Liquid Alternatives haben im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Das Marktvolumen der Anlageklasse stieg nach Angaben des Fondsanbieters Lupus Alpha auf 296 Milliarden Euro und übertrifft den Rekord aus dem Jahr 2019. Gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht dies einem Zuwachs von 37,5 Milliarden Euro (14,5 Prozent).
Dieser Zuwachs stammt sowohl von kräftigen Mittelzuflüssen als auch von einer positiven Wertentwicklung. Den Fonds flossen in den ersten sechs Monaten netto 21,5 Milliarden Euro zu. Dabei verzeichnete die Gruppe jeden Monat Nettozuflüsse, von 15 untersuchten Strategien sammelten 13 neues Kapital ein.
Nach Einschätzung der Studienautoren hat sich der seit 2024 begonnene Aufschwung inzwischen verstetigt. Eine Vertrauenskrise in den Jahren 2022 und 2023 infolge der Zinswende sei überwunden. Anleger setzten angesichts hoher Bewertungen an den Aktienmärkten und anhaltender geopolitischer Unsicherheit wieder verstärkt auf Strategien mit Diversifikationspotenzial.
Steigendes Interesse an diversifizierenden Strategien
„Das außergewöhnlich starke Wachstum der Anlageklasse zeigt, dass Investoren liquide alternative Strategien wieder als festen Bestandteil ihrer strategischen Asset-Allokation betrachten“, sagt Lupus-Alpha-CEO Ralf Lochmüller. In einem anspruchsvolleren Marktumfeld steige die Nachfrage nach Strategien, die Diversifikation, Risikokontrolle und eigenständige Ertragsquellen miteinander verbinden sollen.
Auch die Wertentwicklung fiel der Analyse zufolge positiv aus. Im Durchschnitt erzielten Liquid Alternatives im ersten Halbjahr eine Rendite von 4,2 Prozent, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 1,9 Prozent zu Buche gestanden hatte.
Der Marktanteil institutioneller Anteilsklassen stieg bei liquiden Alternatives demmach auf mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig konzentrieren sich die Mittelzuflüsse zunehmend auf etablierte Fonds, heit es: Mehr als 70 Prozent der Nettomittel sollen in die größten fünf Prozent des Fondsuniversums geflossen sein.