Klassische Anleihe plus Extrawertpapier Bund will grüne Staatsanleihen ausgeben

Tammo Diemer ist Co-Geschäftsführer der Bundesrepublik-Deutschland-Finanzagentur.  | © Bundesrepublik-Deutschland-Finanzagentur

Tammo Diemer ist Co-Geschäftsführer der Bundesrepublik-Deutschland-Finanzagentur. Foto: Bundesrepublik-Deutschland-Finanzagentur

Der Bund bereitet die Emission „grüner“ Staatsanleihen vor. „Der Prüfauftrag des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung zu grünen Bundesanleihen ist breit angelegt. In diesem Zusammenhang prüfen wir derzeit auch eine Innovation, nach der die Verpflichtung des Bundes zu grünen Investitionen in einem separaten Wertpapier festgeschrieben würde. In Kombination mit einer klassischen Anleihe des Bundes erhielte der Investor eine grüne Bundesanleihe, sagte Tammo Diemer, Co-Geschäftsführer bei der Bundesrepublik-Deutschland-Finanzagentur nach Angaben der „Börsen-Zeitung“. Aufgabe der Agentur ist es, für den Bund eine möglichst kostengünstige und risikoarme Finanzierung sicherzustellen.

Die Pläne der Bundesfinanzagentur sehen demnach vor, dass die grüne Bundesanleihe aus zwei einzelnen Komponenten besteht. Laut „Börsen-Zeitung“ würde neben einem herkömmlichen Bundeswertpapier ein grünes Extrawertpapier stehen, in dem die Verpflichtung des Emittenten Bund ausgedrückt ist, dass die Gelder in grüne Projekte wie Umwelt- oder Klimaschutzprojekte investiert werden. Diese grüne Ergänzung sei als eigenes Wertpapier ausgestaltet. Beide Komponenten zusammen ergeben dann die grüne Bundesanleihe. Die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für die Emission seien gegeben. Das Produkt könnte 2020 auf den Markt kommen.