Finaler Kauf Liechtensteinische Landesbank will Schweizer Institut komplett übernehmen

Filiale der Bank Linth

Filiale der Bank Linth: Das Logo der Liechtensteinischen Landesbank trägt die Bank Linth bereits, bald soll sie komplett in das Wealth Management des Instituts integriert werden. Foto: Bank Linth

Die Liechtensteinische Landesbank will 100 Prozent der Bank-Linth-Aktien übernehmen. Das teilte das Institut in einer Pressemitteilung mit. Die LLB macht dafür den Aktionären ein Angebot: So können sie zwischen einem Teil-Tauschangebot mit fünf LLB-Aktien und einer Barkomponente von 323 oder einer vollständigen Barbezahlung in Höhe von 600 Schweizer Franken wählen. Letzteres kommt einem Aufschlag von über 20 Prozent gegenüber den jüngsten Durchschnittskursen und umgerechnet einer Bewertung von 483 Millionen Euro gleich.

Den Deal finanziert die Liechtensteinische Landesbank aus eigenen Mitteln, die benötigten eigenen Aktien kauft das Institut von ihrem Mehrheitsaktionär, dem Land Lichtenstein. Bisher besaß die LLB 74,9 Prozent der Bank-Linth-Anteile, nach der kompletten Übernahme soll sie dann von der Börse verschwinden. Die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat der Bank Linth empfehlen den Aktionären eine Annahme des Angebots.


Die Bank Linth soll vor allem das Privatkunden- und Firmenkundengeschäft sowie das Private Banking der LLB in der Schweiz erweitern. Die Mehrheitsbeteiligung am Schweizer Bankhaus war das liechtensteinische Geldhaus schon im Jahr 2007 eingegangen. Ende 2020 belief sich das verwaltete Vermögen der Bank Linth auf über 7,5 und die Bilanzsumme auf über 8,3 Milliarden Schweizer Franken. Insgesamt unterhält das Institut 19 Niederlassungen.

Die Liechtensteinische Landesbank ist vor allem im Wealth Management aktiv und tritt als Universalbank, im Private Banking, Asset Management und bei Fondsdienstleistungen auf. Ende 2021 lag das Geschäftsvolumen der gesamten Gruppe bei 106 Milliarden Schweizer Franken. Die LLB ist in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten vertreten.