Kommentar von La Financière de l’Echiquier Europäischer Small-Cap-Markt trocknet aus

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Doch auch wenn der gesamte Small-Cap-Markt einer düsteren Zukunft entgegensieht, gibt es in Europa dennoch eine interessante Ausnahme: Schweden. Hier ist die Zahl der börsennotierten Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren um 74 Prozent gestiegen. Mittlerweile gibt es in dem skandinavischen Land fast genauso viele börsennotierte Unternehmen wie in Frankreich und Deutschland.

Eine Überprüfung schwedischen Marktes und seiner Geschäftsmodelle hat einen zentralen lokalen Faktor enthüllt: Ein einzelner Finanzintermediär dominiert den Binnenmarkt und ist an mehr als 70 Prozent der Börsengänge beteiligt. Aus dieser Situation, die die Entwicklung eines effizienten Marktes strukturell fördert, ergeben sich in einem inhärent komplexen Segment wie Small Caps ein paar klare ökonomische Vorteile. Ein Beispiel, dem man folgen darf.

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 Quelle: LFDE

In Europa basiert das Finanzmarkt-Geschäftsmodell auf Handelsvolumina, die sich auf weniger als 10 Prozent der Unternehmen konzentrieren. Da das Wachstum der Large Caps von den unteren Segmenten abhängt, ist es unerlässlich, kleineren Unternehmen in Anerkennung ihrer Besonderheiten den Börsengang zu erleichtern.

Eine Reihe von konkreten Maßnahmen würde den Aufbau eines Marktsystems fördern, das an die Entwicklung von Small Caps angepasst ist. Dazu zählen unter anderem stabilere Verordnungen, straffere Börsengang-Verfahren und eine systematischere Einleitung von Einsparungen zugunsten von Micro- und Small-Cap-Anlageklassen. Zudem würde es helfen, einen spezifisch europäischen regulatorischen und fiskalen Rahmen für Micro- und Small-Cap-Fonds auszuarbeiten. Vielleicht ist dies ein Vorspiel für eine europaweite Harmonisierung.

Interessierte können die komplette Studie hier und nach Anmeldung einsehen.



Über den Autor:
Didier Le Menestrel gründete 1991 zusammen mit Christian Gueugnier die Fondsboutique La Financière de l’Echiquier. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 100 Mitarbeiter und verwaltet ein Vermögen von rund 8 Milliarden Euro. 

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