Liquid Alternatives Immer den Regenschirm dabei

David Saunders (links), Fondsmanager des Franklin K2 Alternative Strategies Fund und Brooks Ritchey (rechts), Senior Managing Director bei K2 Advisors | © Franklin Templeton

David Saunders (links), Fondsmanager des Franklin K2 Alternative Strategies Fund und Brooks Ritchey (rechts), Senior Managing Director bei K2 Advisors Foto: Franklin Templeton

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Der US-Aktienmarkt hat uns jüngst das Fürchten gelehrt. „Die drittlängste jemals verzeichnete Hausse kam Ende August zu einem jähen Ende“, so Brooks Ritchey, Senior Managing Director bei K2 Advisors. „Die Hausse war geprägt von naiver Heiterkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber den Makrofaktoren und angetrieben durch ungebremste Zuversicht.“ Ritchey wundert sich über „das bemerkenswerte Maß an Optimismus. Die Zeit war reif für eine Korrektur.“

Starke Korrekturen wird es immer wieder geben

Ritchey ist weder Pessimist noch Wahrsager. Er rät nicht zum allgemeinen Ausstieg und versucht auch nicht den Zenit der Märkte vorherzusehen. Er fragt sich aber schon, wie lange die positive Dynamik noch anhalten kann. „Eine viel stärkere Korrektur, als die, die wir im August gesehen haben, wird es 100-prozentig geben – früher oder später“, ist er sich sicher. Und für diesen Fall gilt es, vorbereitet zu sein. Ritchey hat daher gerne einen stabilen Regenschirm dabei, der ihm vor dem Schlimmsten bewahrt: „Aktienengagements waren seit 2009 eine gewinnbringende Anlagestrategie. Aber wir glauben, in der nächsten Marktphase wird ein hohes Maß an Disziplin und Risikomanagement die Gewinner hervorbringen.“

Und diese nächste Marktphase könnte bald beginnen. Der jüngste Kurseinbruch ist ein weiterer Vorbote für die von vielen erwartete und gefürchtete steigende Volatilität an den Aktienmärkten. Eine Rettung in die Rentenmärkte, wie es früher möglich war, scheint künftig nicht mehr viel versprechend. Die Zinsen sind zu niedrig, und ihr Absicherungspotenzial ist begrenzt.

Interesse an Liquid Alternatives steigt

Dieses Dilemma der Investoren sieht Ritcheys Kollege David Saunders als einen Grund für das gestiegene Interesse an Liquid Alternatives. Der Mitbegründer von K2 Advisors Franklin Templeton Solutions managt zusammen mit Ritchey den Franklin K2 Alternative Strategies Fund. Der Fonds setzt auf einen Manager- und Strategie-Mix aus Long-Short, Event Driven, Relative Value und Global Macro. Viele solcher Hedgefonds-Strategien im Investmentfonds-Mantel bieten, was Investoren suchen: „Die meisten Hedge-Strategien versuchen aus Marktineffizienzen Kapital zu schlagen und gleichzeitig das Marktrisiko zu mindern“, erklärt Saunders.

Geringe Korrelation, hohe Liquidität und Transparenz

Hedge-Strategien korrelieren in der Regel gering mit den klassischen Aktien- und Anleihemärkten und tragen so zur Diversifikation des Portfolios bei. „Hinzu kommt, dass die Manager von Hedge-Strategien Short-Positionen eingehen können, die von Markteinbrüchen profitieren und ein klassisches Long-Portfolio abfedern können“, so Saunders.

Gegenüber traditionellen Hedge-Fonds sieht er vor allem zwei Vorteile bei den Liquid Alternatives: Liquidität und Transparenz. Im Gegensatz zu der häufig geringen Liquidität bei Hedge-Fonds und den langen Rücknahmefristen, bieten die regulierten Fonds ihren Investoren tägliche Liquidität. Daneben punkten sie bei Transparenz auf Wertpapierebene und bei den Gebühren. „Diese sind zudem in aller Regel niedriger als bei klassischen Hedgefonds-Vehikeln“, so Saunders. Liquid-Alternative-Produkte müssten sich zum Beispiel in den USA an dieselben aufsichtsbehördlichen Bestimmungen halten wie in den USA zugelassene Investmentfonds, erklärt der Fondsmanager. Und sie müssten entsprechend Informationen offenlegen, die bei Privatplatzierungen nicht erforderlich sind.

Für besonders vorteilhaft für Investoren erachtet Saunders Liquid Alternatives, die mehrere Strategien und Manager in einem Produkt bündeln. Mit einem Multi-Strategy-Ansatz könne die Diversifizierung im Fonds verbessert werden. „Eine weitere Diversifizierung durch Auswahl verschiedener Manager innerhalb einer Strategie kann zudem managerspezifische Risiken verringern“, meint Saunders.

Ein Blick über die traditionelle Angebotspalette hinaus lohnt also: Liquid Alternatives bieten einen guten Schutz in unruhigen Märkten. Und es ist immer gut, einen Regenschirm dabei zu haben. Denn das nächste Unwetter kommt bestimmt.