Lieblinge Büro- und Wohnimmobilien Family Offices erhöhen Anteil ihrer Immobilieninvestments

Wohnhäuser im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg: Wohnimmobilien gehöhren nach Bürogebäuden zu den beliebtesten Investitionsobjekten von Family Offices. | © imago images / Seeliger

Wohnhäuser im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg: Wohnimmobilien gehöhren nach Bürogebäuden zu den beliebtesten Investitionsobjekten von Family Offices. Foto: imago images / Seeliger

Family Offices erhöhen bis 2025 stetig ihren Immobilienanteil im Portfolio, zeigt eine Untersuchung von Catella Research zum Verhalten der Investorengruppe am Immobilieninvestmentmarkt. Konkret soll der bereits hohe Real-Estate-Anteil in Family-Office-Portfolios kurz und mittelfristig weiter steigen von durchschnittlich aktuell 34 auf 36,5 Prozent im Jahr 2021 und auf 42 Prozent im Jahr 2025. Die befragten Gesellschaften sind den Angaben zufolge eher kleine Marktteilnehmer, allesamt jedoch mit hohem Expertenwissen und langjähriger Erfahrung im Immobilienbereich.

Mit einem Anteil von 46,2 Prozent investiert rund die Hälfte der Befragten derzeit schwerpunktmäßig im Segment Core Plus. Es folgen Core (30,8 Prozent) und Value Add (23,1 Prozent) als Investitionsschwerpunkte in der Kategorie Risikoklasse. Unterschieden nach Anlagestrategie zeigt sich, dass Gesellschaften mit renditegetriebener Entscheidungsfindung mehrheitlich (62,5 Prozent) in Core-Plus-Immobilien investieren. Die Befragten mit dem primären Ziel des Kapitalerhalts bevorzugen eher Objekte mit der Risikoklasse Core und zeichnen sich somit durch eine höhere Risikoaversion aus. Aus den Ergebnissen werde dennoch deutlich, dass Family Offices in der Vergangenheit keineswegs nur als sicherheitsfokussierte Investorengruppe auftraten.

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Der Blick auf das zukünftige Risikoverhalten zeigt, dass die Bereitschaft von Family Offices zu mehr Risiko steigt: Für das Jahr 2021 plant keiner der Befragten seine Investments im Core-Segment zu erhöhen. Bis 2025 steige die Risikobereitschaft stetig an, die Strategie verschiebe sich weiter Richtung Value-Add-Investments.

Der Büromarkt und Wohnimmobilien gehören zu den beliebtesten Anlageklassen. Bei Hotels und Sozialimmobilien soll die Nachfrage bis 2025 am stärksten wachsen. Auch Mikro-Apartments und Student-Housing geraten in den Investmentfokus von Family Offices, sodass Investitionen in diese Anlageklassen ansteigen. Im Retail-Segment hingegen lasse das Investitionsverhalten nach, so die Prognose.

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