Fondsanalyse deluxe, Teil 1 Fundsache aus London

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Bei den statistischen Werten überzeugt der Fonds durch eine überdurchschnittliche Performance in Aufwärtsphasen und deutlich geringere Rücksetzer in schwachen Marktphasen. Die Schwankungsintensität ist trotz des konzentrierten Portfolios nur wenig höher. Auch die Liquidität ist sehr gut. Da das Fondsmanagement größtenteils Large Caps kauft, ist trotz des gestiegenen Volumens eine gute Handelbarkeit gegeben. Aktuell liegt die durchschnittliche Marktkapitalisierung der investierten Unternehmen bei etwa 120 Milliarden Euro, sodass das gesamte Portfolio bei 25 Prozent der Tagesumsätze innerhalb von zwei Wochen ohne großen Einfluss liquidierbar sein sollte.

Das Portfoliomanagement beweist eine hohe Stiltreue bei den Investitionen, die sich aufgrund der quantitativen Filter auf hochmargige Wachstumstitel konzentrieren. Titel, die die gewünschten Eigenschaften aufweisen, profitierten allerdings auch von der Präferenz dieser Werte und des Stils in den letzten Jahren.

So weisen Wachstumstitel in Form eines messbaren Index die größten Prämien gegenüber einem Value-Index seit der Dotcom- Blase um die Jahrtausendwende auf.

Fazit: Der Fundsmith Equity Fund kann einen Teil der wachstumsorientierten Quote eines Portfolios ausfüllen. Das Team hat einen nachvollziehbaren und persistenten Investmentansatz und eine stabile Organisation.

Die Fondskosten sind in der institutionellen Tranche über dem Vergleichsdurchschnitt, die historische Performance lag über verschiedene Zeiträume größtenteils im Top-Dezil und schlägt andere globale Aktienfonds in der Nachkostenbetrachtung.

Kurzum: Der Fonds ist ein gutes Beispiel, dass sich die Suche nach talentierten Managern mit einem eigenen fokussierten Stil nachhaltig lohnen kann.

Hinweis der Redaktion: Bei dem Artikel handelt es sich um keine Anlageempfehlung. Stattdessen soll er Anhaltspunkte liefern, wie man bei einer Fondsanalyse methodisch vorgehen kann, und einzelne Aspekte beleuchten. Eine umfassende und sorgfältige Beratung beziehungsweise Anlageempfehlung kann der Artikel nicht ersetzen.


Über den Autor:
Ulrich Voss ist Leiter Kapitalanlage beim Tresono Family Office und dort unter anderem mit der Fondsanalyse betraut. Zu den Kölnern wechselte der 39-Jährige 2017. Zuvor war er für das Single Family Office Black Horse Investments und Flossbach von Storch tätig.

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