Drittfondsmarkt wächst Dachfondsstrukturen und individuelle Sub-Advisor-Mandate bleiben gefragt

Ein Rennpferd trägt eine Decke mit einem Aufdruck von St. James's Place

Ein Rennpferd trägt eine Decke mit einem Aufdruck von St. James's Place: Das Wealth-Management-Unternehmen nutzt den Drittfondsmarkt ausgiebig. Foto: Imago Images / Shutterstock

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Eine Analyse von Instihub zeigt, dass der Markt für Drittfonds weiter wächst. Besonders das Volumen der sogenannten Sub-Advisor-Fonds, für die beispielsweise Asset Manager innerhalb eines Fonds oder institutionelle Anleger für ein Mandat einen externen und damit dritten Spezialisten engagieren, sollen demnach bis 2030 jährlich um 10,4 Prozent wachsen auf dann 3,2 Billionen Euro.

Insgesamt schätzen die Analysten von Instihub in der Studie, die auf der jährlichen internationalen Medienveranstaltung  von Mediolanum vorgestellt wurde, das Volumen des Drittfondsmarkt zum Ende des ersten Quartals 2022 auf über zwei Billionen Euro. Das entspricht 15 Prozent des gesamten europäischen Fondsvermögens entspricht, das im Rahmen der Open Architecture eingesetzt wird. Demnach wuchs das verwaltete Vermögen bis 2021 jährlich um 21,2 Prozent und damit um vier Prozentpunkte stärker als in der gesamten Asset-Management-Industrie, die ein Wachstum von 17 Prozent verzeichnete.

„Sub-Advisory-Beziehungen sind Win-Win-Lösungen sowohl für Investmentmanager als auch für Sub-Advisors. Deshalb ist der Sub-Advisory-Markt in der Region Europa, Mittlerer Osten und Asien von 702 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen im Jahr 2016 auf geschätzte 1,3 Billionen Euro AUM Ende 2021 gewachsen“, erläutert Andreas Pfunder, Geschäftsführer von InstiHub, der davon ausgeht, dass das Wachstum aufgrund des Kostendrucks und der Tatsache, dass Auftraggeber bestimmte Anlagestrategien an Spezialisten übertragen müssen, weiterhin Bestand hat. So sei etwa im Vereinigten Königreich der Markt für Sub-Advisor-Fonds seit 2016 um 134 Prozent gewachsen.

Wichtigster Drittfonds-Auftraggeber kommt aus dem Wealth Management

Bis zum ersten Quartal 2022 wurden 738 Milliarden Euro an Vermögenswerten an Dachfondsstrukturen übertragen, im Vergleich dazu erreichten die Volumina von Sub-Advisor-Fonds 1,27 Billionen Euro. Die fünf größten Sub-Advisor nach verwaltetem Vermögen sind Blackrock, Schroder, UBS Asset Management, Amundi Asset Management und State Street Global Advisors. Die fünf größten Auftraggeber aus der Wirtschaft sind der britische Wealth Manager St. James's Place, Mercer Global Investments, der Versicherer Aviva Life, Blackrock Investment
Management sowie Mediolanum.

Furio Pietribiasi, Geschäftsführer der irischen Vermögensverwaltung Mediolanum International Funds Limited, sieht das Drittmanagement als Wettbewerbsvorteil: „Anleger können zu einem wettbewerbsfähigeren Preis auf eine Open Architecture zugreifen und die Vertriebsgesellschaften haben volle Transparenz über die Sub-Advised-Portfolios. Zudem können die Anbieter die Manager der Fonds tauschen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Anleger hat.“ Außerdem würden Sub-Advisor selbst mit Mandaten eine bessere Langlebigkeit ihrer verwalteten Vermögen erzielen als mit dem Vertrieb von Fonds.

Sub-Advisory-Fonds werden dabei laut der Studienautoren eher für aktive Mandate genutzt, als Dachfonds, bei denen der Anteil passiver Mandate bei über einem Drittel liegt. Der Kostendruck bei Dachfonds sei höher als bei Sub-Advisory-Konstrukten, bei denen das verwaltete Vermögen größer und die Mandate tendenziell umfangreicher sind.