Marcus Stollenwerk von Flossbach von Storch „Hamburg soll unser Standort für den Norden werden“

Marcus Stollenwerk leitet die Vermögensverwaltung von Flossbach von Storch.

Marcus Stollenwerk von Flossbach von Storch: „Die Konkurrenz ist groß. Und daran wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern, ganz im Gegenteil.“ Bildquelle: Hardy Welsch

Marcus Stollenwerk, geschäftsführender Direktor von Flossbach von Storch, sprach in einem Interview über die Ziele des Vermögensverwalters. Das private banking magazin veröffentlicht das Gespräch exklusiv  – und hatte noch ein paar Nachfragen.

Herr Stollenwerk, wie würden Sie als den Wettbewerb um vermögende Kunden beschreiben?

Marcus Stollenwerk: Als sehr intensiv, wobei das beileibe keine neue Beobachtung oder Erkenntnis ist. Die Konkurrenz ist groß. Und daran wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern, ganz im Gegenteil. 

Und wie begegnen sie dem?

Stollenwerk: Indem wir versuchen, einen sehr guten Job zu machen – das Vermögen unserer Kunden in turbulenten Börsenzeiten bestmöglich schützen und langfristig auskömmliche Erträge für sie erwirtschaften. Und indem wir ihnen erklären, was wir tun – und was wir lassen. Letztlich geht es um Vertrauen und Verlässlichkeit. Wir wollen und müssen sehr nah dran sein an unseren Kundinnen und Kunden. 

Nah dran sein – kann das überhaupt funktionieren ohne ein eigenes, breites Netz an Standorten?

Stollenwerk: In der heutigen Zeit, mit den technischen Möglichkeiten, funktioniert das sehr gut – zumindest sind das unsere Erfahrungen. Wenngleich es immer auch natürliche Anlaufstellen braucht. Das ist einfach so. Vermögensanlage ist und bleibt ein sehr persönliches, nicht zuletzt sehr sensibles Geschäft. Deshalb eröffneten wir in den vergangenen Jahren – neben dem Kölner – neue Standorte. In Frankfurt etwa oder München. Und es werden noch weitere hinzukommen. 

Gibt es schon konkrete Pläne?

Stollenwerk: Hamburg soll unser Standort für den Norden werden – und personell auch entsprechend ausgestattet sein. Zehn Mitarbeiter sollen perspektivisch von dort arbeiten können. Wir haben viele Kunden in der Region. Und wir sehen noch zusätzliches Potenzial. Wir müssen dort sein, wo unsere Kunden sind – und die sollen natürlich die Möglichkeit haben, physisch mit uns in Kontakt zu treten.

 

Außerdem wollen wir die schon bestehenden Standorte personell verstärken – Köln, Frankfurt, München. Je nach Geschäftsentwicklung eine zweistellige Zahl an neuen Mitarbeitern. Gesucht wird vor allem für den Bereich Neukundengewinnung. Das gilt für alle Standorte.  Unser Anspruch ist es, die zentrale Anlaufstelle in Deutschland zu sein, wenn es darum geht, Vermögen langfristig zu disponieren.

Finden Sie denn überhaupt geeignetes Personal?

Stollenwerk: Auch für den Arbeitsmarkt gilt: Der Wettbewerb ist groß. Ich bin aber zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. Wir sind als mittelständisches Unternehmen ein sehr interessanter Arbeitgeber. Die Kollegen hier genießen hohe Freiheitsgrade, es wird niemand mit Regeln und Vorgaben gegängelt, im Gegenteil. Sie können bei uns sehr unternehmerisch denken und arbeiten. Sie sind beispielsweise weitgehend frei, eigene Strategien für die Entwicklung von Kundengruppen und passende Netzwerke zu etablieren.

Ist das Thema Vermögensverwaltung nicht auch eines für ihre Auslandsmärkte – dort sind Sie bislang „nur“ im Fondsvertrieb unterwegs?

Stollenwerk: Angedacht ist, ein Team in Wien aufzubauen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.  

Was macht Österreich interessant für Sie?

Stollenwerk: Die Nähe zu Deutschland, nicht nur geografisch. Anlagekultur und -Mentalität sind ähnlich. Das bekommen wir von unseren Vertriebspartnern dort gespiegelt. Sie schätzen Flossbach von Storch als unabhängige und verlässliche Institution mit klarer Investmentphilosophie und langjährigem Track Record.

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