Krypto-Investorentage Vom Hype zur Substanz: Wie die Kryptowelt erwachsen wird

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Enno Henke von Heartstocks erklärt, wann eine Blockchain-Lösung sinnvoll ist und wann nicht
Enno Henke von Heartstocks erklärt, wann eine Blockchain-Lösung sinnvoll ist und wann nicht © Christoph Fröhlich

Sammler-Gegenstände digital zerlegt

Eine Blockchain-basierte Lösung, die schon jetzt praxistauglich ist, bietet Enno Henke von Heartstocks. Sein Unternehmen betreibt zusammen mit Banken einen Marktplatz für tokenisierte Wertobjekte. Im Wesentlichen verwandelt Heartstocks Sammlerstücke, Anlageobjekte und ganze Unternehmen in handelbare Aktien, die in Form von digitalen Aktien erworben und gehandelt werden können. Dies geschieht laut Unternehmensangaben online, sicher und in Echtzeit. Der Handel der tokenisierten Assets wird durch das Bankhaus Scheich kontrolliert und reguliert. Im Gegensatz zu Unternehmen wie Timeless oder Finexity richtet er sich nicht an B2C, sondern B2B-Kunden.

Alles auf die Blockchain zu bringen, nur weil es geht, sei allerdings nicht sinnvoll: „Es ist immens wichtig, an welchen Stellen Tokenisierung sinnvoll ist und wo nicht“, so Henke. „Allerdings lässt sich alles, was heute als AIF strukturiert ist, auf der Blockchain besser abbilden. Sie bietet sich auch für Unternehmensfinanzierungen und CO2-Zertifikate an.“ Er ist überzeugt: „Die Basistechnologie der Blockchain wird sich durchsetzen, egal wie sich die Kurse der Coins entwickeln.“

Florian Körner von VanEck erklärt, wie man in Krypto-basierte ETNs investieren kann
Florian Körner von VanEck erklärt, wie man in Krypto-basierte ETNs investieren kann © Christoph Fröhlich

Fonds-Industrie setzt zunehmend auf Krypto

Auch die traditionelle Fonds-Industrie entdeckt die Kryptowelt für sich. So bietet das weltweit agierende Unternehmen VanEck, einst gegründet im Jahr 1955 und spezialisiert auf ETFs und Investmentfonds, mittlerweile eine Vielzahl an Produkten mit Schwerpunkt Krypto an. Kein Zufall: „Unser CEO Jan Van Eck ist ein großer Treiber der Tokenisierung“, sagt Florian Körner, Leiter Vertrieb und Geschäftsentwicklung. „Wir verwalten mittlerweile eine halbe Milliarde US-Dollar in Krypto-ETNs. Mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigen sich bei uns ausschließlich mit Krypto.“

Obwohl der Hype in der Kryptowelt spürbar abgekühlt ist, zeigt sich Körner optimistisch – und zieht einen historischen Vergleich heran: „Viele Leute haben bei Apple vor 20 Jahren den Wert nicht erkannt. Ebenso war es zum Börsengang bei Facebook. Es hat viele Jahre gedauert, bis deren Ökosysteme und deren Wert richtig verstanden wurden. Bei Krypto ist es unserer Meinung nach genauso.“