Leiter Private Banking Marcel Lähn verlässt die BHF-Bank

Verlassen das Institut: Der Leiter Private Banking Marcel Lähn (li.) und der Chef der BHF-Fondstochter Frankfurt Trust Frank-Peter Martin

Verlassen das Institut: Der Leiter Private Banking Marcel Lähn (li.) und der Chef der BHF-Fondstochter Frankfurt Trust Frank-Peter Martin

Marcel Lähn kehrt der BHF-Bank den Rücken. Der Private-Banking-Chef des Geldinstitutes hat zum 10. August 2016 gekündigt, wie ein Sprecher bestätigte. Man verstehe die Entscheidung, bedaure sie allerdings und trenne sich im Guten.

Weiterer Abgang

Lähn war erst kürzlich zum Generalbevollmächtigten der BHF-Bank ernannt worden. Kurz darauf hatte er mit Joachim Häger, der im Juli dieses Jahres von der Deutschen Bank zur BHF-Bank gewechselt war, einen neuen Chef bekommen.

Neben Lähn muss die Bank einen weiteren Abgang verkraften: So wirft auch der Chef der BHF-Fondstochter Frankfurt Trust, Frank-Peter Martin, zum Ende seiner Vertragslaufzeit im Dezember 2016 das Handtuch.

Nach dem Geschäftsleiter Udo Schäberle, dem für die Betreuung von Family Offices zuständigen Christian Nägele und Berater Christian Wartmann haben damit seit Mai fünf Mitarbeiter das Geldinstitut verlassen. Das Unternehmen sprach gegenüber dem „Handelsblatt“ von „branchenüblicher Fluktuation“.

Jahre der Ungewissheit: Die jüngere Geschichte der BHF-Bank


Unruhige Zeiten

Die vergangenen zwölf Monate waren für die BHF-Bank unruhig verlaufen. Angefangen hatte es mit einem Übernahmeangebot der chinesischen Beteiligungsfirma Fosun im Juli vergangenen Jahres, dem im November ein Gegenangebot der französischen Finanzgruppe Oddo & Cie. folgte. Letztere setzte sich durch und schloss am 11. März dieses Jahres per Squeeze-out die Übernahme ab.

Seitdem der neue Eigentümer Philippe Oddo Vorstandsvorsitzender der BHF-Bank ist, gab es zahlreiche Gerüchte um Teilverkäufe und die Anpassung der Strategie. Einige Details um neue Strukturen und die Zukunft einiger BHF-Töchter waren bereits bekannt geworden.