Tradias will Europas wichtigster, regulierter Akteur im Bereich des Handels mit digitalen Vermögenswerten werden. Bislang wurde dazu mit dem Bankhaus Scheich kooperiert, nun erhielt das Frankfurter Finanzunternehmen eine eigene von der Bafin ausgestellte Lizenz als Wertpapierhandelsbank.
Damit kann Tradias nun den Handel von Kryptowährungen „selbstständig und unabhängig vom Bankhaus Scheich anbieten“. Das Unternehmen ist bislang der Krypto-Partner unter anderem des Neobrokers Trade Republic und der DWP Bank. Auch mehrere Bundesländer verkaufen über die Bank ihre Krypto-Bestände.
Darüber hinaus schloss Tradias kürzlich eine Serie-A-Finanzierungsrunde ab und sicherte damit Wachstumskapital für den weiteren Ausbau der Dienstleistungen zu. Geldgeber sollen laut Finance Forward diverse Family Offices sein. Das Unternehmen spreche demnach von einer „Eigenkapitalausstattung im zweistelligen Millionenbereich“.
Die hochgesteckten Ambitionen des Krypto-Handelshauses wurden spätestens im vergangenen Novemer sichtbar. Etwas überraschend konnte Michael Reinhard, zuvor gut vier Jahre lang Vorstandsvorsitzender von Universal Investment, als Geschäftsführer verpflichtete werden. In der Pressemitteilung war bereits damals die Rede von einem „bedeutenden Schritt im Lizensierungsprozess und in Richtung vollständiger Unabhängigkeit von Bankhaus Scheich, wodurch sich Tradias in naher Zukunft als eigenständige Wertpapierhandelsbank positionieren wird.“
„Die Erlangung des Status einer Wertpapierhandelsbank mit eigenen Lizenzen ist ein entscheidender Moment für Tradias, der es uns ermöglicht, ein neues Kapitel des beschleunigten Wachstums aufzuschlagen“, sagt Reinhard nun.