durch die makroökonomische Großwetterlage bedingte Risikoaversion sich voraussichtlich rückläufig entwickeln und sich auf viele Anleihen auswirken wird. In diesem Umfeld wollen wir Anlagemöglichkeiten nutzen, sobald sich eine Diskrepanz zwischen dem aktuellen Marktwert und dem fairen Wert abzeichnet.“ Generell sieht Burelle angesichts der weiterhin unruhigen Großwetterlage an den Märkten gute Chancen für attraktive Gelegenheiten, um langfristig in globale Unternehmensanleihen zu investieren. Unterm Strich geht der Experte davon aus, dass angesichts der negativen Stimmung unter Ökonomen und Markstrategen jede positive Entwicklung auf politischer, wirtschaftlicher oder geopolitischer Ebene zu einer Erholung im Bereich der Risiko-Assets beitragen könnte.
Weitere Anmerkungen
Dieses Material wurde zu Informationszwecken ausschließlich Finanzdienstleistern oder anderen professionellen Kunden oder qualifizierten Investoren und, soweit aufgrund lokaler Bestimmungen erforderlich, nur auf deren schriftlicher Anfrage zur Verfügung gestellt. Dieses Material ist nicht für Privatanleger bestimmt. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Finanzdienstleisters sicherzustellen, dass das Angebot oder der Verkauf von Fondsanteilen oder Wertpapierdienstleistungen Dritter an seine Kunden im Einklang mit den jeweiligen nationalen Gesetzen steht.
Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und die wesentlichen Informationen sorgfältig, bevor Sie investieren. Wenn der Fonds in Ihrem Land registriert ist, sind diese Dokumente auch auf der Website von Natixis Investment Managers (im.natixis.com/intl/intl-fund-documents) kostenlos und in der Amtssprache des Landes, in dem der Fonds registriert ist, erhältlich.
Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in der Amtssprache Ihres Landes finden Sie in der Rubrik "Rechtliche Dokumentation" auf der Website (im.natixis.com/intl/intl-fund-documents).
In Deutschland und Österreich: Dieses Material wird von Natixis Investment Managers International oder ihrer Zweigniederlassung Natixis Investment Managers International, Zweigniederlassung Deutschland, bereitgestellt. Natixis Investment Managers International ist eine eine Portfoliomanagement Gesellschaft, von der französischen Finanzaufsichtsbehörde AMF (Autorité des Marchés Financiers) unter der Nr. GP 90-009 zugelassen ist, und eine Vereinfachte Aktiengesellschaft (société par actions simplifiée), die im Pariser Handels- und Gesellschaftsregister unter der Nr. 329 450 738. Eingetragener Sitz: 43 avenue Pierre Mendès France, 75013 Paris. Eingetragener Sitz von Natixis Investment Managers International, Zweigniederlassung Deutschland (Handelsregisternummer: HRB 129507) ist: Senckenberganlage 21, 60325 Frankfurt am Main.
Die oben erwähnten Gesellschaften sind Geschäftsentwicklungseinheiten von Natixis Investment Managers, einer Holdinggesellschaft mit einem breit gefächerten Angebot spezialisierter Vermögensverwaltungseinheiten und Distributionsgesellschaften weltweit. Die Vermögensverwaltungstochtergesellschaften von Natixis Investment Managers führen regulierte Tätigkeiten nur in und von Jurisdiktionen aus/durch, in denen sie hierzu lizenziert oder autorisiert sind. Ihre Dienstleistungen und die Produkte, die sie verwalten, sind nicht für alle Investoren in allen Jurisdiktionen zugänglich.
Obwohl Natixis Investment Managers die in diesem Material bereitgestellten Informationen, einschließlich der Informationen aus Drittquellen, für vertrauenswürdig hält, kann die Richtigkeit, Angemessenheit oder Vollständigkeit dieser Informationen nicht garantiert werden.
Die Bereitstellung dieses Dokuments und/oder Bezugnahmen auf bestimmte Wertpapiere, Sektoren oder Märkte in diesem Material stellen keine Anlageberatung oder eine Anlageempfehlung oder ein Angebot, Wertpapiere zu erwerben oder zu veräußern, oder ein Angebot von Dienstleistungen dar. Investoren sollten Anlageziele, Risiken und Kosten einer jeden Investition zuvor sorgfältig prüfen. Die Analysen, Meinungen und bestimmte Anlagethemen und -prozesse, auf die hier Bezug genommen wird, stellen die Ansichten der jeweiligen Person(en) zum angegebenen Datum dar. Diese sowie die dargestellten Portfoliobestände und -eigenschaften können sich ändern und sind nicht als vertraglich bindend zu betrachten. Es kann nicht zugesichert werden, dass die Entwicklungen so eintreten, wie sie in diesem Material prognostiziert werden. Die von externen Dritten geäußerten Analysen und Meinungen sind unabhängig und spiegeln nicht unbedingt die von Natixis Investment Managers wider. Informationen über die Wertentwicklung in der Vergangenheit sind kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung.
Dieses Material darf nicht als solches, auch nicht teilweise, verbreitet, veröffentlicht oder reproduziert werden.
Alle Beträge in diesem Dokument sind in USD ausgewiesen, sofern nichts anderes angegeben ist.
Natixis Investment Managers kann beschließen, die Vertriebsvereinbarungen für diesen Fonds in Übereinstimmung mit den einschlägigen Rechtsvorschriften zu beenden.
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Fonds-Risiken: Achten Sie auf das Währungsrisiko. Die Währung dieses Produkts kann sich von der Währung Ihres Landes unterscheiden. Weitere Risiken: Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Gegenparteirisiko, Risiko der Verwaltungstechniken.
Frau Colleran, viele Anleger schrecken generell vor Investitionen in Schwellenländern zurück – und verpassen so die Chance auf eine breite Diversifizierung. Wie erklären Sie sich dieses Verhalten, das nicht nur von Privatpersonen, sondern zum Beispiel auch von US-Pensionsfonds an den Tag gelegt wird?
Elisabeth Colleran: Wir stellen fest, dass es oft Verwirrung über die verschiedenen Anlageklassen im Schwellenländer-Anleihesegment gibt. In den Medien werden die Schwellenländer häufig als eine einzige Anlageklasse dargestellt, was den Eindruck erweckt, dass die Schwellenländerprämie mit erheblicher Volatilität und Risiken verbunden ist. In Wirklichkeit umfasst dieser Bereich Schuldtitel in Landes- und Hartwährung aus über 70 Ländern, darunter Staatsanleihen, Quasi-Staatsanleihen und Unternehmensanleihen – mit Chancen im gesamten Spektrum der Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen mit sehr unterschiedlichen Risikoprofilen.
Sie sagen, dass Unternehmensanleihen fälschlicherweise als sehr risikoreich angesehen werden und dass die Unternehmen im Vergleich zu Unternehmen aus entwickelten Ländern konservativere Bilanzen vorlegen. Was ist der Grund für diese konservativere Bilanzierungspraxis?
Colleran: Im Investment-Grade-Segment liegt der Verschuldungsgrad von Unternehmen aus den Schwellenländern bei 1, bei US-amerikanischen und europäischen Firmen liegt er bei rund 3. Im High-Yield-Segment beträgt der Verschuldungsgrad in den Schwellenländern im Schnitt 2,5, in den USA 3,5 und bei europäischen Firmen sogar 4,5.
Die Tendenz zu einem geringeren Verschuldungsniveau ist wahrscheinlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen. In erster Linie stellen wir fest, dass Emittenten aus den Schwellenländern die Kapitalmärkte aus Investitionsbedarf und nicht aus finanztechnischen Gründen in Anspruch nehmen. Sie sind sich auch der Risiken bewusst, die mit dem Missverhältnis zwischen Schulden und Einnahmen verbunden sind. Vielfach sind diese Unternehmen mit schwierigen monetären und fiskalischen Bedingungen konfrontiert und verfügen daher über Bilanzpuffer, um makroökonomischen Schwankungen standhalten zu können.
Worin sehen Sie die Vorteile von Unternehmensanleihen aus Schwellenländern im Vergleich zu Staatsanleihen?
Colleran: Unsere generelle Präferenz für Unternehmensanleihen beruht auf mehreren Schlüsselfaktoren. Sie bieten eine höhere Qualität, eine größere Diversifizierung der Emittenten und Sektoren sowie attraktivere Bewertungen als Staatsanleihen. Schwellenländer-Unternehmensanleihen profitieren im Allgemeinen auch von robusteren und flexibleren Bilanzen und einem konstruktiveren technischen Hintergrund. So umfasst der Emerging-Markets-Corporate-Index 727 Emittenten und weist ein durchschnittliches Rating von BBB-/BBB auf. Beim Emerging-Markets-Staatsanleihen-Index, der 162 Emittenten enthält, liegt es bei BBB-/BB. Darüber hinaus bieten Unternehmensanleihen aus Schwellenländern in der Regel einen größeren Spread-Vorteil gegenüber ihren Pendants aus Industrieländern als Staatsanleihen aus Schwellenländern gegenüber Staatsanleihen aus Industrieländern. Im jüngsten Fünf-Jahres-Zeitraum etwa boten Schwellenländer-Unternehmensanleihen im BBB-Segment im Durchschnitt einen zusätzlichen Spread von 62 Basispunkten gegenüber Schwellenländer-Staatsanleihen und 52 Basispunkten gegenüber US-Unternehmensanleihen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Unternehmen aus den Schwellenländern keine höhere Ausfallrate aufweisen als Staatsanleihen aus den Schwellenländern. Und bis auf wenige Ausnahmen hat sich ihre Ausfallrate an die von US-Unternehmensanleihen angepasst. Wir glauben, dass wir durch unseren fundamentalen Research-Prozess die Prämie, die Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern bieten, herausholen und weitergeben können.
Wie setzt sich der Käuferkreis für Schwellenländer-Unternehmensanleihen zusammen?
Colleran: Aus technischer Sicht wurde die Käuferbasis in der Vergangenheit von größeren, geografisch diversifizierten institutionellen Akteuren dominiert. Emerging-Markets-Unternehmensanleihen sind weniger stark als Staatsanleihen auf dem ETF-Markt vertreten. Das macht sie weniger anfällig für durch Privatanleger initiierte Ausverkäufe. Weniger Privatanleger und mehr institutionelle Investoren sorgen in Zeiten erhöhter Marktvolatilität für eine unterstützende Dynamik. Bei einigen Unternehmensanleihen haben sich auch regionale Käufergruppen herausgebildet. Asien ist ein gutes Beispiel. Diese Investoren sind in der Regel treuer.
Welche Länder und Sektoren bevorzugen Sie im aktuellen Marktumfeld?
Colleran: Die Qualität der Unternehmensanleihen aus Schwellenländern hat sich in den letzten Jahren insgesamt verbessert. Diese Entwicklung wurde durch mehrere Faktoren begünstigt: die zunehmende Emission von Unternehmensanleihen in den höherwertigen Regionen des Nahen Ostens und Asiens sowie die jüngste Zunahme von Rating-Heraufstufungen und einige ausgewählte Ausfälle.
Ein wichtiger Faktor für die Hochstufung von Unternehmensanleihen waren die Upgrades von Staaten im bisherigen Jahresverlauf. Die besseren Ratings für die Türkei und Katar sorgten für Rückenwind für die jeweiligen Unternehmensbewertungen, die zusammen 7,6 Prozent eines vielfach genutzten Unternehmensanleihen-Index ausmachen. Aber auch wenn man die Unternehmensratings, die mit staatlichen Heraufstufungen verbunden sind, heraus rechnet, übertrafen die Hochstufungen von Unternehmen weiterhin die Herabstufungen.
Asien – mit Ausnahme Chinas – zeichnete sich ebenfalls durch Rating-Upgrades aus, angeführt von verbesserten Fundamentaldaten für Unternehmen in Indonesien und Südkorea. Was die einzelnen Sektoren betrifft, so wurden in allen Ländern vor allem robuste Infrastrukturemittenten heraufgestuft. Mehrere spezielle Konsum-Storys in Lateinamerika und den aufstrebenden Volkswirtschaften Europas unterstützten ebenfalls den Upgrade-Trend.
Wir glauben, dass es für Investoren wichtig ist, die Verlagerung zu höherer Qualität zu beachten und diese Entwicklung bei der Vermögensallokation und der Bewertung zu berücksichtigen. Unter anderem aufgrund starker Fundamentaldaten und konservativem Bilanzmanagement haben sich viele Unternehmen aus den Emerging Markets während der makroökonomischen Schocks der letzten Jahre widerstandsfähig gezeigt. Da sich die Unternehmen weiterhin von den exogenen Schocks erholen, glauben wir, dass sich viele der positiven Trends des ersten Halbjahres 2024 in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen.
Welchen Einfluss hat die Zinspolitik der US-Notenbank Fed auf Emerging-Markets-Unternehmensanleihen und auf Ihre Anlageentscheidungen?
Colleran: Der erste Punkt ist, dass die Schwellenländer Inflation wirklich verstehen. Sie wollen sie unter Kontrolle halten, weil viele von ihnen wissen, welches Blutbad eine hohe Inflation anrichten kann. Ich denke, dass ein Großteil der Industrieländer dies vergessen hat oder bislang kein inflationäres Regime erlebt hat. Wenn die Schwellenländer also Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung ergreifen, handeln sie oft schnell. Chile zum Beispiel hat die Zinsen von 0,5 auf 11 Prozent erhöht. Das Land handelte schnell und hart und kam aus der Inflation viel früher heraus als die entwickelten Märkte. Die Zentralbanken der Schwellenländer konzentrieren sich auf ihre eigenen internen Probleme, aber sie müssen ihre politischen Entscheidungen in einem weltweiten Kontext sehen. Die Zinssenkung der Fed im September um 50 Basispunkte war für die Schwellenländer nahezu perfekt, vor allem wegen der Art und Weise, wie der Fed-Vorsitzende Jay Powell sie begründete: Er betonte, dass sich die US-Wirtschaft in einer guten Verfassung befinde und dass die Fed Inflationsproblemen zuvorkommen wolle.
Für die Zentralbanken der Schwellenländer bedeutet dies, dass sie einen viel größeren Spielraum haben, um darüber nachzudenken, wie sie ihre Politik intern gestalten wollen. Sind sie angesichts der inländischen Inflation in der Lage, die Zinsen zu senken und das Wachstum ein wenig zu stützen? Für Länder, die in US-Dollar emittieren, wirken sich die Zinssenkungen der Fed auch positiv auf ihre Finanzierungskosten und die Refinanzierung aus.
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Herr Chugh, warum sollten Anleger in den Loomis Sayles Global Emerging Market Fund investieren?
Ashish Chugh: Aufgrund unseres einzigartigen Ansatzes. Wir nutzen eine ganz besondere Art der Ineffizienz in den Emerging Markets, wir nennen sie Qualitäts-Ineffizienz. Sie beruht darauf, dass Investoren häufig die Qualität von qualitätsstarken Unternehmen unterschätzen und gleichzeitig die Qualität von qualitätsschwachen Firmen überschätzen. Zudem erkennen sie häufig nicht, wenn sich ein Unternehmen im Wandel befindet und an Qualität gewinnt. Gerade diese Unternehmen können eine Mehrrendite liefern.
Wie finden Sie geeignete Titel?
Chugh: Wir setzen auf sehr tiefgründiges Research, wie es sonst eher im Private-Equity-Bereich zu finden ist. Dabei verfolgen wir einen Team-Ansatz. Das Team setzt sich aus Sektor-Analysten zusammen, die alle die globalen Schwellenländer im Blick haben. Unser Research-Prozess bezieht sich auf das gesamte Ökosystem eines Unternehmens. Um Investmententscheidungen zu treffen, werden die Erkenntnisse der Analysten aus den Unternehmens- und Marktanalysen und aus den Gesprächen mit Kunden und Lieferanten in den verschiedenen Regionen kombiniert. Sie werden wie einzelne Puzzleteile zusammengefügt.
Wie konstruieren Sie das Portfolio?
Chugh: Es gibt nur sehr wenige Unternehmen, die unsere Kriterien erfüllen. Wir sagen häufig, dass wir sehr viele Steine umdrehen müssen, um die Firmen zu finden, die wir suchen. Unsere Qualitätsmesslatte liegt sehr hoch. Die Portfoliounternehmen stammen in der Regel aus Branchen mit strukturellem Wachstum. Die Gewinnerwartungen unserer Analysten müssen die des Marktes übertreffen, damit wir investieren. Bei den Unternehmen im Wandel ist es entscheidend, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen beim Übergang von niedriger zu hoher Qualität. Unser strenger Prozess mündet in einem sehr konzentrierten Portfolio aus 35 bis 45 Titeln, losgelöst von jeder Benchmark. Das Portfolio hat eine niedrige Umschlagerate. Wir sind keine Trader, sondern betrachten uns als Eigentümer.
Was unterscheidet den Fonds von Mitbewerber-Produkten?
Chugh: Wie ich bereits erwähnt habe, konzentrieren wir uns nicht nur auf hochwertige Unternehmen,
sondern vor allem auf Firmen, die sich auf dem Weg dorthin befinden. Ich denke, das ist ein sehr wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Hinzu kommt das Team. Wir alle haben einen Hedge-Fonds-Hintergrund und sind damit in der Lage, unser private-equity-artiges Research umzusetzen und tiefe Einblicke in Unternehmen zu gewinnen. Auch unser Research zu Short-Positionen, das wir im Rahmen unserer Long-Short-Strategie tätigen, hilft uns, Long-Positionen noch besser zu bewerten. Das hebt uns von der Konkurrenz ab. Zudem können wir das Research unseres Schwellenländeranleihe-Teams nutzen.
Warum ist es in den Emerging Markets wichtig, Portfolios aktiv zu managen?
Chugh: In den Emerging Markets gibt es Ineffizienzen sowohl auf Makro- als auch auf Mikroebene. Die hohe Volatilität, die in den Emerging Markets immer wieder zu beobachten ist, ist häufig durch Makrofaktoren getrieben. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen können kurz- und mittelfristig die Entwicklungen auf der Unternehmensebene überlagern. Die Flut kann alle Boote heben und auch Unternehmen von geringer Qualität mit nach oben ziehen. Ebenso sind in Ausverkaufsphasen auch hochwertige Unternehmen betroffen. Dadurch eröffnen sich enorme Chancen, es ist ein großartiges Umfeld für fundamentale, aktive Investoren. Daneben gibt es Ineffizienzen auf Unternehmensebene, da viele Investoren keine umfassende Analyse durchführen. Indem man sich nicht nur die Unternehmenszahlen anschaut, sondern auch mit Lieferanten und Wettbewerbern spricht und man versteht, wie die Regulierungsbehörden denken, kann man zu Gewinnschätzungen kommen, die wesentlich von der Marktmeinung abweichen.
Weitere Anmerkungen
Dieses Material wurde zu Informationszwecken ausschließlich Finanzdienstleistern oder anderen professionellen Kunden oder qualifizierten Investoren und, soweit aufgrund lokaler Bestimmungen erforderlich, nur auf deren schriftlicher Anfrage zur Verfügung gestellt. Dieses Material ist nicht für Privatanleger bestimmt. Es liegt in der Verantwortung eines jeden Finanzdienstleisters sicherzustellen, dass das Angebot oder der Verkauf von Fondsanteilen oder Wertpapierdienstleistungen Dritter an seine Kunden im Einklang mit den jeweiligen nationalen Gesetzen steht.
Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und die wesentlichen Informationen sorgfältig, bevor Sie investieren. Wenn der Fonds in Ihrem Land registriert ist, sind diese Dokumente auch auf der Website von Natixis Investment Managers (im.natixis.com/intl/intl-fund-documents) kostenlos und in der Amtssprache des Landes, in dem der Fonds registriert ist, erhältlich.
Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte in der Amtssprache Ihres Landes finden Sie in der Rubrik "Rechtliche Dokumentation" auf der Website (im.natixis.com/intl/intl-fund-documents).
In Deutschland und Österreich: Dieses Material wird von Natixis Investment Managers International oder ihrer Zweigniederlassung Natixis Investment Managers International, Zweigniederlassung Deutschland, bereitgestellt. Natixis Investment Managers International ist eine eine Portfoliomanagement Gesellschaft, von der französischen Finanzaufsichtsbehörde AMF (Autorité des Marchés Financiers) unter der Nr. GP 90-009 zugelassen ist, und eine Vereinfachte Aktiengesellschaft (société par actions simplifiée), die im Pariser Handels- und Gesellschaftsregister unter der Nr. 329 450 738. Eingetragener Sitz: 43 avenue Pierre Mendès France, 75013 Paris. Eingetragener Sitz von Natixis Investment Managers International, Zweigniederlassung Deutschland (Handelsregisternummer: HRB 129507) ist: Senckenberganlage 21, 60325 Frankfurt am Main.
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Zu einem wohlsortierten Portfolio gehört neben Aktien und Anleihen aus den Industrieländern in der Regel auch eine Beimischung mit Titeln aus den Schwellenländern, denn diese punkten in der Regel mit der Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite. Dabei gilt es zweifellos auch, die erhöhte Volatilität von Papieren aus diesen Ländern im Blick zu behalten. Vorsichtige Anleger tun sich damit tendenziell schwer und verzichten oftmals lieber auf diese Beimischung – und das, obwohl sich diese Papiere im Vergleich zu Corporates aus den Industrieländern, aber auch gegenüber Schwellenländer-Staatsanleihen, durch attraktive Renditeaufschläge auszeichnen und die Risiken im Langfrist-Vergleich seit 2008 tendenziell überkompensiert wurden.
„Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Unternehmensanleihen aus Schwellenländern gegenüber solchen aus Industrieländern von geringerer Qualität sind und mit einer höheren Verschuldung sowie einem erhöhten Ausfallrisiko einhergehen. In beiden Fällen treffen die Annahmen jedoch nicht zu“, erläutert Elisabeth Colleran, Fondsmanagerin des Loomis Sayles Short Term Emerging Markets Bond Fund und verweist darauf, dass Unternehmen aus den Schwellenländern in der Regel konservativere Bilanzen vorweisen können als Firmen aus den Industriestaaten. „Sowohl im Investment-Grade- als auch im High-Yield-Segment stehen Unternehmen aus Schwellenländern gut da. Ihre Nettoneuverschuldung liegt im Vergleich zu US- und europäischen Unternehmen bei weniger als der Hälfte“, so die Fondsmanagerin. Auch die Bedenken der Anleger bezüglich höherer Ausfallraten seien unbegründet: „Tatsächlich ist es so, dass sich die Ausfallraten für High-Yield-Schwellenländeranleihen in den vergangenen 15 Jahren kaum von denen der Industrieländer unterscheiden“, erläutert Colleran, die den Fonds gemeinsam mit Edgardo Sternberg und David W. Rolley managt.
Kurzlaufende Unternehmensanleihen im Fokus
Im Fokus hat das dreiköpfige Team schwerpunktmäßig Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern, die auf US-Dollar lauten und überwiegend eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren aufweisen. Um die Volatilität des Portfolios vergleichsweise gering zu halten, fokussiert sich das Team schwerpunktmäßig auf Papiere, die ein Rating von mindestens BBB-aufweisen und mischt Anleihen mit geringerer Bonität in kleinerem Umfang bei. „Niedrigere Ratings können in Jahren mit sinkenden Risiken enorme Renditen bringen, in Jahren mit steigenden Risiken verhält es sich genau umgekehrt. Letzteres Szenario wollen wir mit unserer Vorgehensweise vermeiden. In guten Jahren erzielen wir so zwar nicht die höchsten Renditen, in schlechten Jahren sollten wir den breiten Markt für Schwellenländeranleihen jedoch übertreffen“, betont Colleran. Um die Risiken insgesamt zu glätten, achtet das Team neben der Fokussierung auf Hartwährungsanleihen und kurze Laufzeiten auf eine breite Streuung über durchschnittlich 120 bis 150 Emittenten. Dabei muss das Team keinerlei Benchmark-Vorgaben berücksichtigen.
Im ersten Schritt des fünfstufigen und auch ESG-Kriterien umfassenden Auswahlprozesses leiten die Portfoliomanager aus den Makro-Rahmendaten die übergeordneten Investmentthemen ab. Im zweiten Schritt filtern sie im Rahmen einer Bottom-up-getriebenen Analyse Kandidaten heraus und greifen dabei auf die Expertise von 29 Analysten zurück, die die Märkte in mehr als 70 Ländern auf dem Radar haben. „Schritt drei dient dazu, die besten Top-down-getriebenen Investmentstrategien zu definieren, im vierten Schritt wählen wir mit Unterstützung des hauseigenen Research-Teams die aussichtsreichsten Ideen aus unser Bottom-up-Analyse aus. Im fünften und letzten Schritt stellen wir das Portfolio zusammen, wobei Diversifikation besonders im Fokus steht“, skizziert Colleran die Vorgehensweise.
Breite Streuung, kurze Duration
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Die Mitarbeiter in den mehr als 25 Geschäftsstellen rund um den Globus arbeiten eng mit ihren Kunden zusammen, um die jeweils individuellen Anlageziele zu verstehen und in Strategien umzusetzen. Dafür bieten sie einen zentralen Zugang zu einer breiten Palette von Anlagestrategien, die nach verschiedenen Anlageklassen, -stilrichtungen und -vehikeln diversifiziert sind. Ergänzend dazu werden Multi-Asset-Lösungen konzipiert, entwickelt und realisiert, um die spezifischen Portfolioanforderungen zu erfüllen und die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. In Absprache mit den Kunden evaluieren die Investmentexperten kontinuierlich die Märkte, um sicherzustellen, dass ihre Strategie die langfristigen Ziele erreicht. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen für die Förderung eines nachhaltigen Finanzwesens sowie der Entwicklung innovativer ESG-Produkte.
Expertise von mehr als 20 aktiven Managern
Der Multi-Affiliate-Ansatz von Natixis Investment Managers verbindet die Kunden mit den unabhängigen Einschätzungen und der gebündelten Expertise von mehr als 20 aktiven Managern.
Einer davon ist Loomis, Sayles & Company. Seit fast 100 Jahren konzentriert sich Loomis Sayles auf die Erfüllung der Anlagebedürfnisse von institutionellen Anlegern und Publikumsfonds Kunden weltweit. Die leistungsorientierten Investmentteams der Gesellschaft nutzen das fundierte hauseigene Research und ganzheitliche Risikoanalysen, um sachkundige und gezielte Anlageentscheidungen zu treffen. Loomis Sayles hält sowohl in traditionellen Anlageklassen als auch bei alternativen Investments nach Anlagechancen Ausschau, um nachhaltig attraktive Erträge zu generieren.
Gegründet: 1926
Hauptsitz: Boston, MA, USA
Expertise: Aktiv gemanagte Aktien-, Anleihenfonds und alternative Investments
* Verwaltetes Vermögen („AUM“) per 30. September 2022. AUM, wie berichtet, können fiktive Vermögenswerte, verwaltete Vermögenswerte, Bruttovermögen, Vermögenswerte von verbundenen Unternehmen im Minderheitsbesitz und andere Arten von nicht-regulatorischen AUM umfassen, die von mit Natixis Investment Managers verbundenen Firmen verwaltet oder verwaltet werden.
** Im Rahmen des Cerulli Quantitative Update: Global Markets 2022 wurde Natixis Investment Managers auf Basis des verwalteten Vermögens als die Nr. 18 unter den größten Vermögensverwaltern der Welt eingestuft (Stand: 31. Dezember 2021).
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