Die LGT startet ihr operatives Geschäft in München und holt dafür Personal von deutschen Konkurrenten. Nach Informationen dieser Redaktion aus dem Umfeld der Bank wechselt Matthias Böhmer von der BW-Bank zur liechtensteinischen Privatbank und wird den Münchener Standort leiten. Eine Bestätigung seitens der LGT steht bislang noch aus.
Böhmer bringt drei Kollegen von der Privatkundenbank der LBBW mit: Michael Fischer, Michael Thorwarth und Jan Willuhn. Das Team hat gemeinsam mit einem fünften Kollegen, Tobias Stanner, zum 31. Dezember 2025 gekündigt, wie das private banking magazin vor wenigen Wochen berichtet hat.
Zusätzlich hat die LGT nach Informationen von „Finanz-Szene“ (Bezahlschranke) ein vierköpfiges Team von der Hypo-Vereinsbank abgeworben. Bei der Unicredit-Tochter gab es in den vergangenen Monaten mehrere Kündigungen im Private Banking und Wealth Management.
Böhmer kommt von der LBBW
Böhmer ist seit 2022 bei der LBBW tätig, war zuvor aber mehr als 20 Jahre im Private Banking der Hypovereinsbank aktiv. Das Quintett repräsentiert mehr als ein Viertel des bisher 18-köpfigen Wealth-Management-Teams in München. Die kommissarische Leitung übernimmt Dieter Knoll, Standortleiter Wealth Management in Nürnberg. In München sitzt die LGT derzeit noch in einem virtuellen Büro in der Maximilianstraße, weitere Berater sollen aber bereits vor dem Jahreswechsel beginnen.
Die LGT war 2022 in den deutschen Private-Banking-Markt eingetreten und hatte für ihre Standorte in Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf mehrere Berater von Konkurrenten abgeworben. München ist der eigentliche Hauptsitz der deutschen LGT-Zweigniederlassung.
Die Fürstenbank richtet sich an hochvermögende Kunden mit einem investierbaren Vermögen ab fünf Millionen Euro. In München tritt das Institut damit in Konkurrenz zur J.P. Morgan Private Bank, die im Frühjahr ihre neue Münchener Niederlassung eröffnete.
