Bis zu 20.000 Euro pro Quadratmeter Kaufpreis-Ranking: Das sind die teuersten Ferienorte Deutschlands

Blick auf Norderney aus der Luft

Blick auf das Westende von Norderney: Für eine Eigentumswohnung auf der Insel müssen Käufer fünfstellige Quadratmeterpreise bezahlen. Bildquelle: IMAGO / Priller&Maug

Wyk auf Föhr (Föhr): 7.023 Euro

Wohnungen in Wyk auf Föhr

Wohnungen in Wyk auf Föhr © Imago Images / Action Pictures

Wyk auf Föhr ist mit knapp 4.400 Einwohnern der größte Ort auf der nordfriesischen Insel Föhr. Für eine Eigentumswohnung werden dort im Schnitt 7.023 Euro pro Quadratmeter fällig.

Wohneigentum in deutschen Ferienregionen ist teuer. Wie viel Verkäufer im Schnitt für eine Drei-Zimmer-Wohnung im Bestand in beliebten Urlaubsorten verlangen, zeigt eine aktuelle Analyse des Portals Immowelt. Der Spitzenreiter im Kaufpreis-Ranking kommt auf mehr als 20.000 Euro pro Quadratmeter. Deutschlandweit werden auf vier Inseln sowie in einer Region auf dem Festland fünfstellige Preise verlangt.

„Ferienwohnungen in Deutschland erfreuen sich großer Beliebtheit, sei es als privates Urlaubsdomizil oder als Kapitalanlage“, sagt Immowelt-Geschäftsführer Robert Wagner. Die große Spannbreite bei den Angebotspreisen zeige, wie vielfältig der Markt sei. „Es gibt passende Kaufmöglichkeiten für unterschiedliche Budgets und Ansprüche – von etablierten Premiumlagen bis zu erschwinglicheren Orten abseits der bekannten Hotspots.“

Nordsee, Ostsee, Alpen: Wo Immobilienkäufer günstigere Alternativen zu den Top-Urlaubsorten finden

Wer am Meer nach günstigeren Alternativen zu den teuren Inseln sucht, könne sich an der Nordsee auf dem Festland umschauen, empfiehlt Immowelt. So zahlen Wohnungskäufer etwa in den niedersächsischen Küstengemeinden Butjadingen und Wurster Nordseeküste weniger als 3.000 Euro für den Quadratmeter.

An der Ostsee werden die höchsten Kaufpreise in den bekannten Seebädern Timmendorfer Strand und Kühlungsborn verlangt. Dort kosten Bestandswohnungen jeweils mehr als 6.000 Euro pro Quadratmeter. Sparpotenzial gibt es auf den Ostseeinseln: In Göhren auf Rügen etwa liegen die Quadratmeter-Preise im Mittel bei 4.120 Euro, in Zinnowitz auf Usedom bei 4.505 Euro.

 

Im Süden Deutschlands finden Käufer verhältnismäßig erschwingliche Wohnungen im Berchtesgadener Land nahe der österreichischen Grenze. In Schönau am Königssee kostet der Quadratmeter im Mittel 4.272 Euro, in Berchtesgaden sind es 4.285 Euro. Auch im Allgäu und in den Chiemgauer Alpen gebe es Orte mit Kaufpreisen unter 4.000 Euro pro Quadratmeter.

53 Prozent der Deutschen träumen von einer eigenen Ferienwohnung

Von einer Ferienimmobilie träumen viele Deutsche, zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Immobilienmaklers Myne Homes. Demnach würden 53 Prozent der Bundesbürger gerne in eine Ferienwohnung an der Küste oder in den Bergen investieren. Größte Hürde ist den Befragten zufolge die Finanzierung (46 Prozent), gefolgt von der Sorge um Bürokratie und rechtliche Unsicherheit (24 Prozent) – Tendenz im Alter steigend. Auch Verwaltung und Instandhaltung schrecken viele ab (21 Prozent).

Ob das Ferienhaus Wertanlage oder persönlicher Rückzugsort sein soll, hängt ebenfalls stark vom Alter ab. Während knapp 44 Prozent der Befragten über 50 Jahre ihre Immobilie vor allem selbst nutzen würden, würden jüngere Käufer auch auf Vermietung setzen. 


Zur Immowelt-Analyse: Das Immobilienportal hat für die Berechnung der Kaufpreise den Angaben zufolge über immowelt.de inserierte Angebote in 68 ausgewählten deutschen Ferienorten ausgewertet. Die errechneten Werte geben die Quadratmeter-Preise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, drei Zimmer, erster Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum 1. Juli 2025 wieder. Es handele sich dabei um Angebotspreise, nicht um Abschlusspreise, heißt es von Immowelt.

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