Lupus Alpha Investment Fokus 2025 „Europäische Performance muss besser sein als internationale“
Markus Brunnermeier: „Die Fed darf sich von Trump nicht als Sündenbock für hohe Inflation anprangern lassen“
Markus Brunnermeier von der Princeton University referierte im anschließenden Vortrag darüber, wie Entscheidungsträger gelassener mit Risiken und Krisen umgehen können – was in Anbetracht der allgemeinen Gemengelage immer wichtiger wird.
Elon Musks Erfolg basiere beispielsweise auf Desruption und radikaler Umstrukturierung. Bei X, vormals Twitter, entließ er 80 Prozent des Personals, schaute, was danach noch funktionierte und baute darauf neu auf. Auf politische Ebene beobachte Brunnermeier ein solches Vorgehen derzeit in Argentinien unter dem Präsidenten Javier Milei.
„Die Fed muss Öffentlichkeitsarbeit betreiben“
Weniger Regulierung sieht Brunnermeier auch unter Trump, wodurch der Tech-Sektor und das Silicon Valley für ihn an Einfluss gewinnen dürften. Im Gegenzug dürfte der Nachhaltigkeitsgedanke in den in den Hintergrund rücken. „Trump ist gut für Old-Energy und Krypto“, sagt Brunnermeier.
Auf Portfolioebene wird Risikostreuung und Diversifikation wichtiger. Liquidtät und Anpassungsfähigkeit seien weitere Pluspunkte. Für die USA sieht Brunnermeier unter Trump einen höheren Verschuldungsgrad, weshalb der Inflationsdruck steigen dürfte. „Wir werden mit unterwarteten Schocks konfrontiert werden“, sagt der Universitätsprofessor unter anderem in Hinblick auf Zolldrohungen und die Abhängigkeit vom Dollarkurs.
Die Unabhängigkeit der Fed sieht Brunnermeier in Gefahr, da Trump durchregieren könne: „Die Fed muss Öffentlichkeitsarbeit betreiben, für Unabhängigkeit werben. Darf sich von Trump nicht als Sündenbock für hohe Inflation anprangern lassen.“