Kunstbetrüger will Flüchtlingen helfen Das macht Helge Achenbach im Hafturlaub

War im März 2015 zu sechs Jahren Haft verurteilt worden: Kunsthändler Helge Achenbach | © Thomas Struth

War im März 2015 zu sechs Jahren Haft verurteilt worden: Kunsthändler Helge Achenbach Foto: Thomas Struth

Anfang 2015 wurde der Kunstberater Helge Achenbach wegen Betrug an dem 2012 verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht sowie dem Pharma-Unternehmer Christian Boehringer zu sechs Jahren Haft verurteilt. Achenbach hatte beiden Kunden beim Verkauf von Kunstwerken verdeckte Preisaufschläge berechnet, die nicht mit ihnen vereinbart gewesen waren, und Rechnungen gefälscht. Der Schaden soll rund 20 Millionen Euro betragen. 

Nun wurde der Kunstbetrüger in den offenen Vollzug verlegt. Am heutigen Mittwoch hat er zum ersten Mal Hafturlaub bekommen. Achenbach soll wichtige Termine wie einen Arztbesuch und einen Gespräch mit seinem Anwalt erledigt und den Rest des Tages mit der Familie verbringen wollen, berichtet die „Rheinische Post.  

Und das soll nicht der letzte Freigang des 64-Jährigen sein. Laut Rheinischer Post soll der Ex-Kunstberater eine Arbeit im Rahmen der Flüchtlingshilfe bei der Diakonie Düsseldorf angenommen haben, für die er wohl häufiger das Gefängnis wird verlassen dürfen.