Lupus Alpha Investment Fokus in Frankfurt Großanleger sehen größte Risiken in der Geldpolitik

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Inflationserwartungen uneinheitlich

Über das Jahr 2019 hinaus stellte der Veranstalter die Frage, wo die Inflation in 3 Jahren wohl liegt? Knapp jeder Zweite (47 Prozent) verortet sie zwischen 2 und 3 Prozent. 34 Prozent gehen von einer Inflationsrate von über 3 Prozent aus. Die Minderheit (18 Prozent) ist bei der Inflationsprognose eher zurückhaltend und schätzt sie auf 0 bis 2 Prozent.

Welche Entwicklung erwarten Sie 2019 bei globalen Aktien? Auch das wollte Lupus Alpha von seinen Gästen wissen. Mit 51 Prozent prognostiziert eine knappe Mehrheit schwach positive, einstellige Erträge. Nur 9 Prozent sind nach Jahren steigender Kurse zuversichtlich und sehen globale Aktien „deutlich positiv, zweistellig im Plus“. Jeder Vierte geht indessen von leichten Verlusten aus, während jeder Siebte (15 Prozent) hohe, zweistellige Verluste für möglich hält.

Abgesehen von diesem Stimmungsbild stehen Aktien weiter im Fokus der Anleger. 30 Prozent wollen hier 2019 neu beziehungsweise stärker investieren. Damit setzt sich diese Anlageklasse klar gegen andere Investitionsmöglichkeiten durch, wobei Immobilien mit lediglich 5 Prozent der Nennungen das Schlusslicht unter den zur Auswahl stehenden Anlageklassen bildet. Zum Verkauf gestellt werden vor allem Unternehmens- und Staatsanleihen. Was das für die Renditen der Zinspapiere und die Bonität der Emittenten bedeutet, bleibt abzuwarten.

Die Zukunft der Europäischen Union

Um die Zukunft Europas ist es für sieben von zehn Anlegern mehr schlecht als recht bestellt: Jedes Land habe weiter seine Probleme mit dem Euro, aber keiner wage den Ausstieg, so die Meinung der Mehrheit der Befragten. Kaum jemand rechnet indes damit, dass nach dem Brexit der sogenannte Italexit kommt, also auch Italien der Europäischen Union den Rücken kehrt.

Und auch wenn die Struktur der Kapitalanlagen von Investor zu Investor unterschiedlich ausfällt, erlaubt eine weitere Frage von Lupus Alpha einen Blick in die Renditeerwartungen der Anleger für das kommende Jahr: 45 Prozent sehen für ihre Kapitalanlage beziehungsweise ihr Portfolio eine vermutlich auskömmliche Rendite in der Spannweite 2,5 bis 5 Prozent. 30 Prozent sind pessimistischer und kalkulieren mit 0 bis 2,5 Prozent. Mit Verlusten rechnen immerhin 17 Prozent der Befragten. Besonders pessimistisch zeigten sich vier Prozent der Konferenzteilnehmer, wie ihre Renditeerwartung von mehr als -5 Prozent zeigt. Mit anderen Worten: Der Kapitalverlust scheint für sie eine ausgemachte Sache zu sein.