Krypto-Holding kauft zu Iconic übernimmt Multi Family Office von ehemaligem Oppenheim-Geschäftsführer

Jens Bernhardt, Gründer von Jens Bernhardt Advisory

Jens Bernhardt, Gründer von Jens Bernhardt Advisory: Er und die Wertpapierfirmenlizenzen seines Multi Family Offices gehen zur Krypto-Holding Iconic. Foto: Iconic Holding

Ungewöhnlicher Deal aus der Blockchain-Szene: Die Iconic Holding übernimmt mit Bernhardt Advisory ein Multi Family Office. Das Asset-Management-Unternehmen für Krypto-Werte möchte mit der Übernahme die Lizenzen als Wertpapierfirma vom Family Office in das eigene Unternehmen integrieren. Iconic kann so selbst als lizensierter Portfoliomanager, Investmentbroker und -berater für Krypto-Assets agieren. Die Aufsichtsbehörde Bafin muss der Übernahme noch zustimmen.

Bernhardt war jahrelang als Investmentchef tätig

Bernhardt Advisory gehört Jens Bernhardt, der mit der Übernahme selbst als Geschäftsführer Teil des Iconic-Teams wird. Bernhardt dürfte in der hiesigen Finanzbranche bestens vernetzt sein: Bevor er das eigene Multi Family Office gründete, war Geschäftsführer und Investmentchef bei der Oppenheim Vermögenstreuhand, Tochter der ehemaligen Sal. Oppenheim jr. & Cie. – und Vorgängerunternehmen des heutigen Deutsche Oppenheim Family Office. Auch bei der Zurich Group Invest und der Skandia Versicherung Deutschland arbeitete er zuvor als Investmentchef, außerdem saß er bei der Deutsche Wohnen im Aufsichtsrat.

Bernhardts Multi Family Office ist eine voll lizensierte Wertpapierfirma. Der Fokus liegt neben der Beratung vermögender Privatkunden und Single Family Offices auf direkten und indirekten Private-Equity-Beteiligungen. Außerdem bietet das Unternehmen M&A-Dienstleistungen für mittelgroße Familienfirmen aus dem deutschsprachigen Raum. Bernhardt verweist in einer Iconic-Pressemitteilung auf die wachsende Krypto-Akzeptanz unter Family Offices und institutionellen Investoren. Das erfordere eine klare Regulierung – die sei durch die Übernahme bei Iconic nun sichergestellt.

 


Die Iconic Holding selbst hat ihren Sitz in Frankfurt und wurde von Patrick Lowry und Max Lautenschläger gegründet. Lowry arbeitete zuletzt in der Asset-Management-Beratung bei PwC und im Private-Equity- und Venture-Capital-Bereich. Lautenschläger war in der Beratung mehrerer Fortune-500-Unternehmen tätig und ist selbst als Private-Equity-Investor aktiv.

Bernhardt wird neben den zwei Gründern dritter Geschäftsführer von Iconic und soll das Unternehmen als Brücke zwischen Investoren und digitalen Assets etablieren. Dafür bietet Iconic passive und aktive Investmentprodukte an. Finanzspritzen für das Krypto-Unternehmen kamen über Umwege auch über die Apeiron Investment Group, das Family Office des bekannten deutschen Venture-Capital-Investors Christian Angermayer.