Axel-Rainer Hoffmann scheidet aus dem Vorstand des BVV Versicherungsvereins des Bankgewerbes aus. Erst im September hatte Hoffmann die Position angetreten und die Nachfolge von Frank Egermann übernommen, der den Berliner Versicherer Ende 2025 verlassen hatte. Bei der BVV verantwortete Hoffmann die Bereiche Portfoliomanagement, Rechnungswesen und Controlling.
BVV verwaltet über 30 Milliarden Euro
Wie der Tagesspiegel berichtet, soll es laut einem Insider bereits länger Spannungen im Vorstand gegeben haben. Hoffmann soll zudem im Urlaub von der Trennung erfahren haben. Die Gründe für das Ausscheiden nannte der Sprecher auch gegenüber dieser Redaktion: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu keinen Details zu Personalangelegenheiten äußern können.“ Auf er Online-Seite des BVV ist Hoffmann als Vorstand bereits nicht mehr zu finden.
Der Vorstand besteht demnach nun aus Marco Herrmann, Vorsitzender und verantwortlich für Firmenkunden, Informationstechnik, Personal, Recht einschließlich Compliance, Revision, Organisation und auch das Portfoliomanagement, das bislang auch zu Hoffmanns Aufgabengebiet gehörte – sowie aus Helmut Aden, verantwortlich für Aktuariat, Beitragsabrechnung, Gebäude-/Sicherheitsmanagement, Kundenservice, Rechnungswesen/Controlling, was ebenfalls bislang von Hoffmann verantwortet wurde, Risikomanagement/Qualitätsmanagement.
Der BVV kümmert sich um die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitenden der deutschen Finanzindustrie. Der Wert der Kapitalanlagen belief sich 2024 auf 34,2 Milliarden Euro. Knapp 362.000 Anwärter auf eine Betriebsrente sowie 141.000 Rentner sind bei der BVV versichert. Das Geschäftsjahr 2024 schloss dieser mit einer Nettoverzinsung von drei Prozent ab.
Hoffmann war bis Ende 2023 Vorstand beim Volkswohl Bund. Zuvor arbeitete er bei den Versicherern Axa und Münchener Rück.