DWS Klaus Kaldemorgen gibt seine Fonds ab

Klaus Kaldemorgen

Klaus Kaldemorgen

Klaus Kaldemorgen (59) tritt zum Jahresende vom Management der milliardenschweren DWS-Fonds Vermögensbildungsfonds I und Akkumula zurück. Er übergibt die Fonds an den ehemaligen Fondsmanager von Union Investment André Köttner. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Köttner hat bereits Erfahrungen mit milliardenschweren Produkten. Vor seinem Wechsel zu DWS managte der 41-Jährige fünf Jahre lang den Uniglobal von Union Investment.

Grund für den Manager-Wechsel könnte die zuletzt schlechte Leistung des DWS-Urgesteins Kaldemorgen sein. So blieb der DWS Vermögensbildungsfonds I bereits drei Jahre in Folge hinter dem Vergleichsindex MSCI World zurück. Auch in diesem Jahr wird der Fonds laut „Capital“ den Index nicht schlagen können.  

Kaldemorgen arbeitet seit 30 Jahren bei der Deutsche-Bank-Tochter. Der fünf Milliarden Euro schwere Vermögensbildungsfonds I, den Kaldemorgen bereits seit 20 Jahren verantwortet, entwickelte sich unter seiner Führung zum Flaggschiff-Fonds der Gesellschaft. Nachdem der Fonds 2009 von den Spitzenplätzen der Bestenlisten weit nach hinten rutschte, gab Kaldemorgen Ende 2010 seinen Posten als Sprecher der Geschäftsführung auf, um sich verstärkt dem Fondsmanagement widmen zu können.

Trotz der Kurseinbrüche zeichnete der Dachfonds-Spezialist Sauren Kaldemorgen im Sommer 2011 mit zwei Goldmedaillen für seine Leistungen im Management des DWS Vermögensbildungsfonds I und des DWS Akkumula aus.

Die Leitung des im Sommer 2010 aufgelegten Total-Return-Fonds DWS Concept Kaldemorgen behält Kaldemorgen nach Angaben von "Capital" bei. Die DWS wollte auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.com keine Stellung zum Manager-Wechsel nehmen.