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Kristina Hooper, Invesco Handelskonflikt und Brexit drücken Aktienkurse

US-Präsident Donald Trump: Erneutes Säbelrasseln im Handelskonflikt mit China. | © Getty Images

US-Präsident Donald Trump: Erneutes Säbelrasseln im Handelskonflikt mit China. Foto: Getty Images

In den vergangenen Wochen haben die Börsenkurse geschwankt. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Am 1. März läuft im Handelsstreit zwischen China und den USA ein weiteres Ultimatum ab. Da sich US-Präsident Donald Trump voraussichtlich vorher nicht mehr mit Chinas Staatschef Xi Jinping treffen wird, gibt es kaum noch Hoffnung auf eine Einigung. Um Stärke zu demonstrieren, wird Trump die Zölle auf chinesische Waren wahrscheinlich erhöhen. Investoren haben deshalb bereits US-Aktien in großen Umfang verkauft. Die Ausschläge an den Börsen nehmen voraussichtlich weiter zu, je näher der 1. März rückt.

Brexit drückt Wirtschaft

Am 29. März tritt Großbritannien aus der Europäischen Union (EU) aus. Noch gibt es keine Lösung für die künftigen Beziehungen zwischen den Angelsachen und der Staatengemeinschaft. In einem Gespräch am 7. Februar haben sich Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Großbritanniens Premierministerin Theresa May nicht geeinigt. Je länger unklar bleibt, welche Folgen der Exit Großbritanniens aus der EU für die Wirtschaft hat, desto riskanter wird die Lage für britische Unternehmen. Die Wirtschaftsleistung im Land ist bereits gesunken. Der japanische Autohersteller Nissan hat sogar den Bau eines SUV-Modells in Großbritannien gestoppt.

Unternehmen rechnen mit sinkenden Gewinnen

Die Berichtssaison des vierten Quartals 2018 ist fast abgeschlossen, und die Prognosen für das Jahr 2019 sind nicht gut. Darauf reagieren Aktienanleger, die Kurse an den Börsen sind bereits gesunken. Ich werde genau beobachten, wie die Erwartungen der Unternehmen für das erste Quartal aussehen.

EZB bekommt neuen Präsidenten

Am 1. November bekommt die Europäische Zentralbank in Frankfurt einen neuen Präsidenten. Wahrscheinlich wechselt Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank, in die Führungsspitze der Notenbank. Weidmann verfolgt eine restriktive Geldpolitik.