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Langsames Wirtschaftswachstum Wo sich Investitionen noch lohnen

Notenbankchef Yi Gang erleichtert in China die Kreditvergabe. | © Getty Images

Notenbankchef Yi Gang erleichtert in China die Kreditvergabe. Foto: Getty Images

An den internationalen Börsen herrscht ein raues Klima. Denn die Weltwirtschaft wächst nur langsam und der Handelskonflikt zwischen China und den USA verschlechtert die Gewinnaussichten für Unternehmen. Einzig die lockere Geldpolitik der Notenbanken in den USA und Europa stützt die Börsenkurse.

US-Aktien bekommen von den niedrigen Zinsen der Federal Reserve (Fed) ordentlich Rückenwind. Wegen der geopolitischen Risiken, die Anleger in Übersee noch nicht vollständig eingepreist haben, dürften die Aktienkurse in den kommenden Monaten jedoch erneut schwanken. Um auskömmliche Erträge zu erzielen, investieren Anleger vornehmlich in Anleihen mit Investment-Grade-Rating.

Die niedrigen Zinsen der USA kommen Schwellenländern, die überwiegend in US-Dollar verschuldet sind, zugute. Chinas Wirtschaft wächst dieses Jahr voraussichtlich um 6 bis 6,5 Prozent. Die Maßnahmen der Regierung in Peking zahlen sich aus.

China öffnet sich für ausländische Investoren

Chinesische Unternehmen ziehen zunehmend auch Kapital von ausländischen Investoren an. Vergangenes Jahr nahm MSCI bereits 222 in Shanghai und Shenzhen gehandelte A-Aktien in globale und regionale Indizes auf. 2019 plant der Indexanbieter, die Gewichtung chinesischer Aktien auf 20 Prozent zu erhöhen. Ende des Jahres werden 253 chinesische Large- und 168 Mid-Cap-Aktien, darunter 27 ChiNext-Aktien, im MSCI Emerging Markets Index enthalten sein. Auch in Japan bessert sich die wirtschaftliche Situation, die Landeswährung Yen schwankt kaum im Wert, und Aktien sind noch nicht besonders hoch bewertet.

In der Eurozone wächst die Wirtschaft nur auf niedrigem Niveau. In Aktien investieren wir dort nur zögerlich. Anleihen und Immobilien sind als Investitionsziel hingegen interessanter. Ein Risiko für Anleger ist in Europa der anstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). Wenn die Regierung in London sich nicht bald mit Brüssel einigt, verlässt das Vereinigte Königreich den Wirtschaftsverbund ohne Abkommen. Davon würden britische Staatsanleihen profitieren. Sinkt der Pfund-Kurs, dürften auch die Aktienkurse britischer Large Caps steigen.