Keine deutsche Stadt unter den Top 30 In diesen Städten leben die meisten Milliardäre

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Im Städtevergleich spielt Deutschland keine Rolle

So stark Deutschland als Land abschneidet – im globalen Städtevergleich taucht es nicht auf. Unter den 32 Städten, die das Datenportal Visual Capitalist auf Basis der Hurun-Daten bis Rang 30 auflistet, findet sich keine einzige deutsche. Die Schwelle für einen Platz im Ranking liegt bei 24 Milliardären – München verpasst den Einzug mit seinen 21 also nur knapp und läge gleichauf hinter Palm Beach, Melbourne und Dubai.

Der Grund ist strukturell: Anders als in Großbritannien, wo 102 der 150 Milliardäre in London leben, oder in Russland (82 von 105 in Moskau) verteilen sich die deutschen Großvermögen auf viele Standorte – ein Spiegelbild der föderalen Wirtschaftsstruktur mit ihren familiengeführten Unternehmen in der Fläche.

An der Spitze des Städterankings behauptet sich New York im dritten Jahr in Folge mit 146 Milliardären, 17 mehr als im Vorjahr. Dahinter wird es chinesisch: Shenzhen (132) überholt Shanghai (120), Peking folgt mit 107 auf Rang vier. Insgesamt stellen acht chinesische Städte gut ein Drittel aller Milliardäre im Ranking; auf Asien entfallen 58 Prozent. London ist mit 102 Milliardären auf Rang fünf die einzige europäische Stadt unter den ersten Zehn. Aus der EU schaffen es lediglich Paris (44, Rang 14), Mailand (28) und Stockholm (29) in die Liste.

Zur Methodik

Die Hurun Global Rich List erscheint seit 15 Jahren und erfasst Dollar-Milliardäre weltweit, deren Vermögen öffentlich nachvollziehbar ist. Stichtag der aktuellen Ausgabe ist der 15. Januar 2026. Hurun weist die Vermögen in US-Dollar aus; alle Euro-Angaben in diesem Text sind zum EZB-Referenzkurs des Stichtags (1 Euro = 1,1624 US-Dollar) umgerechnet. Prozentuale Vermögensveränderungen beziehen sich auf die Dollar-Werte, da der Dollar im Berichtszeitraum rund 13 Prozent gegenüber dem Euro verlor, fallen die Zuwächse in Euro gerechnet entsprechend geringer aus. Hurun selbst weist zudem darauf hin, dass die Liste nur „bekannte" Milliardäre abbildet – die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen.

 

Zu beachten ist außerdem, dass sich einzelne Vermögenswerte seit dem Stichtag deutlich verschoben haben. Das zeigt exemplarisch der Bitcoin: Notierte die Kryptowährung am 15. Januar 2026 noch bei 81.994 Euro, waren es am 14. Juli nur noch 54.816 Euro – ein Rückgang von rund einem Drittel, der insbesondere die Krypto-Vermögen auf der Liste beeinträchtigt. Hurun selbst verweist auf die Marktverwerfungen seit dem Stichtag, darunter den Krypto-Einbruch und die geopolitische Eskalation um Iran.

Hurun (offiziell Hurun Report) ist eine 1999 von dem britischen Unternehmer Rupert Hoogewerf – dessen chinesischer Name Hurun lautet – gegründete Forschungs- und Mediengruppe, die vielen als asiatisches Pendant zum US-Magazin Forbes gilt. Mit Hauptsitzen in London, Shanghai und Mumbai ist das Unternehmen die weltweit führende Instanz für Vermögens- und Unternehmensrankings in China und Indien. Neben der renommierten „China Rich List“ analysiert Hurun globale Wirtschaftstrends durch den „Global Unicorn Index“ für wertvolle Start-ups sowie spezielle Listen zu Jungunternehmern und Philanthropen. Für internationale Medien, Finanzinstitute und Regierungen gelten die datenbasierten Berichte als zentrale Quelle, um das Wachstum der asiatischen Wirtschaft und den globalen Vermögensaufbau zu verstehen. 

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