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Tech-Trends Kurzvideos für die Werbewelt, E-Commerce für Südostasien

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Der E-Commerce ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Wo sehen Sie regional betrachtet noch weiteres Potenzial?

Nathan Lin: In Südostasien. Die Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) umfasst zehn sich entwickelnde Länder aus der Region, darunter Indonesien, Malaysia, Thailand und die Philippinen. Neben der wachsenden Bevölkerung sehen wir drei Gründe, warum der Onlinehandel dort noch großes Wachstumspotenzial bietet.

1. Geringe Marktdurchdringung: Trotz des schnellen Wachstums in den meisten ASEAN-Ländern lag die E-Commerce-Durchdringung 2019 immer noch unter 10 Prozent. Daher gibt es ein riesiges Potenzial für die Ausweitung des Marktanteils.

2. Zunehmendes Interesse lokaler und globaler Akteure: In den vergangenen fünf Jahren nahm die Zahl der Wettbewerber zu – von globalen Unternehmen, die ASEAN-Tochtergesellschaften gründen, bis hin zu regionalen E-Commerce-Unternehmen, die um Marktanteile konkurrieren. 2020 haben diese Akteure begonnen, sich zu konsolidieren, um effizienter arbeiten zu können.

3. Verbesserte Logistik: Da die ASEAN ein aus mehreren Ländern bestehender Markt ist, gab es anfangs Ineffizienzen bei der Produktauswahl, den Logistiknetzwerken und dem Team-Management. Mittels der Investitionen globaler E-Commerce-Unternehmen lassen sich die Prozesse jedoch straffen und effizient gestalten.

Ein umfassenderes E-Commerce-Angebot, das neben dem Onlinehandel auch Dienstleistungen wie digitale Zahlungen und die Lieferung von Lebensmitteln umfasst, könnte das Wachstum und die Akzeptanz in den ASEAN-Ländern weiter beschleunigen. So zeigen Daten der Weltbank aus dem Jahr 2018, dass ein hoher Prozentsatz der ASEAN-Bevölkerung keine Bankverbindung hat. Die Einführung digitaler Finanzdienstleistungen würde daher zu einem schnelleren Wachstum des Fin-Tech-Markts führen und könnte die finanzielle Inklusion in der Region verbessern.

In Anbetracht des jüngsten Anstiegs von Börsengängen im Bereich Software-as-a-Service (SaaS): Wie können neuere SaaS-Unternehmen aus Ihrer Sicht die Wettbewerbsdynamik innerhalb der Branche verändern?

Brook Dane

Brook Dane, Portfoliomanager: Viele Software-Unternehmen der neuen Generation sind cloudnative Einhörner. Sie haben bereits während privater Finanzierungsrunden viel Aufsehen erregt und nahmen den Schwung in Form eines Börsengangs mit. Es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen den Unternehmen der ersten und der neuen Generation:

1. Schnelleres Umsatzwachstum: Im Durchschnitt brauchten Unternehmen der ersten Generation rund zehn bis zwölf Quartale, um von 100 Millionen US-Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) auf 500 Millionen US-Dollar zu wachsen. Diese Umsatzwachstumsrate hat sich definitiv beschleunigt.

2. Erhöhte Kundenbindung: Im Vergleich zu Software-Unternehmen der ersten Generation verfügen die neueren Unternehmen über treuere Kunden und eine größere Fähigkeit zum Cross-Selling von Produkten.

Daneben tragen weitere Faktoren zur veränderten Wettbewerbsdynamik in diesem Bereich bei. Während sich die SaaS-Unternehmen der ersten Generation auf Software für Personalwesen und Vertrieb konzentrierten, gehen die Unternehmen der nächsten Generation darüber hinaus und bieten auch Lösungen für andere Geschäftsbereiche und -bedürfnisse ein, zum Beispiel Cybersicherheit. Dazu kommt: Die IT wird aufseiten der Unternehmen heute nicht mehr nur als Kostenstelle betrachtet, sondern als unabdingbar für die weitere Entwicklung. Daher steigen die Ausgaben für IT-Software und -Dienstleistungen. Außerdem ist die Vertrautheit mit SaaS-Angeboten gestiegen.

Es gilt aber zu beachten, dass nicht alle SaaS-Unternehmen der nächsten Generation wirklich disruptiv sind. Es ist wichtig, zwischen Unternehmen zu unterscheiden, die eine Plattform und nicht nur eine Funktion anbieten – und zwischen einem „bahnbrechenden Produkt“ und einer „Nice-to-have“-Softwarelösung.

Wichtige Informationen:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Finanzwerbung, die von der Goldman Sachs Bank Europe SE („GSBE“), unter anderem über ihre zugelassenen Filialen, verbreitet wird. GSBE ist ein in Deutschland ansässiges Kreditinstitut und steht innerhalb des einheitlichen Aufsichtsmechanismus, der von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, deren amtliche Währung der Euro ist, eingeführt wurde, unter der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank und in anderer Hinsicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Das eingesetzte Kapital ist Risiken unterworfen. Nähere Informationen zu den Risiken, die mit einer Anlage in den Teilfonds verbunden sind, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt Risikohinweise des Verkaufsprospekts. Im vorliegenden Dokument enthaltenen Konjunktur- und Marktprognosen dienen zu Informationszwecken und gelten zum Datum des vorliegenden Dokuments. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen.