private banking magazin: Klimathemen sind aus den Schlagzeilen verschwunden – verdrängt von Geopolitik, Rezessionsängsten und Wahlkämpfen. Ist das aus Ihrer Sicht ein vorübergehendes Phänomen oder ein struktureller Stimmungswechsel, der die Kapitalallokation langfristig verändert?
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private banking magazin: Klimathemen sind aus den Schlagzeilen verschwunden – verdrängt von Geopolitik, Rezessionsängsten und Wahlkämpfen. Ist das aus Ihrer Sicht ein vorübergehendes Phänomen oder ein struktureller Stimmungswechsel, der die Kapitalallokation langfristig verändert?
Marie-Thérèse Buttlar-Wallot: Wahrscheinlich ist es beides. Zum einen verschieben sich mediale und politische Aufmerksamkeitsschwerpunkte gerade sichtbar in Richtung Geopolitik, KI, Verteidigung und Rezessionssorgen. Das kann sich wieder ändern. Aber wer jetzt nur noch in diese Themen investiert, vergisst, dass der Zugang zu sauberer, verlässlicher Energie die langfristige Grundlage für industrielles Wachstum, KI-Infrastruktur und technologischer Souveränität bildet. Das Klima ist deshalb kein isoliertes Nachhaltigkeitsthema, sondern eine Voraussetzung für wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.
Andererseits hat der Stimmungswechsel reale Konsequenzen, die auch die langfristige Kapitalallokation beeinflussen werden. Gerade in Bereichen wie Klima und Energie, in denen der Investitionsbedarf ohnehin enorm ist, geraten Innovationen, Infrastrukturaufbau und Skalierung ins Stocken. Das Problem verschwindet dadurch nicht – im Gegenteil, es wird später teurer und schwieriger aufzuholen.
Genau deshalb ist es die Verantwortung von Family Offices und anderen langfristig denkenden Investoren wie uns, die nicht jeder Stimmungslage folgen müssen, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen.
„Wir investieren nicht in Verteidigung und stehen zu dieser Abgrenzung – auch weil wir es kritisch sehen, wenn Impact- oder Klimastrategien zunehmend in Richtung Resilienz und Defense umgedeutet werden.“
Denn die Realität hat sich nicht geändert: Die Klimakrise wartet nicht. Sechs von neun planetaren Grenzen sind bereits überschritten. Genau deshalb investieren wir weiter in diese Themen.
Führt die Diskussion um die Kernenergie und die EU-Einschätzung als nachhaltige Energiequelle zu einer Fehlallokation? Wie sehen Sie dies bei Defense-Unternehmen?
Buttlar-Wallot: Bei Kernenergie ist Differenzierung wichtig. Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob eine Technologie emissionsarm ist, sondern ob sie rechtzeitig, kosteneffizient und mit vertretbaren Risiken Wirkung entfaltet. Kapital und Zeit sind knapp. Wenn zu viel Kapital in Lösungen fließt, die sehr spät oder nur mit hohen Umsetzungsrisiken skalieren, kann das zu Fehlallokationen führen. Unser Fokus liegt auf Bereichen, die heute und strukturell entscheidend sind: wie erneuerbare Energien, Netze, Speicher, Flexibilitätslösungen, Energieeffizienz, Gebäudebetrieb, Carbon Removal und Klimaanpassung.
Bei Defense-Unternehmen sehen wir die Lage differenziert. Investitionen in Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit sind durchaus notwendig in dieser geopolitischen Lage, gerade auch, weil in Europa lange zu wenig in diesen Bereich investiert wurde. Unser Investmentbereich „stable & equitable societies“ fokussiert sich jedoch auf Lösungen, die dringende gesellschaftliche Herausforderungen angehen, wie beispielsweise faire Bildungschancen, vernünftige Pflege-Infrastruktur, die sichere Anwendung von und Schutz des Einzelnen vor künstlicher Intelligenz, Anti-Diskriminierung, und so weiter.
Daher bedeutet das nicht, dass wir nun auch in Defense investieren. Wie gesagt: Unser Beitrag zu einer stabilen Gesellschaft basiert auf Innovationen in Bereichen wie Bildung und Gesundheit, Pflege, gesellschaftliche Teilhabe, und mehr.
Der starke politische und gesellschaftliche Rückenwind lenkt aktuell viel Kapital in den Defense-Sektor. Das kann dazu führen, dass Kapital auch in Lösungen fließt, die außerhalb dieses Marktumfelds schwerer finanzierbar wären. Für uns ist deshalb entscheidend, sauber zwischen gesellschaftlicher Notwendigkeit, Kapitalmarkttrend und echter gesellschaftlicher positiver Wirkung zu unterscheiden. Wir investieren nicht in Verteidigung und stehen zu dieser Abgrenzung – auch weil wir es kritisch sehen, wenn Impact- oder Klimastrategien zunehmend in Richtung Resilienz und Defense umgedeutet werden.
Sie sprechen von „Kapital mit Haltung“ statt Hype-Chasing. Was bedeutet das konkret für die Investitionsentscheidungen bei Aurum Impact – und wie unterscheidet sich Ihr Ansatz von dem, was große institutionelle Häuser unter Impact Investing verstehen?
Buttlar-Wallot: Kapital mit Haltung bedeutet für uns nicht, einem politischen Zeitgeist zu folgen oder Investments moralisch aufzuladen. Es bedeutet, eine klare These darüber zu haben, welche ökologischen und gesellschaftlichen Systeme langfristig wirtschaftliche Stärke ermöglichen – und Kapital konsequent dorthin zu lenken. Entscheidend ist für uns, ob ein Investment den größtmöglichen Hebel in einem relevanten System adressiert, und damit dort wirkt, wo ökologische oder gesellschaftliche Veränderung wirklich skalieren kann.
Wir investieren in vier Fokusfelder: Climate & Energy, Circularity & Materials, Natural Ecosystems sowie Stable & Equitable Societies. Wirtschaftliche Stärke braucht saubere Energie, funktionierende Ökosysteme, klugen Ressourceneinsatz und stabile Gesellschaften. Der Unterschied liegt auch in unserer Struktur. Wir sind kein Fonds mit festen Laufzeiten und Exit-Zwängen, sondern ein Family Office. Dadurch können wir flexibler, langfristiger und asset-klassenübergreifend investieren – direkt in Startups, in spezialisierte Impact-Fonds oder über andere Vehikel.
Außerdem unterscheiden wir klar zwischen ESG und Impact. ESG reduziert oft Risiken im bestehenden Geschäft. Impact muss aus unserer Sicht im Kern des Geschäftsmodells liegen. Wenn ein Unternehmen wächst, müssen auch die Impact-KPIs wachsen. Sonst ist Wirkung nur ein Anhang.
Studien zeigen, dass Family Offices sich aktuell oftmals im Risk-off-Modus befinden. Warum sollten sie diesen Modus gerade jetzt verlassen – und ist das nicht ein schwieriges Argument gegenüber einer Unternehmerfamilie, die ihr Vermögen schützen will?
Buttlar-Wallot: Vermögen zu schützen heißt nicht, Kapital stillzulegen. Gerade Unternehmerfamilien wissen, dass Nichtstun ebenfalls eine Entscheidung ist – und häufig eine teure. Wer Klimawandel, Ressourcenknappheit, Energieabhängigkeit, fragile Lieferketten oder gesellschaftliche Instabilität ignoriert, schützt Vermögen nur scheinbar.
Natürlich ist Vorsicht in unsicheren Zeiten nachvollziehbar. Aber Risikomanagement darf nicht bedeuten, die Zukunftsfähigkeit des Portfolios zu vernachlässigen. Wenn Europa seine Energieinfrastruktur nicht modernisiert, Kreislaufwirtschaft nicht skaliert oder die gesellschaftliche Stabilität weiter erodiert, betrifft das langfristig auch Unternehmenswerte und Familienvermögen.
Family Offices haben hier einen Vorteil: Sie müssen nicht jedem Marktzyklus folgen, haben keinen künstlichen Exit-Druck und können Komplexität länger aushalten. Gerade wenn andere Investoren zurückhaltend sind, entstehen oft attraktive Zugänge zu Unternehmen, Technologien und Fonds.
Goldbeck selbst – Aurum Impact ist Impact-Investing-Arm des Family Office der Unternehmerfamilie Goldbeck – ist in ein Unternehmen, das stark im Bau- und Immobiliensektor verwurzelt ist. Inwiefern prägt dieser unternehmerische Hintergrund den Investitionsansatz von Aurum Impact?
Buttlar-Wallot: Der unternehmerische Hintergrund prägt unseren Blick stark. Wer aus einem Familienunternehmen kommt, denkt anders über Kapital, Verantwortung und Zeithorizonte. Es geht nicht nur darum, Vermögen zu verwalten, sondern langfristig handlungsfähig zu bleiben und die Zukunft mitzugestalten.
Der Bau- und Immobiliensektor zeigt außerdem sehr konkret, wie eng ökologische und wirtschaftliche Fragen zusammenhängen. Gebäude, Materialien, Energieverbrauch, Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit sind keine abstrakten Nachhaltigkeitsthemen. Sie entscheiden über Kosten, Wertbeständigkeit und Wettbewerbsfähigkeit.
Das schärft unseren Blick für Lösungen, die reale industrielle Probleme adressieren: emissionsärmere und ressourcenschonendere Materialien, kreislauffähige Baustoffe, Energieeffizienz im Gebäudebetrieb, Speicher- und Flexibilitätslösungen oder digitale Tools für effizientere Prozesse. Gleichzeitig investieren wir in viele Themen, nicht nur entlang des Baukontexts. Der Hintergrund hilft uns aber, Technologien und Geschäftsmodelle sehr praktisch zu bewerten.
In welche konkreten Bereiche investieren Sie derzeit – und welche Sektoren halten Sie für strukturell unterfinanziert, obwohl der Kapitalbedarf enorm ist?
Buttlar-Wallot: Wir investieren entlang von vier Fokusfeldern. Erstens Climate & Energy: erneuerbare Energien, Netze, Speicher, Flexibilität, Energieeffizienz, Carbon Removal, Gebäudebetrieb und Klimaanpassung. Zweitens Circularity & Materials: Lösungen für kreislauffähige Baustoffe, Schlüsselmetalle, Kunststoffe, Chemikalien, Elektronik, Textilien und neue Modelle für Wiederverwendung und Recycling.
Drittens, Natural Ecosystems: Wasser, Landwirtschaft, Biodiversität sowie marine und terrestrische Ökosysteme. Viertens, Stable & Equitable Societies: Zugang zu Bildung und Gesundheit, Pflege, Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe, KI-Sicherheit und Reskilling.
Strukturell unterfinanziert sind aus unserer Sicht vor allem soziale Innovationen, Natural Ecosystems und Deep-Tech-Lösungen mit längeren Entwicklungszyklen. Bei Deep-Tech gilt das insbesondere für die Growth-Phase, in der die Investorenbasis in Europa trotz guter Early-Stage-Finanzierung oft deutlich oft deutlich ausdünnt.
Die EU versucht mit der Savings and Investments Union, privates Kapital gezielt in strategische Projekte zu lenken. Ist das eine Chance oder eine Einschränkung für Family Offices wie Aurum Impact?
Buttlar-Wallot: Grundsätzlich ist es eine Chance, wenn Europa privates Kapital stärker für strategische Zukunftsaufgaben mobilisiert. Der Investitionsbedarf in Energieinfrastruktur, industrielle Transformation, Deep-Tech, Kreislaufwirtschaft und Resilienz sind so groß, dass öffentliche Mittel allein nicht ausreichen.
Für Family Offices kann das neue Co-Investment-Möglichkeiten schaffen, Risiken besser verteilen und bestimmte Zukunftsfelder sichtbarer machen. Gerade bei kapitalintensiven Themen braucht es mehr Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Kapital.
Wichtig ist aber, dass daraus keine zu enge politische Lenkung privater Kapitalallokation wird. Der Mehrwert von Family Offices liegt gerade darin, unabhängig zu denken, langfristig zu handeln und auch in Felder zu investieren, die noch nicht im Zentrum öffentlicher Programme stehen. Die Savings and Investments Union ist dann hilfreich, wenn sie Kapitalmobilisierung erleichtert, Bürokratie reduziert und Investitionen in Zukunftsfelder attraktiver macht.
Impact Investing leidet unter einem Glaubwürdigkeitsproblem – Stichworte Greenwashing und aufgeweichte Standards. Wie messen und kommunizieren Sie die tatsächliche Wirkung Ihrer Investments?
Buttlar-Wallot: Das Glaubwürdigkeitsproblem ist real. Deshalb beginnt Impact für uns nicht beim Reporting, sondern vor der Investmententscheidung. Wir arbeiten mit einem eigenen Impact-Framework, angelehnt an etablierte Ansätze wie das Global Impact Investing Network.
Zentral sind für uns sechs Kriterien: Intentionality, Evidence, Impact Measurement & Management, Interlock, Depth & Breadth und Additionality. Besonders wichtig ist der Interlock-Gedanke: Die Wirkung eines Unternehmens muss mit seinem wirtschaftlichen Erfolg verbunden sein. Wenn der Umsatz wächst, müssen auch die ökologischen oder sozialen Impact-KPIs wachsen.
Eine Spende pro verkauftem Produkt reicht uns nicht. Wirkung muss aus dem Kerngeschäft entstehen. Wir prüfen deshalb, ob die Gründerinnen und Gründer eine klare Impact-Intention haben, ob die Wirkung evidenzbasiert ist und ob sie messbar bleibt. In der Kommunikation geht es uns nicht um große Versprechen, sondern um Transparenz: Was messen wir, warum messen wir es, und wo liegen die Grenzen?
Langfristiger Anlagehorizont, unternehmerische Entscheidungsstruktur, flexible Allokation – das klingt nach idealen Voraussetzungen für Impact Investing. Wie schätzen Sie die Nachfrage in Family Offices momentan ein?
Buttlar-Wallot: Die Voraussetzungen sind tatsächlich sehr gut. Family Offices können langfristiger investieren, direkter entscheiden und müssen nicht zwingend in standardisierte Produktlogiken passen. Das macht sie strukturell sehr geeignet für Impact Investing. Die Nachfrage wächst, aber sie ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Einige Familien betrachten Impact bereits als festen Bestandteil ihrer Vermögensstrategie. Andere sind interessiert, aber noch zurückhaltend – etwa wegen Greenwashing-Sorgen, Renditefragen oder fehlendem Zugang zu geeigneten Investments.
Wir merken: Das Interesse steigt, wenn Impact nicht als Nachhaltigkeitslabel verstanden wird, sondern als Antwort auf reale Zukunftsrisiken und unternehmerische Chancen. Unternehmerfamilien verstehen sehr gut, dass Energie, Ressourcen, Technologie, Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Stabilität für langfristige Wertschöpfung zentral sind. Was es noch braucht, sind mehr Transparenz, belastbare Erfolgsbeispiele und Austausch zwischen Unternehmerfamilien.
Welche Rolle spielt die nächste Generation in den Unternehmerfamilien, mit denen Sie arbeiten – treibt sie den Impact-Ansatz voran, oder ist das vor allem eine Frage der Gründergeneration?
Buttlar-Wallot: Die nächste Generation spielt eine wichtige Rolle, aber es wäre zu einfach, Impact nur als Generationenthema zu beschreiben. Es gibt viele jüngere Familienmitglieder, die sehr klar fragen, welche Wirkung Vermögen entfalten kann und wie Investments mit den eigenen Werten zusammenpassen. Gleichzeitig erleben wir auch in der Gründergeneration viel Verantwortungsbewusstsein. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer denken ohnehin langfristig – in Standorten, Mitarbeitenden, der nächsten Generation und im gesellschaftlichen Umfeld.
Interessant ist eher der Dialog zwischen den Generationen. Die ältere Generation bringt unternehmerische Erfahrung, Substanz und Risikobewusstsein ein. Die nächste Generation bringt neue Themen, Netzwerke und oft eine größere Selbstverständlichkeit im Umgang mit Klima, sozialer Wirkung und Technologie mit. Impact Investing kann hier eine Brücke sein: Es verbindet Vermögenserhalt mit Zukunftsgestaltung.
Wie würden Sie einem Family Office, das bisher kaum in Impact-Strategien investiert hat, den richtigen Einstieg skizzieren?
Buttlar-Wallot: Der Einstieg sollte nicht mit einem Label beginnen, sondern mit den relevanten Zukunftsfragen der Familie: Welche Risiken und Chancen betreffen das Vermögen, das Unternehmen und die nächste Generation wirklich? Daraus lassen sich erste Investmentthesen ableiten – etwa zu Energie, Materialien, Kreislaufwirtschaft, Bildung, Gesundheit oder gesellschaftlicher Resilienz.
Danach braucht es klare Kriterien: Was versteht die Familie unter Impact? Welche Wirkung soll erzielt werden? Welche Renditeerwartung gibt es? Was wird ausgeschlossen? Und wie wird Wirkung gemessen?
Praktisch kann man mit überschaubaren Allokationen beginnen – über spezialisierte Fonds, Co-Investments oder erste direkte Beteiligungen. Wichtig ist, Partner zu wählen, die finanziell und wirkungsbezogen sauber arbeiten. Langfristig sollte Impact aber nicht als Satellit für das gute Gewissen behandelt werden, sondern integraler Bestandteil der Vermögensstrategie werden. Nur so können wir in Europa all die Herausforderungen bewältigen, denen wir uns aktuell stellen müssen.
Über die Interviewte:
Marie-Thérèse (Maresa) Buttlar-Wallot ist Partnerin bei Aurum Impact, der Impact-Investment-Arm des Family Office der Unternehmerfamilie Goldbeck. Buttlar-Wallot erwarb Abschlüsse in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und an der London School of Economics. Anschließend promovierte sie am Lehrstuhl für Innovation und Entrepreneurship der RWTH Aachen.
Ihre berufliche Laufbahn umfasst Stationen in der Strategieberatung bei McKinsey, in operativen Rollen bei Amorelie sowie im Venture-Capital-Bereich bei Earlybird VC. Dort beschäftigte sie sich insbesondere mit wirkungsorientierten Themen wie Klima, Ernährung, Deeptech, Bildung und Gesundheit.