Kapitalmarkt-Prognose 2026 Welche Renditen und Risiken Wealth Manager erwarten

Markus Jesberger (links) und Thomas Segura, Gründer und Geschäftsführer des Multi Family Office Segura & Jesberger

Markus Jesberger (links) und Thomas Segura, Gründer und Geschäftsführer des Multi Family Office Segura & Jesberger Bildquelle: Segura & Jesberger

Für 2026 erwarten alle befragten Teilnehmer in den wesentlichen Anlageklassen positive Wertentwicklungen. 

Zinstragenden Anlagen verlieren

Die Anlageklassen Liquidität und Renten zeigten je nach Laufzeitensegment in den vergangenen Jahren Renditen nahe dem Nullpunkt oder sogar Wertverluste durch den bemerkenswerten Renditeanstieg 2022. Die Verwalter gingen für 2025 in Anleihen von mittleren Erträgen von 3,7 Prozent aus, für 2026 ist man etwas vorsichtiger: 3,3 Prozent ist die durchschnittliche Erwartung.

Optimisten erwarten immerhin Erträge von bis zu 5,0 Prozent, die Pessimisten rechnen mit 0,7 Prozent Wertentwicklung. Liquidität wird zwischen 3,0 Prozent und 0,6 Prozent erwartet, im Mittel bei 1,9 Prozent.

Grafik 1: Ertragsprognose 2026 

Die Balken geben die jeweils höchste, niedrigste und durchschnittliche Schätzung an.

Bildquelle: Segura & Jesberger

 

Aktien bleiben die attraktivste Anlageklasse

Im Mittel werden für Aktien 6,8 Prozent Wertentwicklung prognostiziert, wie 2025 werden hier die attraktivsten Renditen erwartet. Optimisten gehen sogar von 10,5 Prozent aus. Sollten die Pessimisten recht behalten, sind dennoch positive Renditen von 1,0 Prozent zu erwarten. 

 

Alternative Anlageklassen uneinheitlich

Die zweit attraktivste Ertragserwartung besteht bei Alternativen Investments. Genauso vielfältig wie diese Gattung aus Edelmetallen, Rohstoffen über Hedgefonds und Immobilien so breit sind die Prognosen: optimistisch mit 8,3 Prozent bis pessimistisch 2,8 Prozent, doch im Mittel mit 5,1 Prozent; und damit deutlich weniger attraktiv als Aktien. 

Grafik 2: Gegenüberstellung dieser Erwartungen mit den Langfristprognosen

Bildquelle: Segura & Jesberger

Renditen der zinstragenden Anlagen nahezu unverändert 

Die Analysten sehen die langfristige Prognose für Liquidität und Renten im Vergleich zu den Erwartungen 2026 mit nahezu unveränderten Werten. Für Liquidität wird im Mittel nur noch mit 1,9 Prozent, für Anleihen mit 3,5 Prozent gerechnet.